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Der musikalische Weihnachtskalender, Türchen 4

Querbeats – Roundup Februar 2020

Weiter geht unser musikalischer Jahresrückblick. Kaum war der Februar mal einen Tag länger (und die Welt zu diesem Zeitpunkt noch scheinbar in Ordnung), platzte er veröffentlichungstechnisch aus allen Nähten. Hier kommt, kurz und knapp, unsere übersichtliche Monatsrückschau. Mit La Roux, Clock Opera, Boniface, Tame Impala, Ätna, Katie Gately, Riki, Pictish Trail, Klangstof, Agnes Obel, Grimes und Caribou.

Was wir von „Supervision“, dem dritten Album von La Roux, halten, gibt es hier zu lesen.


Die Besprechung zu der Fahrt mit dem „Carousel“ und Clock Opera findet ihr hier.


Wer im letzten Jahr die White Lies auf einem ihrer zahlreichen Konzerte besucht hat, dürfte sich an die Supportband erinnern. Wobei Boniface nur live eine Band sind, eigentlich steckt da nämlich nur Micah Visser dahinter. Der junge Kanadier mit den eng geschnittenen Hosen hat nun endlich sein Debütalbum veröffentlicht. Und „Boniface“ ist eine überzeugende Sammlung eingängiger Popsongs geworden, manchmal etwas rockiger, ab und zu klavierballadesk, zumeist aber sanft elektronisch und tanzbar. Der wird noch größer.


Auf dieser Seite steht unsere Rezension zu „The Slow Rush“ von Tame Impala.


Und hier gibt es mehr zu Ätna und „Made By Desire“ zu lesen.


Katie Gately hatte bei den Aufnahmen zu ihrem zweiten Album keine leichte Zeit im Leben. Währenddessen zog sie nämlich von Los Angeles nach New York, um ihre am Krebs sterbende Mutter zu pflegen. Dementsprechend ist „Loom“ auch düsterer als das Debüt geworden, ohne den Hörer jedoch zu erdrücken. Die experimentierfreudige Künstlerin verwebt viele Schichten von Sounds, Samples und seltsamen Chorälen zu einer außerweltlichen Atmosphäre.


Niff Nawor nennt sich und ihr Album Riki und das ist ein großes Vergnügen für uns retroselige 80er-Fans. Erscheint auf Dais Records, die u. a. Platten von Drab Majesty, Cold Cave oder ADULT. veröffentlichen. Womit durchaus eine soundtechnische Orientierung gegeben ist. Mächtig wavelastig, aber in deutlich (elektro-)poppigeren Zonen unterwegs. Das hätten damals fast alles Hits werden können: die lustig auf deutsch radebrechenden „Strohmann“ und „Böse Lügen“, die Superohrwurmsingle „Napoleon“, der client-eske „Earth Song“ oder das schwelgerische Finale „Monumental“.


Johnny Lynch ist Schotte und kennt sich vermutlich mit der Geschichte der Pikten aus. Als Pictish Trail erkundet er allerdings eher elektronische Welten, so auch auf „Thumb World“, seinem vierten Album. Die charmanten Songs haben immer ihre Eigenheiten, die sie von der Gewöhnlichkeit abheben, und bewegen sich zwischen lockeren Lo-Fi-Miniaturen, schratigem Indie, verträumt-luftigen Air-Sounds und eingängigem Elektropop.


Hier geht’s zur Review von „The Noise You Make Is Silent“ von Klangstof.


Und hier zu unserer Besprechung von Agnes Obels „Myopia“.


Heiß erwartet wurde Album Nummer fünf von Claire Boucher alias Grimes. Nach den zwei versponnenen Meisterstücken „Visions“ und „Art Angels“ erwarteten viele womöglich Richtungsweisendes für das startende Jahrzehnt. Ob „Miss Anthropocene“ das nun geworden ist, wird vielleicht erst die Zukunft zeigen. Verrückt ist es auf jeden Fall wieder geworden. Jeder Track wirft den Hörer in eine andere, zum Teil überbordende, Soundwelt. Das will verarbeitet werden, wir sprechen uns am Jahresende nochmal.


Und ganz am Schluss gab es noch unser Album des Monats, „Suddenly“ von Caribou, – hier ist die Rezension.


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Addison
Von Addison

Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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