Da sind die Mitglieder von Depeche Mode
Martin Gore
Songwriter, Sänger, Keyboarder, Gitarrist
Über Depeche Mode
Depeche Mode wurde 1980 in Basildon (England) gegründet und feierte mit eingängigem Synthiepop schnell Erfolge, darunter der Klassiker „Just Can’t Get Enough„. Nach dem ersten Album verließ Songwriter Vince Clarke die Band; Martin Gore übernahm das Songwriting, Alan Wilder kam als Keyboarder dazu. Die Band setzte früh auf Sampler-Technologie, entwickelte einen düster-melancholischen Elektrosound und gilt als Wegbereiter der Remix-Kultur.
1984 landeten Depeche Mode mit „People Are People“ in Deutschland erstmals einen Nummer-eins-Hit. Mit „Music For The Masses“ (1987) eroberte die Band auch die USA: Am 18. Juni 1988 spielten Depeche Mode vor 80.000 Fans im ausverkauften Rose Bowl in Pasadena. Ein Erfolg, der zuvor nur Pink Floyd und den Rolling Stones gelungen war.
Den vorläufigen Höhepunkt erreichte die Band 1990 mit „Violator„, dem bis heute erfolgreichsten Album, das mit „Personal Jesus“ und „Enjoy The Silence“ gleich zwei Pop-Klassiker enthält. Ab dieser Phase prägte Star-Fotograf Anton Corbijn das visuelle Erscheinungsbild der Band.
Die rockigere Phase mit „Songs of Faith and Devotion“ (1993) und der zermürbenden 156-Konzerte-Tour brachte Depeche Mode an den Rand des Zusammenbruchs. Alan Wilder verließ die Band, und während der Aufnahmen zu „Ultra“ war Dave Gahan nach einem Speedball-Mix aus Heroin und Kokain zwei Minuten lang klinisch tot. Ein gerichtlich verordnetes Entzugsprogramm verlief erfolgreich: Gahan ist bis heute clean und wurde 2011 für sein Engagement mit dem Stevie Ray Vaughan Award ausgezeichnet. „Ultra“ erschien 1997 und stürmte in Deutschland und Großbritannien an die Chartspitze.
In den 2000ern verschob sich die Bandstruktur: Nach seinem Soloalbum „Paper Monsters“ (2003) erkämpfte sich Gahan eine Rolle als zweiter Songschreiber, erstmals hörbar auf „Playing the Angel“ (2005). „Sounds Of The Universe“ (2009) führte zurück zu analogen Synthesizern und erreichte in 21 Ländern Platz eins. Die folgende Welttournee begann mit einem Schock – bei Gahan wurde ein Blasentumor entdeckt – konnte aber nach erfolgreicher Operation beendet werden. Es folgten „Delta Machine“ (2013) und „Spirit“ (2017).
2020 wurde Depeche Mode in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen; die Zeremonie fand pandemiebedingt erst im November als Videokonferenz statt. Am 26. Mai 2022 starb Keyboarder Andy Fletcher völlig unerwartet im Alter von 60 Jahren an einer Aortendissektion. Gahan und Gore beschlossen, ohne ihn weiterzumachen.
Im März 2023 erschien das 15. Studioalbum „Memento Mori„, das in Deutschland zum zwölften Mal an die Chartspitze stürmte. Damit überholte die Band hierzulande die Beatles. Die anschließende Welttour endete im April 2024 nach 112 Shows mit drei Konzerten in Köln. Im Dezember 2025 folgten der Konzertfilm „Depeche Mode: M“ und ein Live-Album, Anfang 2026 ein Songbeitrag zum Charity-Sampler „Help (2)“.