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Konzertbericht, Fotogalerie und Setlist

Olympisches Heimspiel für Depeche Mode – Berlin 07.07.2023

Am Freitag, dem 7. Juli 2023, ist es endlich wieder so weit: Fast fünf Jahre nach dem letzten Konzertbesuch spielen Depeche Mode endlich wieder an ihrem inoffiziellen Zweitwohnsitz. Nicht in ihrem zweiten Wohnzimmer, der Waldbühne, auch nicht in ihrer Turnhalle, der Mercedes-Benz-Arena. Sondern vor rund 70.000 Enthusiasten auf ihrer großen Tanzwiese, dem Olympiastadion. Wir haben den Livebericht, die Setlist, die Fotos und auch ein paar Fanstimmen für euch.

DM in Berlin, die Sonne brennt. Fast wie beim letzten Mal, um die damalige Vorband DAF halbwegs zu zitieren. Beim zweiten Konzert am Sonntag soll es noch heißer werden, cremt eure schwarzen Seelen und bleichen Körper gut ein, liebe Devotees! Doch zurück zum Freitag. Obwohl die Bühne nun wirklich keine Stadiondimensionen hat, reicht ihr Schatten aus, um zumindest die Glücklichen in FOS 1 und 2 bereits vor Jehnny Beth in schonenden Schatten zu hüllen. An anderen Stellen des Stadions brät man länger, aber das tut der schon am Nachmittag euphorischen Stimmung keinen Abbruch.

Apropos Jehnny Beth. Die Französin legt einen feinen Job als Support hin, interagiert sogar mit den Fans und hat das gerade im Verhalten gegenüber Vorbands berüchtigte DM-Publikum ziemlich gut im Griff. Doch natürlich steigt erst danach so richtig das Prickeln, während das gewohnt knackige Martin-Gore-DJ-Set schrittweise die BPM erhöht. Bis der kurze Instrumentalpart von „Speak To Me“ ertönt, der nahtlos in „My Cosmos Is Mine“ übergeht (funktioniert übrigens auch genauso gut, wenn man „Memento Mori“ sofort wieder auf Repeat stellt). Die Band betritt die Bühne, die Menschen rasten aus.

Dave und Mart haben heute die helle Silber-Weiß-Kombi für ihre Jacketts gewählt. Mart das mit den schwarzen Nietenstreifen und Totenköpfen, Dave jenes, das aussieht, als wären außen ein Albinokrokodil und innen 100 Kanarienvögel dafür geopfert worden – sowie weitere 50 für die Rückseite der Weste, die man schnell zu Gesicht bekommt, weil beide Herren sich zügig ihrer obersten Trikotagen entledigen. Doch genug Modekritik für heute, stattdessen freut man sich gleich über den nächsten neuen Song. Die aktuelle Single „Wagging Tongue“ hat sich mittlerweile als stabiler Livetrack etabliert und passt gut in die sich langsam steigernde Dramaturgie, bei der „Walking In My Shoes“ ein frühes Highlight setzt. Mit ganz viel „Döp-döp-döp“ von den ohnehin von der ersten bis zur letzten Sekunde sangesfreudigen Fans. „It’s No Good“ hält die Laune oben, passend zum Wetter schlurfen im Backgroundclip von Anton Corbijn Esel über die Leinwand. Antons Tierfilme, demnächst auf VHS.

Foto: Marko Heiroth

Überhaupt, die Bühne und so weiter. Hier darf man durchaus Kritik üben, nämlich insbesondere an der seitlichen Geschlossenheit, die absolut nicht zeitgemäß und stadiontauglich ist und einigen weit seitlich sitzenden Besuchern doch ein wenig die Sicht verhagelt. Das können andere Bands dieser Größenordnung erheblich besser. Der Sound hingegen ist für Olympiastadionverhältnisse ordentlich. Vorne im Innenraum gut bis sehr gut, auf dem Unterrang immer noch okay, nur auf dem Oberrang wird es arg matschig (und wohl auch recht leise). Viel besser bekommt man das in der historischen Schüssel eben nicht hin, die anstehende Hallentour wird da sicher eine Steigerung bringen.

Ansonsten kann man aber auch mal positiv anmerken, dass es zu Depeche Mode passt, eben keine überkandidelte Show mit Feuerwerk, Blinkarmbändchen und Zirkusartisten auf ihre Fans loszulassen. Sondern sich vergleichsweise minimalistisch aufs Wesentliche zu konzentrieren – vier perfekt harmonierende Musiker auf der Bühne, eine einfache, aber effektive Leinwanduntermalung und eine ausgezeichnete Lichtshow, gerade später, wenn es dunkel wird.

Dazu gibt es eine Setlist, die entgegen mancher Skeptikermeinung – und natürlich haben vor allem wir Hardcore-Fans immer Wünsche, die wir gerne erfüllt hätten, aber nicht bekommen (Mehr von „Memento Mori“! B-Seiten! Selten gespielte Albumtracks!) – gut durchdacht ist und bestens funktioniert. Und ganz ohne Besonderheiten ist sie ja auch nicht. Wie wunderbar es doch ist, „Sister Of Night“ endlich in einer Bandversion mit den zerbrechlichen Dave-Vocals zu hören! Wie grandios „In Your Room“ in jeder Fassung klingt, selbst im Zephyr Mix. Wie nach einer reichlichen halben Stunde beim unkaputtbaren „Everything Counts“ wirklich jede Stimme im Rund alles gibt.

Danach braucht es einen Durchschnaufer. Die Single für den Toilettengang zwischendurch. Ihr wisst, was ich meine. Doch dann betritt eine maskierte Gestalt die Leinwand – „My Favourite Stranger“ mausert sich Stück für Stück zu einem Livekracher und macht vor allem dem Rocker im Gore sichtlich Spaß. Und Martin bekommt ja auch gleich danach seine zehn bezaubernden Minuten. Heute mit „A Question Of Lust“ in voller Bandversion und „Soul With Me“ als Akustikballade. Keiner strahlt so schön und sympathisch wie Mr. Gore, Punkt.

Wie immer bedankt sich Dave bei der „absolutely wonderful, angelic voice“ seines Kollegen, bevor „Ghosts Again“ – wohl jetzt schon ein kleiner Klassiker – angestimmt wird. Danach war es das dann leider mit den neuen Stücken. Na gut, hören wir halt die Hits. „I Feel You“ kommt etwas entschlackt, kürzer und besonders dreckig daher, das tut dem Song gut. „A Pain That I’m Used To“ im Jacques Lu Cont Remix wird auch immer mal hinterfragt. Aber wenn man sieht, wie frenetisch viele Zuschauer im Innenraum dazu die Tanzbeine schwingen, weiß man: Das passt so.

Danach dann der Moment, in dem viele Taschentücher hervorgekramt werden. Selbst wenn man schon mehrere Konzerte auf dieser Tour erlebt hat: Wie es der Band in Verbindung mit den auf die Leinwände projizierten Fotos von Fletch ohne viel Pathos gelingt, dem schmerzlich vermissten Freund und Bandmitglied mit seinem Lieblingssong „World In My Eyes“ Tribut zu zollen, das kann niemanden kalt lassen.

Es folgen: das kraftvolle „Wrong“, das ewig grandiose „Stripped“, das herrlich rockende „John The Revelator“ und natürlich „Enjoy The Silence“, mit ganz viel Synthiespielereien von Peter Gordeno – der, ebenso wie Christian Eigner übrigens, das sei von einem gelegentlichen Kritiker mal zugegeben – auf dieser Tour einen ausgezeichneten Job macht – und noch mehr Gitarrengezauber von Mr. Martin L. Gore. Schluss.

Foto: Marko Heiroth

Natürlich nicht. Zugabe folgt. „Waiting For The Night“, minimalistisch vorne auf dem Steg als Gahan-Gore-Duett dargeboten, hat sich zu einem weiteren der zahlreichen Höhepunkte dieser Tour entwickelt. Danach gibt es noch die große Hitparade – „Just Can’t Get Enough“ mit voller Achtziger-Dröhnung, „Never Let Me Down Again“ mit dem stets beeindruckenden Getreidefeld aus ca. 140.000 Armen und „Personal Jesus“ als wummernden Abschluss. Danach verbeugt sich ein strahlendes Bühnenquartett. Auch heute hat man wieder das gesamte Konzert über bemerken können, wie gutgelaunt, nahezu gelöst und mit Spaß an der Sache diese Band im Jahr 2023 unterwegs ist. Alle, wirklich alle (behaupten wir einfach mal) werden hier glücklich nach Hause geschickt. Und kommen sicher wieder. Ob schon am Sonntag oder 2024 – denn am Montag, 10:00 Uhr, wird es neue Tourdaten geben!

Die Bildergalerie:

Fotos: Marko Heiroth // www.heiroth.com

Die Fanmeinungen:

„Grandioses Konzert mit gutgelaunter Band vor tanz- und feierwütiger Fangemeinde bei bestem Berliner Sommerwetter!“ – Sabrina aus Bernau

„Was soll ich sagen – Berlin ist und bleibt das Maß aller Dinge … von Der Stimmung her und dem Publikum das wirklich bis jetzt beste Konzert der Tour.“ – Enrico aus Berlin

„In den Oberrängen hatte der Sound etwas von einem gut durchgekochten Porridge, er war teilweise sehr breiig.“ – Martin aus Hannover

„Besonderen Eindruck hat hinterlassen, dass das ganze Stadion bis hinein in die Oberränge gefeiert hat.“ – Rita aus Hannover

„Ein perfekter Gig!“ – Michael aus Bern

Die Setlist:

Intro
My Cosmos Is Mine
Wagging Tongue
Walking In My Shoes
It’s No Good
Sister Of Night
In Your Room
Everything Counts
Precious
My Favourite Stranger
A Question of Lust
Soul With Me
Ghosts Again
I Feel You
A Pain That I’m Used To
World In My Eyes
Wrong
Stripped
John The Revelator
Enjoy The Silence

Encore:

Waiting For The Night
Just Can’t Get Enough
Never Let Me Down Again
Personal Jesus

Thomas Bästlein

Thomas Bästlein schreibt (früher unter dem Spitznamen Addison) seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

56 Kommentare

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  1. DM im Olympiastadion Berlin - so cool ?

    Ich bin seit 1983-1984 DM Fan und die Musik läuft bei mir ständig rauf und runter.
    Die Band hat mich in den vielen Jahren immer musikalisch begleitet und hat mir in schwierigen Zeit die Kraft gegeben weiterzumachen. Das Konzert in Berlin war Klasse, hab auch nix anderes erwartet ?. Leider war der Andy nicht mehr dabei ?. Sehr traurig und ein weiterer wichtiger Teil der Band ist letztes Jahr verloren gegangen.
    Hatte gehofft, dass Alan wieder zurückkommt zu DM, der Soundkünstler, aber bislang leider nicht. Das wär schon echt cool ?

    Hab schon zwei Tickets für nächstes Jahr in Berlin und München und ich kann es kaum erwarten sie wiederzusehen. Das Leben ist zu kurz um es ohne DM zu verbringen.
    DM for ever ?? Enjoy the music, Michelle ?

    • Emoji's

      ah, die Emoji’s werden hier als Fragezeichen angezeigt, das iss auch mal anderes, hehehe. Peace

  2. Tickets eingetütet

    So, Tickets für den 15. und 20.2 sind eingetütet…. freuen uns schon riesig…….. und wenn dann Ende des Jahres noch die Ankündigung kommen sollte…..Waldbühne….. das wäre gigangtisch…. Wir haben Tickets zum Normalpreis bekommen, am 15. zwar nur im Oberrang, dies ist dann zum geniessen und am 20. im Innenraum, da war die Zeit zwischen der Ankündigung und dem VVK-Start wahrscheinlich so gering, dass wir da noch ohne „Platin-Tickets“ zu völlig überteuerten Preisen an unsere gekommen sind…..

    Was ich im übrigen ziemlich Sch… finde, ist, Karten zu kaufen um die dann gleich wieder auf ebay zu verhökern und so jemandem, dessen Mittel vllt. begrenzter sind, die Chance zu nehmen, auf ein Konzert zu gehen. Aber solange die Leute dann eben auch diese erwerben, wird sich daran leider nichts ändern…… Sorry , sind für mich keine Fans… kann jeder halten wie er will, aber diese Karten dürfte keiner kaufen, ich habe nichts dagegen, wenn jemand aus persönlichen Gründen jeder Art sein Ticket abgeben muss, aber dann zum Originalpreis, um andere in den Genuss kommen zu lassen…..

    In diesem Sinne……See You Next Time…

  3. ... Sorry sehr spät

    … Entschuldigung für die späte Veröffentlichung
    Berlin1+2 ist nun Online
    1: https://drive.google.com/drive/folders/1zU1YSLy-D0bcBavBIz6BV12EK8yEVAvS?usp=drive_link
    2: https://drive.google.com/drive/folders/1honu89p5O00t31P27rhyN53BC7VMyKju?usp=drive_link
    die Videos auf meinem YT Kanal folgen
    https://www.youtube.com/@uG.universe/playlists
    Ich hatte wie sicherlich einige von Euch auch, mit der Organisation und Planung der Tour Verlängerung 2024 einiges zu tun.
    Enjoy uG

  4. Warum gibts nix zum 2. Berlin Konzi???? Martin soo geil mit seinem Strangelove..

    • Nein….das war die ganze Zeit falsch verlinkt….hatte ich weiter unten aber irgendwo schon geschrieben…

  5. Überwältigend

    Fasziniert und berührt am Sonntag, 3 Stunden getanzt und ab und zu geschrien. Auch ohne Alkohol und sonstiges war es für mich ein leidenschaftlicher Rausch. Zeitgeist, Glamour, Selbstenthüllung, Einsamkeit, Anbetung….nur Martin habe ich leider nicht nach über 30 Jahren gesprochen. Für mich ist Frontman Dave Gahan ein Geschenk, phänomenal was er künstlerisch leistet. Alle Musiker sind toll !!! Wünsche Ihnen Kraft und Gesundheit, wir sehen uns wieder.

  6. Videoleinwand

    Noch ein Gedanke zu den Videoleinwänden: bei manchen Songs blieben die beiden seitlichen Leinwände viele Sekunden ungenutzt, also lange-lange schwarz… Schade. Sehr schade.
    Zum Inhalt der Videos möchte ich nicht viel sagen, aber wie auch bei den letzten Touren hatten sie mMn entweder keinen Bezug zu den jeweiligen Songs oder boten nur wenig Mehrwert.

    Einige Tage nach den dM-Konzerten in Frankfurt trat dort eine Rock-Band im Stadion auf, bei dessen Konzert auf den beiden Seiten-Leinwänden abwechselnd die Bandmitglieder in Großaufnahme gezeigt wurden, hauptsächlich der Sänger und der Gitarrist, aber auch die beiden Bassisten und hin und wieder auch die Hintergrund-Musiker.
    Die atemberaubende „Handarbeit“ des Gitarristen wurde während des gesamten Konzerts von zwei Kameras durchgehend(!) gefilmt und oft als Close-Up in Großaufnahme gezeigt, sodass man auch aus der entferntesten Ecke des Stadions das famose Gitarrenspiel bestaunen konnte.
    Daves Pirouetten, Martins Gitarrensoli, Peters Synthie-Spiel und Christians Einlagen wären prädestiniert dafür, häufiger oder sogar durchgängig in Großaufnahme auf den Videoleinwänden gezeigt zu werden… Was meint ihr?

  7. Super Konzert!

    Mein erstes DM-Konzert war 1993 und das Konzert in Berlin war -wenn ich richtig gezählt habe- mein 6. DM-Konzert gewesen. An all die Nörgler ( Karten zu teuer, Setlist scheiße, Sicht scheiße, Sound scheiße, Bühne scheiße usw.) gerichtet möchte ich sagen; die Show war fantastisch! Sogar meine Frau als Nicht-DM-Fan hört seitdem nur noch Depeche Mode. Wir haben pro Karte ca. 100 € bezahlt (Innenraum) und man hätte für diese fantastische 135 Minuten Show auch 200 € pro Karte nehmen können. Natürlich ist das viel Geld, aber bei dieser geilen Show wäre es in unseren Augen angemessen gewesen. Die Setlist war sehr gut und der Sound war ebenfalls okay. Gesehen haben wir auch gut. Wie kann ich mir denn Karten kaufen, wo schon vorher von Sichtbehinderungen die Rede ist, und mich dann aufregen, dass ich nichts gesehen habe? Wie schlau ist das denn? Die einzige Kritik, die sich DM gefallen lassen müssen betrifft den Umstand, dass die Bühne mit den Videowänden für eine Stadion-Show zu klein ist. Das mag von der Größe für eine Halle angemessen sein, aber für ein Stadion mit 70000 Menschen hätten sämtliche Videowände mindestens das Doppelte an Größe haben müssen. An dieser Kritik kommen DM nicht vorbei. Das hätte man besser machen können und auch müssen. Aber ansonsten war es ein affengeiles Konzert und ein schöner Abend.

    • Videoleinwand

      Torsten hat so recht, schade, dass die Videoleinwand zu klein war für das Stadion von der Größe her gesehen, das ist das einzige, was ich nicht so toll fand, ansonsten war es absolut super.

  8. Berlin!

    Seit mittlerweile „Jahrzehnten“ komme ich auch so gern zu „DM-Konzerten“ in Berlin, und ich muss sagen, ich genieß es auch seit Jahrzehnten. Ich genieße (außer dem Konzert) auch eine ganz besondere Stimmung, eine Freundlichkeit, ein Zusammen, schon zuvor den ganzen Tag. Ich sitze im Schatten, genieße ein Bier „Unter den Linden“, da laufen junge und „alte“ DM-Fans vorbei, erkennbar an der Kleidung, an der Stimmung, an der Freundlichkeit, und sofort ist ein Zusammen zu spüren. Ich reise immer wieder gerne von Wien nach Berlin, um mit euch gemeinsam DM zu genießen!!!

  9. Danke für Alles!

    Mit der Erfahrung des Berlin-Konzerts: Die Stimmung war schon phenomenal, die Klassiker (Big 8) funktionieren wie geschnitten Brot und gerade bei diesen Titeln war eine Euphorie (auch bei mir) zu spüren, die seinesgleichen sucht. Was @Thomas zur Setlist schreibt ist nicht ganz richtig. Niemand wünscht sich realistisch gesehen B-Seiten oder seltene Album-Tracks. Was bei so einem Versuch passiert, konnte man schon gleich bei „Sister of Night“ beobachten. Ein herrliches Lied, wurde gleich zum Stimmungskiller. Ich habe es gern gehört. Danke DM schon mal dafür, ob sich jetzt alle dafür bedanken, bezweifele ich. Auch zu „A Pain“ hat @Thomas nicht ganz recht. Richtig ist, dass das Stadion bei Beginn des Liedes absolut gefeiert hat. Ausgelöst durch den peitschenden Beat, bin selbst ich kurz mitgegangen. Die Ernüchterung kam als man schon merkte, dass das dieser Remix einfach belanglos ist. Die Leute konnten – und haben das Lied zur Pause genutzt. Hierfür definitiv kein Danke. Stripped, World in my Eyes, auch Wrong waren für mich die Highlights. Leider akzeptiert man den Umstand, dass sich DM komplett von der „Some Great Reward“-Zeit verabschiedet haben. Aus der gesamten Sample-Ära ist nur „Everything Counts“ übrig geblieben. Die ersten Alben werden durch „Just can‘ get Enough“ aber angemessen abgebildet. Starke stadionkompatible Songs sind aber auch komplett raus: „Behind the Wheel“ der 101-Opener und eine „Black Celebration“ ist es auch nicht mehr.
    Klassiker wie „Halo“, „Policy of Truth“, „Flys on the Windscreen“ (Tour of the Universe) werden für so einen Nichtssagenden Remix aufgegeben, verstehe ich einfach nicht. Habe dafür auch noch kein passendes Argument gelesen. Somit bleibt ein großes Danke-Schön für die 35 Jahre ( ja und auch für gestern), aber bei den Preisen war‘s das auch für die Tour, kein Nachschlag im Februar 2024. P.S.: „“Strangelove“ habe ich mir schon gewünscht, ein Extra-Danke an Martin, die Version war schon schön.

  10. MEGA 13.2. und 15.2.2024 MBA BERLIN…ich freu mich so unfassbar! :)

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