Gothic-meets-Klassik-©-Frank-Güthoff

Gothic Meets Klassik hat sich zu einem festen Bestandteil in der Musikszene etabliert.Was als Experiment begann, hat sich zu einem wunderbaren Szene-Event entwickelt. In diesem Jahr feierte das Festival am ersten Novemberwochenende seinen fünften Geburtstag. Beim Blick auf das Line-Up für dieses erste Jubiläum sträubten sich manchen schon ein wenig die Haare. Eine unbekannte Band namens Framheim, Depeche-Mode-Coverband, die neue Gruppierung von Marcus Meyn, Szene-Schönling Sven Friedrich mit Solar Fake und auch solo und Peter Heppner. Na Hallelujah! Und während man ein wenig die bereits aufgetretenen Größen wie VNV Nation, Suicide Commando oder auch Mono Inc. vor dem geistigen Auge noch einmal vor sich sah und sich langsam in den Konzertmodus begab, musste man noch vor dem ersten Ton anerkennen, dass es sich um eine wirklich spezielle Mischung an Künstlern handeln würde, die dort auftreten würden (Josie Leopold)

Am Freitag trafen sich Kenner der Gothic-Szene passend gekleidet im Haus Auensee , um sich selbst und die Musik zu feiern. Framheim eröffneten den Abend und deren Lichttechniker gab alles, um das Trio in das rechte Licht zu rücken. Stimmlich bezaubernd, von der Bühnenpräsenz noch ausbaufähig, eröffneten die Leipziger das Festivalwochenende. (Leobeth)

Auch die Jungs von Forced To Mode enterten leicht aufgeregt wie ihre Vorgänger die Bühne, verzückten mit perfekter Depeche-Mode-1993-Optik und verblüffeten mit unglaublicher Stimmähnlichkeit mit Sänger Dave Gahan. Wer bisher an den Künsten der Band gezweifelt hatte wurde hier eines Besseren belehrt. Party bis in die letzten Reihen und fast schon besser als die letzten Auftritte der Basildoner selbst. (Josie Leopold)

Nach einer kurzen Umbaupause folgten M.I.N.E. Ein gut gelaunter Marcus Meyn betrat die Bühne. Lieferte gute Laune machenden Synthiepop und wurde vom Licht teilweise so erleuchtet, dass man seine Tanzbewegungen nur noch erahnen konnte. Im Gegensatz zum Auftritt in Hameln wurde an diesem Abend auf eine größere Auswahl an Camouflage-Stücken verzichtet. Schade, es schien so als hätte sich ein großer Teil des Publikums darauf gefreut.

Während sich die Fans der Band Solar Fake in Richtung Bühne drängten und von anderen Gästen mit einem müden Lächeln bedacht wurden, wurde es Zeit für ein Kaltgetränk und etwas Austausch zum bisher gesehenen. Einhellige Meinung: Da geht noch was! Die Gespräche mussten dann aber rasch ein Ende finden, denn mit lautem Kreischen begrüssten (vor allem weibliche Fans) das Duo Solar Fake. Die Stimme von Sven Friedrich begeisterte. Der Keyboarder bot eine seinem Narzissmus entsprechende Show mit fast von den Lende gleitender Hose und freiem Bauch. Seine rhythmischen, körperbetonten Bewegungen solten wohl auf seine (vielleicht) Musikalität hinweisen. Jedoch umfasst sein Bewegungsvokabular nicht viele Nuancen und wirkt auf Dauer ein wenig langweilig. Es gab am Freitag im Auensee viele Fans, denen all das ausreichte, um den Tanzboden beben zu lassen. Das lag aber vielleicht auch daran, weil Sänger Sven Friedrich darauf hinwies, dass Tanzen am darauffolgenden Tag im Gewandhaus nicht mehr möglich wäre. (Leobeth)

Den ersten Konzertabend mit elektronischen Klängen beendete Peter Hepper, der Solostückchen und natürlich auch Wolfsheim-Hits zum Besten gab. Ein wenig schien das Publikum in seinem Gesang zu versinken (oder war zu erschöpft von den Tanzeinlagen bei Solar Fake). Herr Heppner jedenfalls zog mit seiner bezaubernden Stimme „sein Ding“ durch, schaute hin und wieder auf seinen Notenständer und die Texte und ließ in fremde Welten abtauchen. Ein würdiger Abschluss für den ersten und elektronischen Fesivaltag, der durchaus Lust auf den Klassikteil im Gewandhaus am darauffolgenden Tag machte. (Josie Leopold)

Die wundervolle Galerie wurde von Störbild erstellt, dem ihr auf Facebook gern einen Daumen nach oben geben könnt.
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Letzte Aktualisierung: 22.11.2016 (c) depechemode.de

 Josie Leopold
Ich bin die kleine Schnatterschnute vom Dienst: bunt, glitzernd, voller verrückter Ideen. Wenn ich nicht gerade Interviews führe, Beiträge verfasse oder versuche Wordpress davon zu überzeugen doch bitte nett mit mir zu sein, versuche ich die Welt ein bisschen besser und bunter zu machen.

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Kommentare

  1. Esther
    4
    24.11.2016 - 18:51 Uhr

    Man muss ja weder Band noch Musik eines Konzertes, über das man berichtet, mögen. Aber dann darf man doch trotzdem ein wenig Inhalt in dieses Geschreibsel packen. Als jemand, der vor Ort war, wundere ich mich ja, wie man so wenig und derart voreingenommen schreiben kann. Schade eigentlich, da dieses wirklich herausragende Event so nicht die Wertschätzung bekommt, die es verdient hätte…

    • JuLE
      4.1
      25.11.2016 - 17:34 Uhr

      ….ganz deiner Meinung !!!!!!

  2. Mike
    3
    24.11.2016 - 17:25 Uhr

    "Dunkle" Szene meets Klassik! :-)

    Naja, das „Gothic“bei meet´s Klassik ist ja wirklich bissl fehl am Platz. Aber gibt es so viele echte Gothic Acts um jedes Jahr zu überraschen? Seisdrum, in dem Falle ist wohl die Szene ansich gemeint, was Gothic, Synthiepop, Electro, EBM, Rock vereint. Und wirklich wichtig ist,daß es so herrlich friedlich zugeht. Ich fand es gut. Soll ruhig auch weiterhin solch ein breites Spectrum an Musikstilen der „dunklen“ Szene abdecken. Da bin ich gespannt, was nächstes Jahr dabei ist!

  3. 24.11.2016 - 16:36 Uhr

    War dieses Jahr eher Electropop meets Klassik ;)

  4. Robert S.
    1
    23.11.2016 - 20:32 Uhr

    Wie definiert man denn heutzutage den Begriff „Gothic“?
    Hätte bei den genannten Künstlern auch „Hardrock meets Klassik“ genannt werden können. Passt mindestens genauso gut.
    Nächstes mal die alten Gothic-Ikonen von Erasure, Alphaville und dazu zwei Ärzte Coverbands?

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