Freitagabend

TV-Tipp: ARTE zeigt „SPIRITS in the Forest“

Depeche Mode live in Berlin
Foto: 2019 Venusnote Ltd., under exclusive license to Sony Music Entertainment

Es ist soweit: Der Kultursender ARTE zeigt am Freitagabend den Konzertfilm „SPIRITS in the Forest“ als Erstausstrahlung im deutschen Free-TV.

Erleben könnt ihr die Premiere am 24. Januar um 23:50 Uhr. Zuvor strahlt ARTE noch den legendären Konzertfilm „101“ aus (um 21:50 Uhr). Danach bekommt ihr Anton Corbijns Dokumentarfilm über über die emotionalen Geschichten von sechs Depeche-Mode-Fans zu sehen, die sich schließlich in Berlin zu den beiden Abschlusskonzerten der „Global Spirit Tour“ treffen. Natürlich werden im rund 80-minütigen Film auch einige begeisternde Live-Aufnahmen zu sehen sein.

Wer „SPIRITS in the Forest“ verpassen sollte: Am 19. Februar 2020 wird der Film um 5 Uhr morgens wiederholt

Übrigens: Die Free-TV-Premiere fällt auf den gleichen Tag wie die Veröffentlichung der Mode-Box.

UPDATE: „SPIRITS in the Forest“ ist auch in der ARTE-Mediathek verfügbar.

Letzte Aktualisierung: 26.1.2020 (c)

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

106
Kommentare

  1. Frank H.
    28.1.2020 - 18:13 Uhr
    35

    zum Film ............

    Ich fand den Film und um diesen geht es hier ja hauptsächlich , nicht schlecht. Sicher nicht das Highlight das in Erinnerung bleibt aber interessant.
    Sollten die Konzertaufnahmen noch erscheinen (würde aufgrund des Aufwandes auch Sinn machen )wird es auch hier Interessenten geben die kaufen und schauen.
    Also geduldig und demütig warten ………………….
    Bis dahin gibt es ja genug Material das man rauf und runter hören und sehen kann !
    Seid freundlich zueinander…………..DM verbindet !

  2. Blackmode
    26.1.2020 - 19:25 Uhr
    34

    Hab mir beide Filme angesehen und auf mich wirken lassen. Was direkt auffiel,Stichwort Alan,: er wurde oft beim Spielen am Synth/Sampler gezeigt (direkt die Finger!), und das mit Freude und Herzblut! Das hat den Sound der Songs auf 101 ausgemacht.
    Bei „Spirits in the Forest“ weiß Keiner so genau, was live gespielt wurde, oder vom Band läuft. Szenen vom Fingerspiel am Synth…kaum bis garnicht. Ok, Martin mal bei „Just can`t get enough“. Aber sonst? Fletch kriegt kein Livespiel hin. Martin, auch nicht vergleichbar mit einem Alan. Seine Gitarrenriffs sind ok und gehören ja auch irgendwie dazu und es sieht gut auf der Bühne aus. Gordeno, geht auch irgendwie trostlos unter. Und Eigner, zertrommelt alle Songs als gäbs kein Morgen ùnd versucht damit, von fehlenden elektronischen Sounds abzulenken.
    Fazit: 101 ist um Längen sympathischer,weil authentischer und mehr DM!

    • Elysium ?
      26.1.2020 - 22:22 Uhr
      34.1

      Fazit: 101 ist um Längen sympathischer,weil authentischer und mehr DM!

      So sehe ich das auch, bei Gordeno krieg ich schon rein optisch das Grauen, der passt nicht wirklich dazu und Eigner sieht man ja hinter seinem Drumset versteckt nicht so arg, dafür macht er sich um so mehr mit seinem Getrommel nervig bemerkbar.

      • DM86-12
        30.1.2020 - 12:11 Uhr

        Ich behaupte

        mal einfach, dass heute deutlich mehr „live“ gespielt wird als früher. Es gibt interessante videos zu dem Thema, was Fletch live spielt. Grundsätzlich bringt mich die Diskussion nicht weiter, denn ich fand die performance von 86 bis 94, die ich live erlebt habe klasse und besonders. Heute finde ich es anders, aber auch gut. Martin spielt deutlich mehr gitarre, was bestimmten songs sehr gut tut.

  3. taro
    26.1.2020 - 10:33 Uhr
    33

    Film, Musik allgemein und Live sound

    Ich fand den Film gut. Er spiegelt das wieder, was DM den Menschen die ihre Musik hören wichtig ist. Mir war es etwas zuviel Tragik der Protagonisten. Da hätte ich mir etwas mehr ,,Durchschnitt“ gewünscht. Aber vielleicht ist das die Realität. Ich persönlich habe DM auch ohne Schicksalsschläge gehört und fand es toll.

    Zur Musik – DM waren immer umstritten – auch bei den Fans. BC war gegenüber den Vorgängern zu ruhig, mftm zu kommerziell – da waren sogar die Konzerte nicht ausverkauft. Das einzige Album, welches bei Erscheinen wohl unumstritten war, war Violator. Sofad war für die Elektrofraktion schwierig etc. Aber mit Sofad hat mein damaliger Freundeskreis (Metallica, Pearl jam Fans etc) condemnation gehört und war komplett begeistert. Der Blues begann meiner Meinung nach schon sehr früh – irgendeine B-seite von love in itself. Ich selbst habe aus jeder Phase Lieblingslieder – einer meiner topten ist peace welches hier im Forum sehr zerrissen wurde. Eines meiner lieblingsalben ist Exciter. Wobei aus meiner Sicht die Teeniezeit am prägendsten und emotionalsten ist und je nachdem wann man geboren ist hat man einen anderen Zugang zu DM.
    Live:
    Das in der Tat schwierig – Konzerte weiterhin geil wenn ich dort bin. Aber der kristallklare livesound ist weg – das tut echt weh. Die Versionen wirken manchmal etwas liebloser. Was mich aber wirklich stört ist das zertrommeln.Da wäre weniger manchmal mehr.

    • Elysium ?
      26.1.2020 - 11:58 Uhr
      33.1

      Einer meiner topten ist peace welches hier im Forum sehr zerrissen wurde. Eines meiner lieblingsalben ist Exciter.

      Du hast einen seltsamen Musikgeschmack ?
      Aber jeder so wie er es mag…

      • Violation 2020
        26.1.2020 - 12:31 Uhr

        Mein Problem mit Peace ist – abgesehen von der furchtbar aufdringlichen Wirkung ? – der Clip. Wenn ich mich richtig entsinne, trat die Band darin nur einmal ganz kurz am Rande in Erscheinung, genau wie bei wrong. Gut, dass Depeche Mode seit Delta Machine wieder die Hauptakteure in den Clips sind.

      • taro
        28.1.2020 - 7:36 Uhr

        das mit dem seltsamen Musikgeschmack kommt hin…
        … wobei ich das bei Peace eher verstehen kann als bei exciter – klar; Exciter ist ruhiger und eher akustisch. Hat aber einen roten Faden und gute Songs. Ich fand auch, dass sie live dort gut harmonisieren.
        Seitdem fehlt mir bei den Alben irgendwie das Konzept – schwankt immer etwas zwischen experimental und ich mach was elektronisches für die alten Fans….und der Songaufbau sollte nicht zu kommerziell sein…

    • Elysium ?
      26.1.2020 - 12:37 Uhr
      33.2

      @Violation 2020 beim Peace Video ist die Band nur kurz als Plakat an einer Hauswand zu sehen, noch weniger ginge fast nicht. https://www.youtube.com/watch?v=UBzViBgFwBA

      Ein seltsames Video und nicht gerade gelungen (wie auch das Musikstück).

      • Violation 2020
        26.1.2020 - 13:55 Uhr

        Noch weniger wäre ein Depeche-Mode-Videoclip ohne Depeche Mode. Am besten nimmt man dann noch die Musik raus, damit auch bloß nicht zuviel Depeche Mode in diesem Depeche-Mode-Clip vorkommt… ;-)

    • Elysium ?
      26.1.2020 - 16:41 Uhr
      33.3

      Zitat: Noch weniger wäre ein Depeche-Mode-Videoclip ohne Depeche Mode.

      Auch das gab es, ist sogar aus dem selben Zeitraum wie Peace, bei Hole To Feed war die Band gar nicht mehr zu sehen. Dafür ordinär rumzüngelnde Schauspieler, eine seltsame Band in seltsamer Kulisse. https://vimeo.com/91961096 ?

      • Violation 2020
        26.1.2020 - 16:54 Uhr

        Hole To Feed

        Ich habe den Videoclip zu Hole To Feed schon verdrängt, danke dass Du mir nochmal zeigst warum… :D. Im Ernst, als ich ihn das erste Mal sah habe ich mich ernsthaft gefragt, was das soll.

  4. Elysium ?
    26.1.2020 - 0:41 Uhr
    32

    @Violation 2020, Depeche Mode haben in ihrem vierzigjährigem bestehen einen Status erarbeitet wie andere große Bands oder Künstler (Rolling Stones, Elton John, U2, David Bowie, Madonna usw.) wo die aktuellen Alben oder gar Hitsingles nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, wann zb. hatten die Stones oder U2 noch einen Hit?

    Wikipedia: Nach wie vor sind die Liveauftritte der Musiker (U2) auch ohne neue Hits ungemein erfolgreich: Nach einer Recherche der New York Times vom November 2018, in der die erfolgreichsten internationalen Musiker aufgrund ihrer durchschnittlichen Einnahmen pro Konzert verglichen wurden, liegt U2 weltweit auf Platz 4. Mit einem Durchschnitts-Ticketpreis von rund 137,70 US-Dollar erwirtschaftet die Band etwa 5.009.545 US-Dollar pro Konzertauftritt.

    Und bei DM ist´s genauso, man hat ne große Fanbase, man weiß das vieles verziehen wird musikalisch, man kriegt mühelos die Konzertsäle und Fußballarenen voll, alles was dagegenspricht irgendwas an ihrem aktuellen Konzept oder Sound zu ändern. Trotzdem regt sich Kritik, sei es hier, Alben/Singles Bewertungen bei Amazon oder zb. Vaughn George ein britischer Musiker/Produzent und YouTuber der vieles was ich hier geschrieben habe ähnlich sieht oder umgedreht.

    Ich bin was das Kaufverhalten betrifft zurückhaltender geworden, keine Singles oder Maxi-Singles mehr mit öden Technostampf Remixen. Konzert mässig war ich Live das letzte mal auf der Tour Of The Universe dabei 2009/2010 und da hat mir der Sound schon nicht mehr gefallen, Eigners Getrommel mich genervt, Daves gepresster Gesangsstil meine Ohren geplagt und wen ich mir Spirit in the Forest so anschaue ich glaube die Tour DVD spare ich mir auch, ist halt längst nimmer alles Gold das da glänzt oder wie @R Tour schrieb: Als Fan, oder verzeiht man viel, ein schlechtes Konzert, ein schlechtes Album etc., aber Fakt ist auch, die letzten eher durchschnittlichen Alben und 15 Jahre ohne wirklichen Hit haben schon Ihre Spuren hinterlassen und die Liebe etwas abkühlen lassen.

    Wen es so weitergeht krieg ich glatt noch Frostbeulen. ??

    • Violation 2020
      26.1.2020 - 1:50 Uhr
      32.1

      Ich glaube, Depeche Mode könnten sogar ganz auf neues Material verzichten. Sagen wir mal, die Band macht eine Best-Of-Tour. Die Karten würden auch dann ratzfatz weggehen.

      Zitat: „Trotzdem regt sich Kritik, sei es hier, Alben/Singles Bewertungen bei Amazon oder zb. Vaughn George ein britischer Musiker/Produzent und YouTuber der vieles was ich hier geschrieben habe ähnlich sieht oder umgedreht.“

      Das ist auch gut so. Nun wird die Band es nie allen recht machen können. Ich denke, das wird mir immer klarer, dass wir es mit einem neuen Depeche Mode zu tun haben. Es gab eine Übergangszeit, die ging sagen wir mal bis 2005/2006 wo Depeche Mode anfingen verstärkt mit Verzerrern usw. zu arbeiten, dann kam der Deltablues dazu usw… Und mit dem neuen Depeche Mode kam auch eine neue Fanbase, die ein wenig anders tickt als die „alte“.

      Ich glaube gerne, dass das Fans der ersten Stunde alles eher befremdlich klingt. Das kann ich nicht so gut beurteilen, weil ich die Konzerte in den 80ern nicht besucht habe. Ich kann das nur ansatzweise nachempfinden.

      Hach naja, es gibt soviel, was man kritisieren könnte… Zum Beispiel dass die Band ständig bei Promo-Auftritten mit Playback gespielt hat oder seit neuerer Zeit massenweise Remixe produziert werden oder oder oder. Da picke ich mir lieber die Rosinen raus und preise das, was ich gut finde. Trotz Eigners Getrommel hatte ich bei den Konzerten trotzdem immer schöne Stunden und viel Spaß und freue mich schon auf ein Wiedersehen. ;-)

      • Elysium ?
        26.1.2020 - 8:55 Uhr

        Zitat: Ich glaube, Depeche Mode könnten sogar ganz auf neues Material verzichten. Die Karten würden auch dann ratzfatz weggehen.

        Absolut, das funktioniert ja zum Beispiel bei Kraftwerk sehr gut, die gehen auch immer wieder auf Tour ohne aktuelles Material, ein neues Album zu haben, und die Karten sind auch immer schnell weg.

        Zitat: Nun wird die Band es nie allen recht machen können.

        Das will ich auch nicht, eine Band sollte ihr Ding machen auch wen vielleicht einige Fans vor den Kopf gestoßen werden, nur wie gesagt ich bin wiederum weit davon entfernt alles über den grünen Klee zu loben nur weil ein bekannter großer Namen auf dem Platten oder CD-Cover klebt, so nach dem Motto ich bin Fan also muss ich alles gut finden.

        Es gab auch schon andere Künstler oder Bands die ich am Anfang mochte, die sich später auch verändert haben und anders klangen zb. Camouflage die deutschen Depeche Mode, deren erstes Album 1988 Voices & Images voll der Synthiepop im damaligen Depeche Mode Stil (bekanntester Hit – The Great Commandment) damit schafften sie es in den USA sogar auf auf Platz 1 der Billboard Dance Music/Club Play Singles.

        Beim zweiten Album (1989 Methods of Silence) aber gab es schon einen Stilwechsel, weg von der reinen Elektronik hin zu natürlichen Instrumenten, echten Drums usw. , es gab noch einen weiteren bekannten Hit – Love Is a Shield der aber schon musikalisch schwächer war.

        Und dann der mit dem Vorgängeralbum eingeleitete Trend weg von rein elektronischen Klängen hin zu richtigen Instrumenten wie E-Gitarre und Schlagzeug wurde noch weiter fortgeführt. Die Vorabsingle Heaven (I Want You) vom Album Meanwhile 1991 war allerdings kommerzieller weniger erfolgreich als frühere Veröffentlichungen; sie erreichte lediglich Platz 57 der deutschen Single-Hitparade.

        Das heißt eine Band wie Camouflage die zu schnell begann musikalische Veränderungen einzuführen das wurde dann auch nicht goutieren, die Fans sprangen ab, die Plattenfirma löste zu dem Zeitpunkt oder kurz danach den Plattenvertrag auf und die Band war dann erst mal weg vom Fenster.

        Später dann gab es mit Bodega Bohemia 1993 ein neues Camouflage-Album mit dem die Gruppe zu ihren elektronischen Wurzeln zurückkehrte, aber da war die Fanbase schon weggebrochen, man hatte es sich versaut und die Band würde heute vermutlich anders da stehen wen man nicht gleich ab dem zweiten Album sich so verändert hätte.

        Was ich damit sagen will, eine große Band mit bekanntem Namen wie DM kann sich mehr erlauben, die Fans gehen mit (nicht alle) als eine kleine Band die gleich am Anfang sich musikalisch verändert.

      • Violation 2020
        26.1.2020 - 11:09 Uhr

        Interessant, das wusste ich noch gar nicht. Ich dachte immer, Camouflage wären so schnell weggewesen, gerade weil sie als deutscher DM-Abklatsch galten. Das höre ich immer wieder in meinem Umfeld. Camouflage… Ich muss das Wort nur sagen, schon kommt verächtliches Schnauben. Schön, was man alles noch lernen kann. :)

        Wobei ich glaube, dass Depeche Mode ein Lied wie „The great commandment“ so nicht rausgehauen hätten. Das passt für mir irgendwo in die Ecke „A-Ha meets Pet Shop Boys“ oder so.

        „Was ich damit sagen will, eine große Band mit bekanntem Namen wie DM kann sich mehr erlauben, die Fans gehen mit (nicht alle) als eine kleine Band die gleich am Anfang sich musikalisch verändert.“

        Absolut, Depeche Mode haben sich ja schon längst etabliert. Wären die schon 1986/87 mit einem Album wie SOFAD angekommen, wäre DM wohl schnell daran gescheitert und hätten nicht diesen Kultstatus erreicht, bzw. er wäre schnell verpufft.

    • Elysium ?
      26.1.2020 - 11:31 Uhr
      32.2

      Zitat. Camouflage wären so schnell weggewesen, gerade weil sie als deutscher DM-Abklatsch galten.

      Nö das war damals nicht das Problem sondern wie gesagt schon ab dem zweiten Album die sich abzeichneten Veränderungen die damals von den Fans nicht gutgeheißen wurden, ich kann mich noch gut an die Diskussion mit Kumpels, Bekannten aus der Szene erinnern die schnell das Interesse verloren an deren neue Musikrichtung, weg von rein elektronischen Klängen hin zu richtigen Instrumenten wie E-Gitarre und Schlagzeug.

      Damit klang dann halt deren Musik wie die von Millionen anderer 08/15 Poprock Bands mit klassischer Besetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug, Gesang. Ein Jean-Michel Jarre würde auch völlig anders klingen würde er seine Musik Live mit einer normalen Band Gitarre, Bass, Schlagzeug vorführen anstatt stapelweise Synthesizer. ?

      Zitat: Meyn und Maile setzten die Band-Arbeit in Zweier-Besetzung fort und produzierten im Jahre 1991 das dritte Album „Bodega Bohemia“. Sowohl das Album als auch die daraus ausgekoppelten Singles konnten an die Erfolge der vorherigen Produktionen nicht anknüpfen. Der kommerzielle Erfolg blieb aus, und nach dem vierten Album „Bodega Bohemia“ im Jahre 1993 lief auch der Plattenvertrag mit der Metronome aus. Mit neuer Plattenfirma (BMG / Ariola) kehrten CAMOUFLAGE im Jahre 1995 mit dem Album „Spice Crackers“ zurück. Leider verkaufte sich auch dieses Album nicht sehr gut und auch medial gesehen war die Band nur noch selten zu sehen. Marcus Meyn und Heiko Maile beschlossen, eine Pause einzulegen und die Arbeit mit ihrer Band CAMOUFLAGE ab 1995 ruhen zu lassen.

      http://www.deutsche-mugge.de/index.php/portraits/2708-camouflage.html

    • Elysium ?
      26.1.2020 - 11:47 Uhr
      32.3

      Beziehungsweise hier in einem Interview wird auch deutlich warum Camouflage nach ihrem Anfangserfolg wieder in der Versenkung verschwand.

      Ihr habt dann mit „Meanwhile“ (1991), „Bodega Bohemia“ (1993) und „Spice Crackers“ (1995) drei Alben veröffentlicht, die alle nicht mehr an die Erfolge der beiden ersten Platten anschließen konnten. Woran glaubst Du, hat das gelegen?

      Also es hat mit Sicherheit auch an der Beratungsresistenz unsererseits gelegen, weil wir natürlich auch sehr erfolgsverwöhnt waren. Wir haben gedacht, dass wenn man zwei so unterschiedliche Alben wie „Voices and Images“ und „Methods Of Silence“ veröffentlichen kann, es auch möglich sein müsste, dass man wieder in eine andere Richtung geht, nämlich in so eine Live-Band-Ecke.

      Diese Idee war geprägt durch unsere erste Tournee, die mit Live-Band gespielt wurde. Und wir dachten, dass sowas doch auch auf Platte erfolgreich sein müsste. Unsere damalige Managerin hat das ganz kritisch gesehen und gesagt, „Ne, Du singst da so verkrampft. Das gefällt mir nicht und ich glaube auch nicht, dass das gut ist, was Ihr da macht!“ Die Amis haben das dann genauso gesehen, die waren damit auch nicht zufrieden. ?

      Und wir sind dann einfach mit dem Kopf durch die Wand. Wir haben gesagt, „Wir wollen das so, wir glauben an die Nummern“, haben das Album dann so aufgenommen, aber im Studio schon propagiert, dass wir als nächstes Album wieder ein richtiges Synthie-Album machen wollten. Das war dann 1993 „Bodega Bohemia“. Aber da waren die Fans schon weg… Da hatten wir selber Schuld. ??

      Macht man sich in einer solchen Situation besonders Gedanken? Irgendwo müssen die Plattenkäufer von früher ja geblieben sein und nur mit einem schlechten Album kann man die Fans ja nicht so vergraulen… Mein Standpunkt dazu doch das kann man, gerade eine Band die erst am Anfang steht, man stelle sich vor Depeche Mode hätte direkt nach Speak&Spell auf Synthesizer, Drumcomputer verzichtet und mit normalen Musikinstrumenten weitergemacht Gitarren, Bass, Schlagzeug. ??

      • Violation 2020
        26.1.2020 - 12:04 Uhr

        Danke für den Link.

        Zitat: „Mein Standpunkt dazu doch das kann man, gerade eine Band die erst am Anfang steht, man stelle sich vor Depeche Mode hätte direkt nach Speak&Spell auf Synthesizer, Drumcomputer verzichtet und mit normalen Musikinstrumenten weitergemacht Gitarren, Bass, Schlagzeug. ??“

        Naja, vielleicht wäre aus Depeche Mode aber auch eine Band wie Joy Division geworden, die ja vor dem Tod von Ian Curtis auch eher akustisch unterwegs waren. Denn ändern musste die Band so oder so etwas. Depeche Mode konnte auf keinen Fall mit klebrigem Teenager Bubblegum-Pop weitermachen. Noch 2 Alben dieser Art und die Band wäre spätestens 1986 verschwunden.

    • Elysium ?
      26.1.2020 - 12:48 Uhr
      32.4

      @Violation 2020 die grundsätzliche Ausrichtung hat man erst mal nicht verlassen, klar man wurde im Sound düsterer nach Vince Clarkes Weggang, ab 1983 kam dann die Sampling Technik dazu durch Instrumente wie E-mu Emulator 1 und 2, Synclavier usw. ob sie bei Verwendung von Gitarre, Bass, Schlagzeug in Richtung Joy Division gewandert wären, weiß ich nicht. Vielleicht hätten sie dann zu normal wie andere Poprock Bands geklungen und mich nicht dann auch mehr interessiert.

  5. Violation 2020
    25.1.2020 - 23:56 Uhr
    31

    @Elysium

    Zitat: „Und zu @Violation 2020 das mit dem froh sein ist immer so eine Sache, bin ich froh wenn zum Beispiel mein Lieblingsrestaurant von der Küche immer schlechter, das Essen immer Fader und Geschmacksloser wird, der Koch die Suppe versalzt?“

    So gesehen hast Du Recht, was das Restaurant betrifft. Auf Depeche Mode trifft das Beispiel aber meines Erachtens nicht ganz zu.

    Wenn ein Restaurant immer schlechter wird, merkst nicht nur Du das, sondern auch andere Gäste. Die Folge: Es häufen sich Beschwerden. Entweder reagiert der Betreiber und stellt einen neuen Koch ein oder er geht mit seinem Laden unter, weil die Gäste nicht mehr kommen. Letztlich wird er sich für erstere Option entscheiden müssen, da das Restaurant seinen Lebensunterhalt sichert.

    Das ist bei Depeche Mode nicht (mehr) so. Denn a) haben die Jungs sicherlich genug Kohle, mit der sie in ihrem Leben nicht mehr auch nur eine Minute noch arbeiten müssen und b) sind die Stadien und Konzerthallen voll. Rein wirtschaftlich sind die Tourneen ein voller Erfolg. Wenn einzelne Fans nicht mehr zu den Konzerten gehen oder von Depeche Mode enttäuscht sind, gleichzeitig aber zig Millionen erwirtschaftet werden, dürfte das den Jungs und allen, die daran sonst noch so verdienen, ziemlich latte sein.

    Es dürfte unseren Lieblingen nur noch um musikalische Verwirklichung gehen. Wenn sie es irgendwann mal satt haben und sagen „Wisst ihr was, ihr könnt uns jetzt mal!“, könnte man es ihnen noch nicht mal verübeln.

    Ja, auch ich würde mir ein neues Album mit Alan’s Mitarbeit wünschen. Aber es ist nicht unsere Entscheidung. Entweder nimmt man mit dem Vorlieb, was einem geboten wird (und das ist ja nun wirklich nicht schlecht) oder man ist so konsequent und kauft sich keine Alben, Konzertkarten usw. mehr.

    Außerdem: Hut ab vor der Leistung. Nicht jeder im Alter von fast Ende 50 ist in der Lage, mindestens jeden 2. Abend auf der Bühne eine gute Show hinzulegen.

    • Violation 2020
      26.1.2020 - 0:03 Uhr
      31.1

      Hoppala, der Kommentar sollte im Kommentarstrang auftauchen… Naja. :)