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Neue E.P.

Martin Gore veröffentlicht „The Third Chimpanzee“

Endlich gibt es Neues aus dem Hause Depeche Mode zu hören: Martin Gore hat am Freitag seine neue E.P. „The Third Chimpanzee“ veröffentlicht!

Es ist Martins erstes Soloalbum seit fünf Jahren. Wie auf dem Vorgänger „MG“ hat der Mastermind von Depeche Mode in seinem Studio in Santa Barbara erneut ausschließlich Instrumentaltracks aufgenommen. Martins „Electric Ladyboy Studio“ beeindruckt durch eine beachtliche Ansammlung von Modular-Synthesizer. Deshalb wird es niemanden verwundern, dass „The Third Chimpanzee“ durch und durch ein elektronisches Werk geworden ist.

The Third Chimpanzee

Martin Gore - The Third Chimpanzee E.P.
Foto: Mute

Trackliste

01. Howler
02. Mandrill
03. Capuchin
04. Vervet
05. Howler’s End
Die E.P. erscheint digital, auf CD sowie im azurblauen Vinyl.

Die Idee zum Albumtitel kam Gore bei der Arbeit am Opener „Howler“. Der Sänger synthetisierte seine Stimme solange, bis sie wie der Schrei eines Affen klang. Das brachte Martin auf Roman „The Rise and Fall of the Third Chimpanzee“ von Jared Diamond. Gore benannte auch die übrigen Tracks der E.P. nach Affenarten und ließ schließlich selbst das Artwork von einem Primaten gestalten: Pockets Warhol ist der Künstlername des Affenartisten und könnt ihn auf  Instagram folgen.

Während Martin den Track „Howler“ noch vor der Corona-Pandemie schrieb, entstanden die restlichen Stücke während des Lockdowns. Täglich verbringt er – bis auf die Wochenenden- fünf bis sechs Stunden im seinem Heimstudio, um an neuen Ideen zu basteln. Dabei soll auch neues Material für Depeche Mode entstanden sein…

Sven Plaggemeier
Von Sven Plaggemeier

Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

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96 Kommentare

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  1. Die EP ist eben mal nicht auf den Massengeschmack ausgerichtet sondern bietet Feinschmeckern atmosphärische Klangwelten abseits typischer Pophits. Wie man aus manchen Kommentaren lesen kann gefällt das nicht jedem. Die einfach strukturierten Melodien durchbrechen dabei nur selten das düstere Klangemälde. Genau das macht die vier Tracks (Nummer 5 ist ja kein wirklich eigenständiger Song) reizvoll. Hier kann sich jemand austoben ohne die Erwartungshaltung einer Band wie Depeche Mode erfüllen zu müssen. Ich würde mir wünschen auch bei DM würde noch einmal der Mut zu etwas weniger 0815 im Vordergrund stehen

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    • Die EP dürfte sich jetzt schon zum grössten Flop der Musikgeschichte entwickeln. Bewertung: TOTAL BESCHISSEN. Mit Wilder wäre dies 100000 Mal besser geworden

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    • @Dirk

      Den letzten Satz kann ich nur unterstreichen. Es wird aber leider Wunschdenken bleiben.

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    • @ Dirk

      Den letzten Satz kann ich nur unterstreichen. Es wird aber Wunschdenken bleiben.

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  2. Ich liebe dieses Album mit seinem Affensound.Es ist wie im Urwald bei Tarzan und seiner Jane.Die Geräusche vereinen Alt und Neufans.Diese Affengeräusche spiegeln das Bild jedes Einzelnen wieder.Martin Gore, den ich seit 1981 kenne, hat sich wieder einmal selbst übertroffen und sollte auch Depeche Mode Alben produzieren.Er könnte Dave als Frontman ablösen, denn er ist der heimliche Frontmann.Ich hoffe das es noch viele Singleauskopplungen aus dem neuen Album von Martin Gore geben wird.Die Soundeffekte gehen wie schwebende Funken durch die Ohren.Noch besser als VCMG.Es lohnt sich beim Anhören des Albums die Augen zuzuhalten und dabei zu tanzen wie ein Affe.Es macht regelrecht Spass danach schwindlig zu sein.Ich finde es ist kein Hype sondern ein Feuerwerk der elektronischen Musik.Viele verstehen nicht den Unterschied zu den Affen.Wem es noch nicht aufgefallen ist…Martin Gore singt nicht selbst auf seinem Album.
    Gruss Raimund

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  3. … Kommentarfunktion noch „schwieriger“ als die Alte. Da musste mann unten anfangen und dann zum Hauptpost gehen um dann wieder nach unten weiterzulesen. Aber ohne die Nummerierungen weiß ich nun überhaupt nicht mehr wer hier was auf wen geantwortet hat. Kann mir das bitte jemend mal erklären?

    Ach ja: Ich finde es schön, daß Martin sein Hobby auslebt. Das gönne ich Ihm von Herzen. Aber dass er irgendwas Wichtiges damit sagen wollte? Echt jetzt?
    Darüber lacht er sich bestimmt genauso scheckig wie über die Albumtitel „Music for the Masses“ und „Violator“. Und ich werde bestimmt keinem farbeverkleckerndem Affen auf Instagram folgen. Der würde sich, wenn er könnte, darüber auch köstlich amüsieren. Außerdem hab ich ja auch kein Instagram. Gott sei Dank!

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    • „Aber dass er irgendwas Wichtiges damit sagen wollte? Echt jetzt?“

      Ja, echt jetzt. Mit ein wenig künstlerischem Zugang und Feinsinn kann man darin eine Message sehen.

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      • Dann fehlt es mir wohl an beidem. Zumindest für diese Platte. Aber ich glaube mich zu erinnern, dass es mal eine Geschichte gab, in der die feinsinnige Kunstszene von einem unbekannten Künstler schwärmte und sich dann rausstellte, dass es ein Orang Utan war, der da die Leinwände beschmiert hatte. Da wurden auch die feinsinnigsten Dinge rein interpretiert. Denk mal drüber nach…

  4. Also vom Sound her bin ich erstmal hin und weg. Bei Capuchin überkommt mich das Gefühl, dass da der Martin heimlich doch mit Alan gefüßelt hat, oder sie zumindest einen zusammen über die modularen Kontakte gespritzt haben…

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  5. Der Artikel im RS relativ eindeutig. Dort steht an keiner Stelle was davon, dass die gekaufte Musik in ein Projekt integriert worden ist. Der Begriff Inspiration wird dort verwendet. Es gibt übrigens etliche Songs von DM, in den Teile gesampelt worden sind. Verstehe hier die künstliche Erregung mal null…

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    • Was davon als Inspiration genommen wurde weiß nur die Band selber, finde es trotzdem seltsam wen man als bekannte Band Musik einkauft von einem anderen Künstler und Geld dafür bezahlt, und das Geld dafür bezahlt wurde steht eindeutig so in dem Interview.

      Klar hat jeder Musiker oder auch andere Künstler wie Maler, Bildhauer, Filmregisseur irgendwelche Vorbilder oder Inspirationsquellen, kaum einer wird völlig uneinbeflusst sein in der heutigen Zeit.

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      • Was ist jetzt daran so außergwöhnlich? Im Rahmen einer Charity-Aktion haben DM bzw. Martin Gore sich die Rechte an der Musik gesichert. Die Tantiemen aus den Rechten wurden gespendet. Gore und auch Gahan haben schon unzählige Male erzählt, wer sie generell und aktuell auch inspiriert. Inspiration bedeutet sicherlich nicht automatisch, dass die musik in die eigene Musik integriert. Kann mich erinnern, dass Jackson die Rechte an dem Beatles Backkatalog erworben hat. Deswegen hat er die Songs doch nicht als Grundlage für seine Musik genommen. Hier regen sich einige auf, dass hinter Spirit nicht 100% DM stehen würde. Was ist dann mit Music for the Masses? Meines Wissens wurde dort fast sämtliche Drum Sequenzen gesampelt. War das dann auch nur 80% DM? Sicherlich nicht …

      • Es ist ja schon ein Unterschied ob ich nur eine Aufnahme, ein Sample mache zb. von einer echten Bassdrum, Snaredrum, einer Gitarre, einem Piano oder auf ein Autoblech schlage und diesen Ton dann verändere, elektronisch verfremde oder ob ich von einem anderen Künstler eine komplettes Drumpattern Loope , eine Melodiesequenz eines bekannten oder unbekannten Songs nehme und diese minimal oder kaum verändere und die dann in meiner eigenen Musik verwende.

        Gerade letzteres wird ja häufig in der Rap und HiHop-Szene gemacht und da gibt es auch immer wieder Urheberrechtsstreite darüber, der zb. der von Kraftwerk gegen den Hiphopper Moses Pelham sollte bekannt sein.

        https://www.wbs-law.de/urheberrecht/duerfen-musiker-samplings-nutzen-bgh-fragt-nun-eugh-nach-20-jahren-streit-22653/

        Depeche Mode haben soweit mir bekannt ist nie Samples von anderen Künstlern gemacht sondern immer ihre eigenen Töne oder Klänge gesampelt, Alan und Martin waren dazu damals auf Schrottplätzen unterwegs oder haben selber im Haushalt alle möglichen Töne erzeugt zb. ein Kieselstein der eine Blechdachrinne entlang kullert, ein Kochtopfdeckel der die Treppen runterpurzelt oder einfach ein Schnittgeräusch einer Heckenschere, siehe Blasphemous Rumours oder der Tischtennis PingPong Sound bei Pipeline.

      • Du glaubst jetzt nicht ernsthaft, dass DM Teile der Musik in das Album Spirit integriert haben, oder? Wo soll das genau stehen? In dem RS-Interview defintiv nicht. DM haben nicht nur Töne vom Schrottplatz aufgenommen und verfremdet, sondern meines Wissens gab es wirklich Drum-Samples bei Never let me down again oder Nothing.

      • @DM86-12:

        Wenn man bedenkt, welche Mühe Depeche Mode investiert hat, um Alben wie CTA oder SGR zu verwirklichen, ist ein -Kauf- fremder Samples ein echter „Abstieg“. Früher wurden noch Ziegelsteine gegen eine Mauer geworfen, für PJ haben die Jungs Koffer genommen und sind darauf herumgesprungen.

        Hat die Band es nicht mehr nötig, selbst Hand anzulegen? Das ist ein berechtigter Gedanke. Und noch was: was sich einmal bewährt, wird fortan beibehalten und ausgereizt bis zum Anschlag.

      • steht das, dass DM die Musik eingekauft und für ihr letztes Album verwendet hat ? Hier wird einfach was behauptet….

      • Zitat: Du glaubst jetzt nicht ernsthaft, dass DM Teile der Musik in das Album Spirit integriert haben, oder?

        Ich habe keine Ahnung in welcher Form was verwendet wurde, sei es auch nur eine Inspiration gewesen wie man einen Song machen kann, letztendlich wird es nur Martin bzw. die Band wissen.

        Zitat: Meines Wissens gab es wirklich Drum-Samples

        Mein Gott ja, aber wie entsteht ein Drumsample?

        Man hat ein Schlagzeug irgendwo im Studio stehen, geht zu einem Kumpel der Schlagzeuger ist oder in ein Musikgeschäft, dort hält man ein Mikrofon zb. an die Snaredrum, macht einen einzigen Schlag auf die Snaredrum und nimmt genau dieses auf und überspielt das in den Sampler (EMU-System Emulator 2) oder nimmt es auf Tonband auf und überspielt es später im Studio in das Samplingkeyboard.

        Natürlich kann man dieses noch nachbearbeiten, höher oder tiefer stimmen, mit Filtern nachbearbeiten, Effekte (Hall, Echo, Chorus) hinzufügen, LFO für Modulationen und, und, und… genau so haben Depeche Mode damals gemacht.

        Die Hiphopper und Rapper dagegen samplen ganze Schlagzeug Rhythmen ab oder einen Gitarrenriff, einen Basslauf oder eine Keyboardmelodie von meist bekannten anderen Songs, sie klauen quasi einen Teil eines anderen Liedes und verwursten es dann. Das ist ein gewaltiger Unterschied.

        Und so haben DM nie gearbeitet oder willst du behaupten sie haben die Schlagzeugsamples von anderen Musikern genommen zb. von David Bowie oder anderen Bands?

        Auch die bei Depeche Mode verwendeten Drumcomputer ab ca. 1984 hatten schon von Werk aus Drumsamples drin, genau so wie ich es oben beschrieben habe haben halt die Hersteller einen einzelnen Ton einer Bassdrum aufgenommen, eine Snare, eine Tomtom, Cymbals, Hihat usw. ob nun Depeche Mode auch teilweise Werksounds verwendet haben entzieht sich meiner Kenntnis, ich kenne zwar die Geräte aber sicher nicht alle Sounds die von Haus aus dabei waren.

        Hier zb. hört man die einzelnen Drumsounds die bei People Are People gesamplet wurden: https://www.youtube.com/watch?v=ECmwzgKK354

      • @Violation 2021, ich glaube das war wirklich nur eine Inspiration was DM veranlasst hat dafür Geld auszugeben bzw. auch für den guten Zweck.

      • @DM86-12:

        Dass Depeche Mode einen Teil der Musik gekauft hat, steht schwarz auf weiß im Artikel des Rolling Stone. Ob sie die Teile nun verwurstet haben oder nicht, ist spekulativ, ich habe gar nichts behauptet, sondern immer in Form von „wenn, dann…“ geschrieben.

        @Elysium:

        Das habe ich mir auch schon überlegt… Tue gutes und rede darüber.

        Wie auf immer… Für den Soundwave-Typen war es auf jeden Fall ein Ritterschlag. Stell dir vor, Du bastelst an Sounds und eine Band wie Depeche Mode kauft sie dir ab. Besser könnte es gar nicht kommen. ;-)

      • @Violation 2021, schon die Prinzen sangen ja mal „es ist alles nur geklaut…eejoo,eejoo“.

        Und falls Martin mal so gar keine Einfälle mehr hat kann er bei Dieter anklopfen,
        ey du Dieter schreib mir mal einen Nummer 1 Hit du bist doch Poptitan!

        Achtung nur Spaß falls jetzt gleich wieder welche im Dreieck rumspringen. :-D

  6. Hier ist übrigens das Video zu „Howler“ auf Youtube:

    https://www.youtube.com/watch?v=osewmILqfck

    Von der Stilistik erinnert entfernt an „Cyriak“- eventuell auch etwas Franz Kafka („Vor dem Gesetz“), aber vielleicht kommt auch einiges aus dem Buch.

    Ziemlich düster das ganze… „We’re going backwards… we have not evolved…“ hm

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    • Dein erster Kommentar hat mir die Augen geöffnet für Martin’s wahre Motivation, dieses kleine Affenalbum zu veröffentlichen. Entscheidend war dein dezenter Hinweis auf Alan und die vertauschten Rollen im Alter: Gore macht uns jetzt den Wilder und lässt deshalb sein geniales Soundgerüst aus Prinzip einfach mal weg. Und warum macht er das und sich und seine Musik so offensichtlich zum Affen? Genau, er legt damit den roten Teppich aus für Alan Charles Wilder und dessen Sensations-Comeback bei Depeche Mode in 2022.

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      • :D ich weiss nicht ob Alan und die Rest-Depechies zusammen irgendwas besser machen würden als allein, aber irgendwie kann ich zum einen immer noch nicht ganz glauben, dass bei Martin musikalisch grad so „das Licht aus ist“ und andererseits dass Alan mit seinen Talenten grad nirgendwo auftaucht.
        Bei Alan denke ich mir halt – klar, die Produktionsstrategien haben sich geändert und die Ohren werden nicht jünger, vielleicht hat er einfach keinen Spaß mehr an der Sache.

        Es jedenfalls ein seltsames Vakuum… . . die Ruhe vor eine Sturm oder schon Grabesstille? ;D

      • Du hast ja leider höchstwahrscheinlich recht, aber gerade in der aktuellen Situation wollte ich fest an deinen Rollentausch glauben. Alan würde nahezu alle Songs zum neuen Album beisteuern, Dave gibt auch seinen Senf dazu und Martin liefert seinen obligatorischen Livetitel ab, der dieses Mal aber der einzige Song aus seiner Feder bleiben wird, weil Wilders Tracks so dermaßen unfassbar genial sind, dass Fletch sofort alle Bananen liegen und stehen lässt und alle Keyboard-Lines in einer Woche Tag für Tag und Nacht für Nacht höchstpersönlich selbst einspielt. Alan erntet endlich die wohlverdienten Lorbeeren, die er sich schon immer erhofft hatte und wird in die eigens für ihn geschaffene Songwriter Hall of Fame aufgenommen. Martin gibt live den Fletcher, tritt im Affenkostüm auf und futtert on stage Bananen, die ihm seine Fans zuwerfen.

  7. „Aber sollte es mir als geneigten Hörer nicht auch Freude bereiten und einen gewissen nachhallenden Hörgenuss? Das wäre doch der Sinn von Musik im Idealfall.“

    Natürlich. Ich denke, dass Musiker wie Martin auch darauf bedacht sind, den Hörern Freude zu bereiten. Das Stelle ich mir gar nicht so einfach vor, weil jeder einen anderen Geschmack hat. Dem einen gefällt’s, dem anderen nicht… Und diese Electro-Minimalismus-EP ist wirklich sehr speziell.

    Für Charts wäre das nichts, aber als Depeche-Mode-Fan gibt man ja auch nichts um Charts. ;-)

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  8. Martin Gore über seine Soundwave-Musik und den Fluch des modernen Electronic

    https://www.rollingstone.de/martin-gore-ueber-seine-soundwave-musik-und-den-fluch-des-modernen-electronic-2239495/

    Martin Gore Zitat: Doch dass elektronische Musik heutzutage theoretisch von jedem gemacht werden könne, sehe Gore kritisch. Einerseits sei es zwar ein Segen, doch es sei auch ein Fluch, weil „so viel schreckliche Musik gemacht wird. Wenn du jedem die Werkzeuge in die Hand gibst, wird einiges davon nicht so gut sein.“

    Aha der Herr will also privilegiert sein?
    Und beim letzten Satz sag ich nur, lieber Martin du kochst auch nur mit Wasser und deine künstlerischen Fähigkeiten, deine Kompositionen, deine musikalischen Kreationen waren auch schon mal besser wen man The Third Chimpanzee oder einige der letzten Alben und die daraus ausgekoppelten Singles betrachtet, da ist auch nicht alles Gold was glänzt.

    Zitat: In dem Podcast verriet der 59-Jährige nun, woher er und seine Band zuletzt Inspiration dafür schöpften. Demnach habe ein Freund von ihm für dessen Wohltätigkeitsorganisation „Notes for Notes“ einen Soundwave-Künstler engagiert. Sowohl Gore als auch Depeche Mode hätten dessen Ideen so gut gefallen, dass sie einen Teil der Musik kauften.

    Hä Depeche Mode kauft Musik zu?
    Das heißt in den Songs von Spirit steckt nicht 100% Depeche Mode sondern die haben Sounds oder Melodien von einem unbekannten Soundwave-Künstler gekauft und dann verwendet?
    Wird ja immer besser…

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    • „Aha der Herr will also privilegiert sein?“

      Naja, ich verstehe Martin so, dass er einfach nicht mit jedem x-beliebigem Teenager, der mal eben etwas mit MusicMaker zusammenbastelt, in einen Topf geworfen werden will. Und was manche selbsternannten Künstler so produzieren, ist teilweise Folter für die Ohren. Privilegiert ist er sicher nicht, aber er spielt in einer hohen Liga.

      „Sowohl Gore als auch Depeche Mode hätten dessen Ideen so gut gefallen, dass sie einen Teil der Musik kauften.“

      Das finde ich aber auch abstrus. Wenn ich ein DM-bum kaufe, soll da auch bitteschön 100% Depeche Mode drin sein. Jessas Maria!

      Antworten
      • Jetzt kann ich ja weil mir das Album Spirit nicht sonderlich gefällt dies auf den unbekannten Soundwave-Künstler schieben, zumindest ne Teilschuld hat er ja.

        Aber ERNSTHAFT die Band Depeche Mode kauft Musik zu?
        Das wäre ja quasi eine Bankrotterklärung…
        Ich kann nur den Kopf schütteln.

      • Ich stimme dir zu. Das fände ich auch sehr enttäuschend. Seit wann hat Depeche Mode es nötig, sich mit fremden Federn zu schmücken?

        Man kann sich ja inspirieren lassen… Aber, kaufen? Hoffentlich hat er das nicht ernst gemeint.

    • @ all here

      Bez. Gerüchte-Kommentare zu Zitat: „Sowohl Gore als auch Depeche Mode hätten dessen Ideen so gut gefallen, dass sie einen Teil der Musik kauften.“

      Wo bitte erwähnt Martin auch nur ansatzweise, dass diese Sounds in DM Werken Verwendung noch irgendwelchen ansatzweisen Einzug gehalten hätten? Hingegen schreibt besagter Artikel im RollingStone: „Die Erlöse daraus wurden dann für einen guten Zweck verwendet, so Gore.“ Diesen guten Zweck quasi mit der letzten DM Albumproduktion zu „verbinden“ ist leider wieder mal eine dieser billigen, abstrusen Unterstellungen all der völlig unter- oder überforderten Geister in diesem Forum. Leute, kommt zurück zur Realität, auch wenns evtl. etwas langweiliger ist als die gängige Gerüchteküche!

      Antworten
      • Zitat aus dem Interview: In dem Podcast verriet der 59-Jährige nun, woher er und seine Band zuletzt Inspiration dafür schöpften.

        Zuletzt, da steht zuletzt, das heißt für mich beim letzten Album Spirit und nicht irgendein Vorgängeralbum von vor zehn oder fünfzehn Jahren.

        Zitat aus dem Interview: Sowohl Gore als auch Depeche Mode hätten dessen Ideen so gut gefallen, dass sie einen Teil der Musik kauften.

        Sie haben einen Teil der Musik gekauft, steht da eindeutig. Wo und was genau verwendet wurde wird nur die Band selber wissen, nur Sounds oder Soundideen, Musiknoten, Sequenzen oder irgendwelche Beats, keiner von uns saß mit im Studio. Und ob das Geld mit dem sie den Soundwave-Künstler bezahlt haben für einen guten Zweck gespendet wurde ist erst mal zweitrangig.

  9. Hallo,
    es gibt im Netz schon einige neue Interviews von Martin.
    Er kommt da sehr sehr sympathisch rüber, wie ich finde. Nicht wie ein
    abgehobener Multi-Millionär, der irgendwo auf einer Yacht liegt, sondern
    wie ein echter „Hobbymusiker“, der immer noch Spaß an neuen Kreationen
    und neuen Geräten hat. Echt klasse.
    Zur Zukunft von DM äußert er sich auch. Und zwar scheint es noch nicht einmal
    ein neues Treffen gegeben haben, wegen Corona. Sie wollen wohl erstmal
    abwarten. Dann wird man noch mindestens ein Jahr draufrechnen müssen, Songwriting, Produktion etc., ich denke vor 2022/2023 wird es nichts Neues geben.
    Liebe Grüße.

    Antworten
    • Zur Zukunft von DM äußert er sich auch.

      Ich denke auch das dieses Jahr wegen der ganzen Corona Sache es kein treffen gibt und auch an keinem neuen Album zusammen im Studio gearbeitet wird. Erst 2022 gehts ins Studio und das Album dann 2023 mitsamt Tour scheint realistischer zu sein.

      Antworten
      • Mal so rein theoretisch, weil Du dich ja damit auskennst: Könnte man ein Album nicht auch „Corona-konform“ produzieren? Martin hat doch ein Studio, wo er alles einspielen und mastern könnte. Dave spielt dann seinen Gesangspart ein… Einfach alles hin und her schicken. Ginge das?

      • Natürlich ginge das, hat er im Fall mit VCMG damals auch gemacht, Vince und Martin haben gegenseitig die Soundfiles, Demos und Sequenzen, Midifiles zugeschickt und jeder hat dann in seinem Homestudio daran gearbeitet, Noten verändert, Sounds hinzugefügt, Drumbeats programmiert usw. , alles machbar. Ist natürlich nicht so spontan wie wenn alle Bandmitglieder zur gleichen Zeit im Studio sind. Gab aber schon unzählige Bands die so ihr Album produziert haben und der Sänger hat dann nur noch die Gesangsspur eingesungen und das wurde dann dazugefügt.

        Beispielsweise die Band Purity Ring, das erste Album Shrines wurde so produziert:

        Wie die beiden vorherigen Singles wurde das Album separat aufgenommen, da James in Halifax und Roddick in Montreal lebte. Roddick schickte Instrumentals per E-Mail an James, um ihre Parts aufzunehmen. James beschrieb den Prozess der Erstellung des Albums als sehr lang und intensiv. Roddick erklärte, nachdem James eine Gesangsaufnahme gesendet habe, müsse er sie oft neu anordnen, um einen Schwerpunkt zu schaffen. Und das könnte bedeuten, etwas anderes, das sich darunter befand, in einen anderen Teil des Songs zu verschieben oder es einfach ganz zu entfernen.

        Purity Ring – Begin Again

        https://www.youtube.com/watch?v=qHTeiYtlS8s

        Purity Ring – Obedear

        https://www.youtube.com/watch?v=on14PZM_nrE

      • Danke für die Links. Wenn das so ist, dann könnte ja auch Depeche Mode auf diese Weise ein Album produzieren. Oder zumindest eine Single, um den Hunger der Fans etwas zu stillen. Ich würde es begrüßen.

      • @Violation 2021, wäre sicher möglich müsste nur von Dave die Zustimmung haben so zu arbeiten, Martin hat es ja schon mit Vince bei VCMG so gemacht.

        Zu Purity Ring, eine Electroband/Duo aus Kanada seit 2010 aktiv, bisher 3 Alben, Corin Roddick ist übrigens kein typischer Keyboarder sondern Schlagzeuger, er spielt die Keyboardsounds über selbstgebaute Schlagflächen in dem Fall Lampen die er mit Midi-Triggerpads beklebt hat und diese steuern dann die Keyboardsounds an die sich auf dem Laptop befinden. Mir gefällt die Band.

        Aus der Anfangszeit Purity Ring Belispeak Live 2012
        https://www.youtube.com/watch?v=BOlwYR9VNlc

        Purity Ring – Begin Again (Official Video)
        https://www.youtube.com/watch?v=IIPMzeNWAtk

        Purity Ring – Heartsigh (Official Video)
        https://www.youtube.com/watch?v=PPh51zP0UhA

        Purity Ring – Asido (Official Video)
        https://www.youtube.com/watch?v=3ivaGaT2jq0

  10. Mir erschließt sich die Motivation unseres großen Meisters nicht, aus diesen fraglos interessanten Soundideen eine EP machen zu müssen, die jetzt sogar als Soloalbum gehypt wird. Monetäre Gründe können es doch nicht sein, oder? Vielleicht kann sich mir als artifiziell eher nüchtern gestrickter Person die wahre Tragweite dieses epochalen Meisterwerks auch einfach nicht erschliessen, aber Freunde, jetzt mal ehrlich, 5 Stücke, keines davon in irgendeiner Form imponierend, weder von Melodie noch Länge noch irgendwas beeindruckend, da bleibt doch nichts von hängen in der Erinnerung, außer die Affengeschichte. Ich fürchte, Dieter Bohlen würde jetzt urteilen: als Hobby kannste das gerne weitermachen, aber davon leben wirste nich können du, viermal Nein

    Antworten
    • @Tom Jones, dies hier habe ich im Vorgängerartikel geschrieben:

      * * * * *

      Ich habe zur EP eine Theorie. Der Minimalismus, dieses „halbfertige“, was Martin darbietet, könnte durchaus eine tiefere Bewandtnis haben. Die Message könnte lauten:

      „Kommt runter, entschleunigt euch, geht 2 Schritte zurück und besinnt euch auf das Wesentliche.“

      Wenn dies die Message sein sollte, kann man nur sagen, dass Martin damit hervorragend den Geist der Zeit aufgefangen hat.

      * * * * *

      Für mein Dafürhalten wäre das eine triftige Erklärung. Monetäre Gründe hat es gewiss nicht, ebensowenig wird er das nur aus Jux und Dollerei gemacht haben. Ich sehe da schon eine gewisse Tiefe. Und da Martin ja nicht einfach nur Berufsmusiker ist, sondern sein Handwerk mit Herzblut und Leidenschaft ausübt, hat er auf jeden Fall einen immateriellen Gewinn (Spaß, Selbstverwirklichung usw.).

      Möglich ist aber auch, dass es sich nur um eine Resteverwertung neu produzierter Depeche-Mode-Songs handelt. Ein neues Album soll ja angeblich in Produktion sein.

      Antworten
    • Wäre möglich, interessanter Ansatz. Dass Martin einen immateriellen Gewinn daraus zieht, weil er das macht, was ihm Spaß bereitet und er sich damit selbst verwirklicht, steht außer Frage und sei ihm gegönnt. Aber sollte es mir als geneigten Hörer nicht auch Freude bereiten und einen gewissen nachhallenden Hörgenuss? Das wäre doch der Sinn von Musik im Idealfall.

      Antworten
    • Also, ich kann die Detailarbeit an den Sounds und ihrer Entwicklung in den Tracks schon wertschätzen und finde es versteckt sich eine Menge „klangliche“ Musikalität (fast schon Alan-artig) unter der megaprimitiven Oberfläche, aber ein bisschen seltsam ist es schon vom Komponisten der überschäumenden Keyboardlines von „Everything Counts“ jetzt hier so eine 0-8-15 Meldodie (Howler/Howler’s End), die nun wirklich jedes 6-11 jährige Kind in die 4-taktige Standardschleife reingeklimpern könnte vorgesetzt zu bekommen.
      Man fragt sich fast ob ihm im Studio nicht ein wenig langweilig ist wenn er jeden Tag 6h solche Schleifen hört… Muss man sich da Sorgen machen? We Love You Martin!!!

      Aber vielleicht gibt es ja bei den Gores ähnlich wie bei den Princes einen Panzerschrank wo die sich seit Jahren die eigentlichen Geniestreiche aufstapeln…
      Oder vielleicht Tauschen Alan und Martin nun im Alter ihre Rollen, Gore wird immer „klanglicher“ und Alan kommt demnächst mit einem Kontrapunkt-Meisterwerk a’la „Präludien+Fugen“ raus :D

      Antworten
      • Ich bin da absolut deiner Meinung, die klangliche Musikalität ist zweifellos genial, aber für mich auch der einzige Hinweis auf Martin als Urheber. Eleganter Hinweis auf Alan und sehr interessanter Aspekt: Gore macht uns jetzt den Wilder und lässt deshalb sein geniales Soundgerüst aus Prinzip einfach mal weg. Und warum macht er das und sich und seine Musik so offensichtlich zum Affen? Genau, er legt damit den roten Teppich aus für Alan Charles Wilder und dessen Sensations-Comeback bei Depeche Mode in 2022.

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