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Neues Instrumental-Album

Vince Clarke meldet sich solo zurück mit „Songs of Silence“ 

Vince Clarke, ehemaliges Gründungsmitglied von Depeche Mode und Mastermind von Erasure, wird im Spätherbst sein erstes eigenes Solo-Album veröffentlichen. Ein Interview mit dem Komponisten von dutzenden Synth-Pop-Megahits ist bereits in Vorbereitung, jetzt aber erstmal zu den wichtigsten Infos zu „Songs Of Silence“.

Das zehn Tracks umfassende Instrumental-Album wird ab dem 17. November 2023 auf Vinyl, CD und digital erhältlich sein.

Als musikalischen Appetithappen stellte der mit dem Ivor Novello-Award ausgezeichnete Songwriter in dieser Woche seine erste Auskopplung „The Lamentations of Jeremiah“ vor.

Vince Clarke - The Lamentations of Jeremiah (Official Video)

Das begleitende Musikvideo ist einer ersten Regiearbeiten der in der Türkei geborenen und in New York lebende Porträtfotografin Ebru Yildiz.

Die Arbeit an dem Album, das Clarke in seinem Heimstudio in New York aufgenommen hat zu dem der preisgekrönte Magnum-Fotojournalisten Eugene Richards das Artwork und viele Fotografien beisteuerte, begann als Ablenkung während des Corona-Lockdowns. Clarke nutzte die Zeit des erzwungenen Stillstands, um sich näher mit den Möglichkeiten von Eurorack-Modulen vertraut zu machen – einem modularen Synthesizer-Format, das für seine beinahe unbegrenzten Konfigurationen bekannt ist. 

„Ich hätte ewig weitermachen können, ich hätte nicht aufhören können“, erklärt Clarke. „Ich genoss den Prozess so sehr und dachte nicht daran, dass jemand anderes es hören könnte. Aber zu hören, wie es sich in meinem Studio entwickelt, in meinem Kopf, neue Tricks zu lernen – das war das Beste an der ganzen Sache. Ich war wirklich geschockt, als Mute sagte, dass sie dieses Album veröffentlichen wollen.“

Es gab zwei Regeln im Studio: Erstens, dass die Klänge, die er für das Album erzeugte, ausschließlich von Eurorack stammen sollten. Und zweitens, dass jeder Track auf einer einzigen Note basieren und eine einzige Tonart durchgehend beibehalten werden sollte. 

(Fotocredit: Eugene Richards)

Vince Clarke begnügt sich auf dem Album nicht damit, sich auf seinem beachtlichen Pop-Erbe auszuruhen. Stattdessen eröffnete er sich für sich selbst – und für uns – aufregende neue elektronische Perspektiven:. „Die unendlichen Schattierungen von Klängen, die man mit der kleinsten Veränderung eines Knopfes oder Schiebereglers erzeugen kann, faszinieren mich immer wieder“, sagt er. Und fügt an: „Alle Tracks haben ein Gefühl von Traurigkeit, von Dingen, die schlecht laufen, von Dingen, die zerfallen.“

Trackliste von „Songs of Silence“

01. Cathedral
02. White Rabbit
03. Passage
04. Imminent
05. Red Planet
06. The Lamentations of Jeremiah
07. Mitosis
08. Blackleg
09. Scarper
10. Last Transmission

23 Kommentare

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  1. Nosferatu

    Mich erinnert das das mehr an Nosferatu mit Klaus Kinski. Kaufe es trotzdem, aber gefallen muss mir „erstmal“ nicht alles!

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  2. Etwas Etüden-like …

    gut, die Komposition selbst ist nun vielleicht nicht wirklich komplex, ABER sie trägt für mich Traurigkeit und Spannung in sich, die auch von den Bildern des Videos nicht aufgelöst wird.

    Der reale traurige Hintergrund war mir nicht bekannt. Jeder geht mit den Schatten anders um, die durch sein/ihr Zimmer kriechen. Gut gemacht.

    Das Stück ist bestens geeignet für einen ‚dunkelschwarzen‘ Thriller als Motiv/Soundtrack zu dienen.

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  3. Für mich nichts besonderes! Hört man bei uns in Duisburg Marxloh an jeder Ecke! Wenn man die Musik aus macht und nur das Video sich anschaut, könnte man denken es ist Part.2 von Home!

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  4. Bin mal gespannt, was da kommt.
    Allerdings bin ich nicht so ein Fan von Instrumental Musik.
    Daher gefiel mir auch das VCMG album nicht so.
    Werde es mir beim Erscheinen sicher mal anhören.

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  5. Diese doch recht virtuos und bluesich spielende Geige war ein Synthesizer? Interessant, war sicher nicht einfach, das künstlich zu bauen.

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  6. Experimentell

    Nun, zum ersten Song kann ich noch nicht viel sagen. Ich denke, Menschen, die eine psychische Belastung haben, und das sind sehr sehr viele, die können sich sehr gut hineinversetzen. Clarc erzählt mit seinen Songs eine Geschichte und wenn man sich zurücklehnt und die Songs mit geschlossenen Augen auf sich wirken lässt, dann wird man sicherlich die Aufs und Abs selber fühlen.
    Es ist anscheinend seine Art, die Dinge zu verarbeiten. Und es ist okay. Denn schließlich ist er Musiker. Ich bin mir sicher, dass dieses Album nicht auf kommerziellen Erfolg aus ist. Das ist definitiv nicht Sinn und Zweck. Aber es wird vielen Menschen helfen, da bin ich mir sicher.
    Letztendlich sind es natürlich nur wilde Mutmaßungen und Spekulationen.
    Aber ich würde es begrüßen, wenn manche Menschen hier die Meinung anders einfach akzeptieren, ohne Ihnen gleich Vorwürfe entgegen zu bringen oder sie zu belehren.
    Jeder Mensch hat seine eigene Erwartungshaltung und auch das Recht, seine Meinung darüber zu äußern ohne das sich andere wieder Aufbäumen und herablassend beschreiben.
    Ja, viele hatten etwas anderes erwartet, ja, viele neigen zum Vergleichen und ja, viele sind vielleicht enttäuscht. Aber all das ist okay. Dann ist dieses Album eben nicht für diese Menschen bestimmt und es erfreuen sich andere daran.
    Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
    Bleibt gesund…

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    • Du hast die Message des Songs/Videos verstanden und das Ding genau auf den Punkt gebracht. Danke für Deine persönlichen Worte!

    • Jo genau! Dann reihe dich schnell ein in die Polonäse zu den gute Laune Songs wie blasphemous rumours, barrel of a gun oder black celebration. Das hebt die Stimmung, ja da kommt Freude auf…

  7. Freue mich

    sehr darauf!
    Das klingt schon mal sehr vielversprechend und macht (mich) neugierig auf das Album.

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  8. Wunderschöne Traurigkeit

    Der vorgestellte Track ist einfach wow! Erinnert mich an die Melancholie aus dem Yazoo Album „You and Me both“ und irgendwie an „Paris Texas“ von Ry Cooder. Stark!

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    • Die Reaktion einiger hier ist schon, sagen wir, etwas speziell. Da sagt Vince (verständlicherweise) die Erasure Tour ab um seine schwer kranke Frau zu begleiten und veröffentlicht nun im Heimstudio ein Album über „Traurigkeit, von Dingen, die schlecht laufen, von Dingen, die zerfallen“ und anstatt Empathie für die schwere Zeit in der sich Vince befindet, kommen hier Reaktionen wie „oh, das ist ja gar nicht so lustig wie Just can’t get enough“, nicht so catchy wie „Always“ und irgendwie sogar depressiv. Jetzt mal ernsthaft. Legt Euch doch einfach eine Erasure oder Yaz Platte auf und erspart dem Rest der Welt diese herzlosen Kommentare.

    • Danke für Deinen Kommentar, Violated Jesus!

    • Soothe my soul

      @Violated Jesus:

      Grundsätzlich gebe ich dir Recht. Bei euch „drüben“ ist aber auch nicht alles Gold, was glänzt. Da wird man auch manchmal unfein behandelt.

      In dem Sinne: It’s called a heart! ;-)

  9. Das ehemalige Gründungsmitglied von Depeche Mode (Vince Clarke) meldet sich mit seinem ersten Instrumental-Solo-Album zurück. „Songs of Silence“
    Cool… lasse mich gerne überraschen…

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  10. wow…… was ist denn mit dem happy Songwriter von „Only You“ und „Sometimes“ passiert… so nachdenklich?
    Klingt sehr speziell aber extrem vielversprechend!!!
    Das Video sieht auch mal echt kompetent gemacht aus…. . .. wow!!!

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    • Speziell bei Yazoo waren aber auch schon viele Songtexte alles andere als fröhlich.

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