Happy Birthday, Alan Wilder!

al_birthdayEin großartiger Musiker feiert heute einen großen Geburtag. Alan Wilder, der bis zu seinem Ausstieg im Jahr 1995 maßgeblich den Sound von Depeche Mode bestimmt und auch als Solokünstler seine musikalische Ausnahmestellung bewiesen hat, wird heute 50 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch, Alan! Eure Glückwünsche könnt Ihr auch im offiziellen Recoil-Forum hinterlassen.

Letzte Aktualisierung: 28.6.2020 (c)

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

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Kommentare

  1. devotional
    3.6.2009 - 15:15 Uhr
    90

    Wie sehr Alan Wilder die Band geprägt hat, sieht man an den heutigen Live- Konzerten von Depeche Mode. Bei sämtlichen neuen und alten Songs der Band wird Schlagzeug gespielt. Martin Gore spielt überwiegend nur noch Gitarre und spielt immer weniger Keyboard. Er begleitet am Keyboard nur noch zum Teil ältere Stücke. Des Weiteren sollte man sich die Produzenten der Aben ansehen. Ein Flood, Dave Bascombe oder Gareth Jones kommen nur noch sehr selten vor. Heutige Stücke von Depeche Mode sind zum Teil nur noch Geschrammel oder Klangcollagen.

  2. 3.6.2009 - 14:59 Uhr
    89

    @DM-Opa

    …war mir gerade SL, MAS und Stripped in Luxemburg anschauen…

    Und es sind jetzt genau Beispiele, die meine Meinung unterstreichen statt zu entkräften. Es sind halt 1:1 zum x-ten Mal die alten Live-Versionen. Nur das jetzt halt ein Drummer drüberspielt und viele Synthsounds um einiges schlechter als damals sind. Zumal oft das Verhältnis zwischen einigen Sounds und den Playbacks im Mix ziemlich unausgewogen klingt. Und das ist nun leider seit der 98er Singlestour immer wieder so.

    Deswegen bleibe ich bei meiner Meinung: Es klingt nach minimalem Aufwand, stellenweise gar lieblos, Hauptsache der Fan ist bedient und es macht Spaß. Ist ja auch OK. Nur ambitioniert und spannend finde ich das eben leider nicht. Und das war unter Alan eben anders, der hat sich nämlich mit Liebe zum Detail und mit Engagement hinter die Liveversionen gekümmert. Und ich denke, keiner findet die Devotional-DVD nicht grandios vom Sound-Mix und den damals neuen Live-Versionen her…

    Einzig Anton macht seinen Job wie immer gut… Schickes Strangelove-Video. Macht er ja langsam Andrew Blake Konkurrenz… :)

  3. 3.6.2009 - 14:46 Uhr
    88

    @DM-Opa

    Ich verstehe nicht, was Dich so aufregt. Ist doch alles gut. Ich sage doch, dass verschiedene Geschmäcker auch auf verschiedene Meinungen treffen können. Und Streit suche ich eben auch nicht. Aber wahrscheinlich kann man das geschriebene Wort eben auch immer mit dem eigenst empfundenen Ton lesen. Ich meinte jedenfalls weder etwas agressiv noch streitsuchend. Wollte lediglich meine kleine Meinung kundtun.

    MAS und SL habe ich bisher noch nicht gehört… Sorry. So hinterher bin ich dann eben doch nicht. Werde aber gleich mal auf Youtube schauen, ob’s da was gibt… Ich gehe am Dienstag ins Olympiastadion und das reicht dann eben auch…

    Ich liebe DM für ihre Arbeit in den 80ern und 90ern. Da bin ich gern etwas altmodisch… Aber eben friedvoll…

  4. DM-Opa
    3.6.2009 - 14:27 Uhr
    87

    @ intruda

    Also wenn du Master and Servant sowie Strangelove in Lux beim Warm up gehört hast, frage ich dich, was daran langweilig ist. Ich denke nichts !!! Ich finds genial. Aber ich bin einer der Nutzer , die hier deswegen keinen Streit suchen. Jeder kann seine Meinung haben.
    Mir persönlich geht diese Recoil-Gequatsche auf den Nerv. Wenn Herr Wilder nicht bei DM gewesen wäre, würde das niemanden interessieren, da bin ich mir sicher. „Sounds und Klangteppiche“ , diese bezeichnungen würde ich eher Kraftwerk oder Bowie bei Low und Heroes zuordnen.
    Und nochwas : das rauhe verspielte an PTA und SOTU macht mich teilweise mehr an als Violator.

  5. Cam
    3.6.2009 - 13:53 Uhr
    86

    Zu @ Elf/80:
    Das war wirklich mal ein geistreicher Kommentar :-) und ich kann da auch nicht wirklich wdersprechen. Sicher gab es schon Sampler und auch Leute, die damit umgehen konnten. Ich persönlich finde es recht schwierig völlig „unerhörte“ neue Sounds zu kreieren. Beispiel: Den Sound der Bassline von It’s called a heart. Soweit ich weiß, war Alan auch für die rhytmische Bassline von Enjoy The Silence verantwortlich, daß ja eigentlich als Ballade daher kam und erst zum Dance-fähigen Track umgebaut wurde.
    Egal, Alan war für mich der Soundtüftler schlechthin, Martin ist ein übergenialer und flexibler Songschreiber und Dave ist nach wie vor einer der besten Live-Perfomer mt einer herausragenden Stimme, da gibt’s nix zu debattieren! Yä! Trotzdem finde ich die Musik mittlerweile langweiliger!

  6. 3.6.2009 - 12:17 Uhr
    85

    @dm-opa

    Es geht ja auch nicht um die Präsenz oder Kraft der Band. Und sicherlich kommen dann aucn noch verschiedene Geschmäcker ins Spiel. Und sicherlich kommen DM auch ohne Alan aus. Aber für die Ultra brauchten sie im Studio 3(!) neue Leute um Alan zu ersetzen – das ist belegt…
    Ich denke, keiner will Alan auch zu sehr loben oder zu sehr aus dem Kontext der Zusammenarbeit reißen. Und die Produzenten haben natürlich – damals wie heute – eine extrem wichtige Rolle bei DM eingenommen. Nur war eben damals noch einer in der Band, der es verstand, den Songs, den Vorstellungen der Gruppe und den jeweiligen Produktionen durch sein Könnenn, seinen Mut, durch seine Präzision und Professionalität die Krone aufzusetzen.
    Und das Alan auch ohne Produzent sehr gut für DM arbeiten konnte hat er z.B. im Team mit Steve Lyon bei „Devotional“ bewiesen. Solch intensive Auseinandersetzung mit den jeweiligen Live-Versionen fehlt eben heute auch komplett. Mir wird eben leider langweilig, wenn ich z.B. WIME zum 100.x in der gleichen Live-Version höre. Da hat Alan damals eine Version kreirt, die im SOFAD-Kontext alles davor gewesene in den Schatten stellte. Selbst wenn es damals erst 3 Jahre alt war – und nicht wie heute knapp 20 Jahre. Und das(!) fehlt mir eben heutzutage u.a. sehr…

  7. DM-Opa
    3.6.2009 - 11:46 Uhr
    84

    Ich verstehe die Lobeshymnen auf Alan nicht wirklich. Er hat die Band verlassen, nicht die Band ihn. Dass DM auch ohne 4. Mann arbeiten konnten, hatten si e bereits mit A Broken Frame bewiesen, m.E. nach total unterschätztes Album. Und dass sie nach Alans Weggang gut bis sehr gut arbeiten , zeigen die Alben Ultra, PTA und nun SOTU. Hier von Langeweile zu sprechen, ist mir völlig unverständlich.
    Heutzutage gewinnt eben der Produzent wieder einiges an Bedeutung. Letzendlich kitzelt er aber nur das aus der Band heraus, was bereits in ihr steckt.
    Sicher war Alan an großen Alben beteiligt, aber ohne Flood mache ich jede Wette, hätte das eine oder andere auch anders geklungen.
    Nie fand ich DM besser als heutzutage. Sie sind kraftvoll, voller Power und live eine Offenbarung. Auch ohne Alan….

  8. 3.6.2009 - 11:13 Uhr
    83

    @ Elf/80

    Hallelujah!
    Für meinen Geschmack sehr gut und überlegt ausgedrückt!!!

    So kann es gut gewesen sein. Mart und Alan sind ja immer wieder aneinander geraten, was die Umsetzung Ihrer musikalischen Vorstellungen betraf. Hast Du mal die Biografie von Jonathan Miller gelesen? Die hilft m.E. sehr im Verstehen um Alan und Mart – die beiden großen Musiker der Band! Kann ich nur empfehlen!

    Alan spricht beispielsweise in einem Interview von den differierenden Ansprüchen an die jeweilige Musik am Beispiel von „To Have And To Hold“. Der „Spanish Taster“ ist die Martin-Variante, der Album-Mix die Alan-Version. Auch anhand der neu-veröffentlichten Demos – z.B. Judas – kann man sehen, wie unterschiedlich die beiden an Songs, Sounds, Arrangements und Produktion herangehen. Man weiß ja z.B. auch um das Gezerre von Mart und Alan um das für mich absolut genialen Judas-SOFAD-Outros.

    Ich finde, man kann nur von Glück reden, dass Alan auf diese Band getroffen ist, denn auch wenn Recoil nicht jedermanns Geschmack ist, hört man eben doch an jedem Ton, wie sehr die Vielschichtigkeit, Tiefe, Energie und gekonnte Auseinandersetzung mit Sound und Song heute einem jedem DM-Titel fehlt…

  9. dmhvader
    3.6.2009 - 9:36 Uhr
    82

    Erst mal Happy Birthday, Alan! Du hast geniale Arbeit bei DM geleistet!
    ABER: Ich finde, dass Alan sich Anfang der 90er Jahre musikalisch stark verändert hat, und zwar im negativen Sinne mehr in Richtung New Orleans-Elektro-Blues!
    Dieser Stil wäre sicher in den weiteren DM-Alben auch zum Vorschein gekommen, wenn Martin und Fletch es zugelassen hätten, aber das wollten sie sicher nicht, zumal Alan ja auch vorerst nur ein Tour-Musiker war, der im Laufe der Zeit anscheinend immer mehr Einfluss in der Band ausüben wollte und irgendwann zu weit ging – da gingen die Geschmäcker halt zu stark auseinander und er musste einfach gehen!
    Somit sehe ich seinen Weggang eher positiv, denn dass DM auch ohne ihn atmosphärisch geniale Musik machen können, haben sie mit „Only when i lose myself“ mehr als eindrucksvoll bewiesen!
    Ich glaube auch, dass wir alle Martin als „Atmo-Man“ total unterschätzen. Er ist sicher fast ein genau so guter Soundtüftler wie Alan und hat geniale B-Tracks wie „Painkiller“ geschrieben, während Alan in meinen Ohren zu der Zeit nur langweilige Klangcollagen produziert hat!
    Deshalb mein Fazit: Alans große Zeit ist schon lange vorbei, und er ist zu richtigen Zeit ausgestiegen! Ich wünsche ihm trotzdem alles Gute, und hoffentlich macht er mal wieder ein paar musikalisch geniale Recoil-Sachen!

  10. Elf
    3.6.2009 - 5:28 Uhr
    81

    sorry wegen der typos, hätte noch einmal korrekturlesen sollen :(