

Es gibt wiederkehrende Stimmen, die man bereits vom Vorgänger kennt, wie Rouge Mary, der/die u.a. das satt tanzbare „Rejoice“ vom Stapel lässt, und Gustaph, der in der atmosphärischen zweiten Albumhälfte gleich drei Songs begleitet. Atmosphäre wird ohnehin groß geschrieben. Die Party findet dieses Mal etwas zurückgenommener statt, es gibt mehr introspektiven Electropop – und das tut dem Projekt sehr gut.
Wie auch die anderen Stimmen: Sharon van Etten im schwebenden Titeltrack, Faris Badwan (The Horrors, auch dem DM-Fan ja mittlerweile ein Begriff), der mit dem coolen „Controller“ und dem eingängigen „Through Your Atmosphere“ (sic!) zwei der Höhepunkte beisteuert, Mashrou‘ Leila aus dem Libanon oder Sisý Ey aus Island – das passt alles. Vielleicht sogar das beste Album von Hercules Butler & Co. bisher. – 8 von 10 erfolgreichen Rehabilitationskuren

Egal, warum sie wieder da sind, es ist ehrliche, einfache Freude, die dieses Comeback überall auslöste, und auch der Charterfolg (Platz 1 in den USA und einigen weiteren Ländern, immerhin Platz 3 im UK, Platz 32 – shame on you, Germany!) ist ihnen zu gönnen. Murphy schart alte Freunde und Bandmitglieder wie Nancy Whang (The Juan MacLean), Al Doyle (Hot Chip) und weitere um sich und macht da weiter, wo er aufgehört hat. Tanzmusik, Kuhglockenpop, Elektronik, Postpunk und politisches Bewusstsein.
Highlights? Eigentlich alles auf diesen teils episch langen Tracks (10 Songs, knapp unter 70 Minuten, keine Minute zu viel), vom träumerischen Synthieauftakt „Oh Baby“ bis zum Zwölfminutenfinale „Black Screen“, mit der gewaltigen Synthiegroßtat „How Do You Sleep?“ in der Mitte. Bitte bleiben! – 9 von 10 „Welcome back!“-Schildern

Nun war es mal wieder Zeit für ein „reguläres“ Album. „Every Country’s Sun“ verweist dabei geschickt auf verschiedene Schaffensphasen der Glasgower, wie man gleich an den ersten beiden Stücken erkennen kann. Erwähntes „Coolverine“ erinnert leicht an frühe Postrocktage, gitarrenlastig, schlagzeuggetrieben. „Party In The Dark“ dagegen könnte nahezu der eingängigste Song der Bandgeschichte sein. Sogar mit Gesang, fast ein bisschen Richtung New Order.
Der Mogwaizähler schlägt in noch mehr Richtungen aus, generell kann man jedoch sagen, dass die zuletzt immer stärker im Vordergrund stehenden Synthies dieses Mal hinter die guten, alten Gitarren zurücktreten, die sogar wieder lärmen und dicke Wände aufbauen dürfen. Und wie man nach vier Minuten elektronischen Feinsinns eine perfekte Soundlawine auffährt, führt das grandiose „Don’t Believe The Fife“ (wieder so ein Spitzen-Songtitel) vor – 8 von 10 Walls of Sound
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