Der Review-Weihnachtskalender – Türchen 4: Livebericht Drangsal

Jetzt ist der zweite Adventssonntag fast zu Ende. Und ihr wartet doch bestimmt schon den ganzen Tage auf unser viertes Türchen. Nun aber hurtig! Ein kurz-knackiger Bericht vom kurz-knackigen Konzert unser aller geliebter Drangsal.

Berlin. Lido. Ausverkauft. Längst. Max Gruber hat im Gespräch am späten Nachmittag (dazu in ein paar Tagen mehr) eine aufkeimende Verschnupfung angedeutet, aber trotzdem natürlich ein großartiges Konzert angekündigt. Und das liefert er schließlich auch. Knapp 55 Minuten beste Unterhaltung für Tätowierte, Untätowierte, Bärtige, Un-und-doch-Rasierte, Metalheads und Countryfans. Und natürlich New-Waver wie dich und mich.

Vorher gibt es erst einmal den hörenswerten Support-Act Doomhound. Der ist jetzt gar nicht so ein Newcomer, wie man denken mag. Schließlich handelt es sich um Philipp Hülsenbeck, der mit seiner derzeit pausierenden Hauptband Sizarr schon einige Erfahrungen gesammelt hat. Hört sich gut an, was er da macht, elektronisch und streckenweise recht komplex. Dann aber Drangsal. Los geht’s ingrimmig mit „Der Ingrimm“, danach geht es zackig weiter durch „Harieschaim“. Bei der aktuellen Single „Will ich nur dich“ gibt es sogar Special Guests für Background und Geschrei. Wie im Video wirken da Hendrik Otremba von Messer und Fabian Altstötter von – schon wieder – Sizarr mit viel Spaß an der Sache mit.

DRANGSAL — Will Ich Nur Dich (Offizielles Video)

Nach der Vorgängersingle „Love Me Or Leave Me Alone“ folgen zwei Nicht-Album-Stücke – „Und Du? (10.000 Volt)“ und „Zur Blauen Stunde“. Es deutet sich mal wieder ein höherer deutschsprachiger Anteil für die Zukunft an. Und nach neun stimmungsvollen Stücken mit stimmungsvollen Ansagen ist man schon durch. Nein, natürlich gehen auch bei so kompakten Gigs Zugaben. Schwupps, sitzt der Gruber am Schlagzeug, Rollen und Instrumente werden getauscht und Blickfang Sam Segarra wechselt vom Bass ans Mikro, um ein Cover der Misfits hinein zu brüllen. Kernig. Danach folgt natürlich noch der große Hit, mit dem alles begann: „Allan Align“. Und als Finale die gewaltige Metalhymne. Metallicas „For Whom The Bell Tolls“. Geil!

Fertig. Licht an. Rauskehrmusik. Aber was für welche! Zu Truck Stops unfassbarem „Country New Wave“ (Bitte Youtuben! Aber Vorsicht, fiese Ohrwurmgefahr!) tänzeln Max und ein Kollege nochmal auf die Bühne und singen fröhlich mit. Herrlich. Und hoffentlich bald wieder!

Die Setlist:

1. Der Ingrimm
2. Hinterkaifeck
3. Do The Dominance
4. Will Ich Nur Dich
5. Moritzzwinger
6. Love Me Or Leave Me Alone
7. Und Du? (10.000 Volt)
8. Zur Blauen Stunde
9. Wolpertinger

10. Some Kinda Hate (Misfits Cover)
11. Allan Align
12. For Whom The Bell Tolls (Metallica Cover)

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Letzte Aktualisierung: 4.12.2016 (c)

 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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