Mit Dependence 2010 reaktiviert Dependent Records im Jahr 1 nach der vorläufigen Schließung nun einen weiteren, wichtigen Sampler. Wie schon bei den Vorgängern, gibt auch der dritte Teil der Label-Compilation wieder einen umfangreichen Überblick über die zur Zeit bei Dependent beheimateten Bands. Entsprechend groß ist auch die Bandbreite, die uns auf diesem Sampler erwartet, wobei es stets elektronisch bleibt!

Verpackt in einer tiefschwarzen CD Box schlummern 16 Bands, die mit ihren zum Teil exklusiven Songs das 75-minütige Hörvergnügen gestalten.
Neben etablierten Bands wie Edge Of Dawn, Mesh, mind.in.a.box oder Velvet Acid Christ, haben es auch wieder eine handvoll ausgesuchter „Newcomer“ auf den Sampler geschafft.
Allen voran die amerikanische Band System Syn, die zwar schon seit 1997 beständig Alben veröffentlicht, aber in Deutschland bisher keine größere Beachtung bekommen hat. Mit der mitreißenden Clubnummer „The Inconveninent“ dürfte sich dies allerdings schnell ändern. Druckvoll produziert und gespickt mit einem eingängigen Refrain, ist dieses elektronische Leckerli der perfekte Appetizer für System Syn’s sechstes Studioalbum.
Wo wir schon bei den Premieren sind – auch Edge Of Dawn, die den Sampler eröffnen, liefern mit „Beyond The Gate“ einen ersten Vorgeschmack auf das kommende Album. Musikalisch orientiert sich die Band dabei zwar an dem Debütalbum, liefert aber einen gewohnt eingängigen Ohrwurm ab, bei dem Frank M. Spinath in einem tollen Duett mit Iris-Sänger Reagan Jones singt.
Und auch mind.in.a.box feiern mit „Vergib Mir“ eine Premiere. Der bisher unveröffentlichte Titel ist der erste in deutscher Sprache. Musikalisch angelehnt an den typisch sphärischen Sound der Österreicher, gibt es nach dem C64 Tribut-Album ‚R.E.T.R.O.‚ erstmals einen komplett neuen Track, der schon jetzt Lust auf ein neues Album macht.

Auch sonst geizt der Sampler nicht mit melodisch-poppigen Momenten!
Da wären z.B. mesh die mit der treibenden Electropop-Nummer „Everything I Made“ deutliche Akzente in Richtung Tanzfläche setzen können. Weniger auf die Clubs schielen hingegen Claire Voyant, die mit der getragenen Pophymne „Shine“ den stärksten Song ihrer letzten Platte ‚Lustre‘ ins Rennen schicken. Eine großartige Produktion, die vor allem durch Victorias verführerische Stimme zu einem der großen Highlights auf dem Sampler wird.
Großartiges liefern auch KiloWatts & Vanek ab. Mit ihrem Debütalbum „Focus & Flow“ hat das Duo nicht nur Kritiker in Verzückungen versetzt. Mit Liebe zum elektronischen Detail schreiten sie auch bei „In The Blue“ voran und liefern den experimentelleren Teil für Dependence 2010.

Dass Dependent Records nicht zuletzt auch für harte Clubstampfer steht, beweisen die Macher wiederum mit Boliden wie „Caustic Disco“ von Velvet Acid Christ oder „Nemesis“ von Interlace. Die wuchtigen Sounds, der aggressive Sprechgesang und eine düstere Produktion setzen auf dem Sampler gänzlich neue Akzente. Gleichzeitig heben sich die beiden Bands deutlich von dem Clubeinerlei der letzten Jahre ab und zeigen den Jungspunden, wie man es richtig macht ohne dabei in den üblichen Soundschemata rum zu sumpfen.
Gleiches gilt auch für Gary Zon, der sich mit Dismantled zurück meldet. Der Timbre von „The Whore Inside Me“ ist dabei rauer und direkter als noch auf dem letzten Album und geht deutlich back-to-the-roots.
Bei den Newcomern ist es das polnische Projekt Clicks, das mit seinem Electrobrett „Again And Again“ für härtere Momente sorgt. Die schonungslos brummenden Synthies und die trancigen Flächensounds haben den Song schon jetzt in den einschlägigen Clubs zu einem echten Floorburner werden lassen.

Dependence 2010 lässt einige musikalische Schatten frei, die uns schon jetzt ein aufregendes Musikjahr versprechen. Die Songauswahl ist den Machern dabei durchweg gelungen und gibt einen tollen Überblick über das derzeitige Labelleben, wobei genug Raum bleibt um neue Bands zu entdecken. Tipp!

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