Traditionell stellen wir hier den neuesten Sampler aus der stets fabelhaften Reihe des französischen Mode- und Musiklabels vor. Dieses Mal mit dem Untertitel „Petit Bateau Edition or The Cotton Issue“. Und in der Tat, es ist die bislang wohl kuscheligste Ausgabe der Serie geworden.

Was so kam: Während der Zusammenstellung der Compilation gab es Nachwuchs im Hause Kitsuné. Jener Sprössling ruhte im Nebenraum, was – so heißt es jedenfalls – wesentlichen Einfluss auf die Songauswahl nahm. Hatten sich die letzten Ausgaben bereits mehr und mehr vom frühen Party-Electro hin zu in alle Richtungen offener (wenngleich weiterhin elektronisch dominierter) Popmusik entwickelt, so setzt sich dies jetzt nur konsequent fort. Es gibt zwar weiterhin Tanzflächenfutter, aber das Tempo bewegt sich größtenteils eher in mittleren Bereichen. Dafür werden erneut reichlich reizende Melodien gereicht und – wie immer hier – kommende große Namen vorgestellt.

Zu den bereits einigermaßen bekannten Künstlern gehören die hier bereits besprochenen Crookers (mit dem schönen „Cooler Couleur“) und Two Door Cinema Club (deren „Something Good Can Work“ im Remix von The Twelves noch tanzbarer wird). Auch der Franzose Yuksek hat sich bereits durch zahlreiche Remixe einen Namen gemacht und liefert hier mit „Supermenz (We’re Not)“ einen der schnelleren Tracks ab. Kurz vor dem möglicherweise ganz großen Sprung stehen Hurts, deren fantastische 80er-Retro-Hymne im Remix von Arthur Baker (ja, dem!) noch schicker glitzert.

Darüber hinaus gibt es viel zu entdecken. Silver Columns melden sich als Erben Jimmy Somervilles an, den fluffig-funkigen Pop von Holy Ghost! pfeifen nicht nur die Spatzen von Paris als Geheimtipp von den Dächern, Jupiter erfreuen Anhänger schicker Robotersounds und dem Depeche Mode-Fan gefällt ganz sicher der Sound von The Good Natured. Gern merken wir auch Washed Out, Gypsy & The Cat oder Feldberg für Größeres vor.

Auch mit Ausgabe 9 setzen die Kitsuné-Macher Trends im Bereich geschmackvoller Popmusik, ganz sicher.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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