Krebstot mit 69

David Bowie ist tot. Foto: Jimmy King/Sony Music

Einer der größten Rockmusiker unserer Zeit ist tot: David Bowie verstarb am Sonntag, nur zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag. Am Freitag erst war sein 25. Album „Blackstar“ erschienen.

Sein Sohn Duncan Jones bestätigte die traurige Nachricht auf Twitter.

Wie das Management über Facebook mitteilte, starb Bowie nach einer Krebserkankung im Kreise in seiner Familie.

„Außer den Beatles hat niemand sonst so viele Menschen musikalisch, in ihren Gedanken und emotional beeinflusst“, sagte Midge Ure (Ultravox) in einer ersten Stellungnahme. „Er hat alles verändert.“

Zu den Künstlern, die Bowie beeinflusst hat, gehören auch Depeche Mode. Besonders Dave Gahan nennt immer wieder Bowie, wenn es um seine Vorbilder geht. Über den Bowie-Song „Life on Mars“ sagte Gahan kürzlich in einem Interview: „Dieses Lied verändert mich, egal in welcher Stimmung ich mich gerade befinde. Bowie ist der einzige Künstler, der mich über Jahrzehnte immer wieder überrascht und aufgebaut hat. Ich kann mich mit seiner Stimme und seinen Melodien voll identifizieren.“

Dave Gahan wäre vor 36 Jahren möglicherweise nicht Sänger von Depeche Mode geworden, wenn er damals nicht Vince Clarke mit Bowies „Heroes“ beeindruckt hätte.

Auch von Ex-Bandmitglied Alan Wilder gibt es ein kurzes Videos, in dem er „Life on Mars“ auf dem Piano zum Besten gibt. Von Martin Gore ist uns „Rock And Roll Suicide“ von einer seiner Klaviersessions überliefert.

David Bowie wurde am 8. Januar 1947 in Brixton als „David Robert Jones“ geboren. Seit seinem ersten Rock-Album „David Bowie“, das den Klassiker „Space Oddity“ enthielt und schon damals zusammen mit Haus- und Hof Produzent Tony Visconti entstand, verkaufte Bowie mehr als 140 Millionen Tonträger.

Bowie wird gerne wegen seiner exzentrischen Art und Kleidung während der 70er-Jahre als das Chamäleon des Musikbusiness bezeichnet. Tatsächlich dürfte es kaum einen anderen Künstler geben, der über den gesamten Zeitraum seines Schaffen hinweg so viele musikalische Facetten gezeigt und Wege beschritten hat wie Bowie.

In den 70er-Jahren lebte Bowie eine Zeit lang in West-Berlin. In den dortigen Hansa-Studios entstanden einige seiner wichtigsten Album wie beispielsweise „Low“.

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er zurzeit als Online-Projektmanager, Social Median und Online-Redakteur. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

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Kommentare

  1. T.M.F.K.A.D.B.
    37
    15.1.2016 - 11:28 Uhr

    The Man who brought down the Berlin Wall
    R.I.P.

    Bowie Heroes (Reichstag, Berlin, Jun 6 1987)
    https://www.youtube.com/watch?v=0C7FlnBt1q4
    Bericht Mauerkonzert, Tagesthemen
    https://www.youtube.com/watch?v=O_jsVWQG77o

  2. Exitmusic
    36
    12.1.2016 - 17:24 Uhr

    Ich war nicht wirklich ein Fan von David Bowie und seiner Musik aber natürlich kannte man seine erfolgreichen Songs wie Ashes To Ashes, China Girl, Let’s Dance, Heroes usw. und ich zolle ihm großen Respekt dafür das er ein sehr experimentierfreudiger Künstler war, nicht nur was die Musik betrifft.

    Er hat ja unter anderem nicht nur unsere Jungs von DM inspiriert sondern auch den damals noch relativ unbekannten Künstler Klaus Nomi gefördert und im Video von Ashes To Ashes war ja auch ein gewisser Steve Strange zu sehen der leider auch Anfangs 2015 verstarb und der kurze Zeit später dann mit der Band Visage erfolgreich wurde, und im Bezug zu dem Video zu Ashes To Ashes kann man durchaus auch sagen das David Bowie damals mit einen Impuls setzte zu der dann losrollenden New Romantic Welle Anfangs der achtziger Jahre.

    Möge er unvergessen sein und in Frieden ruhen…

    • T.M.F.K.A.D.B.
      36.1
      15.1.2016 - 11:56 Uhr

      zu: Bowie/Depeche
      aus: MOJO 5/2013, Dave Gahan Interview
      Q: But why settle for Clarke and company?
      A: … I was at art college because I didn’t want to work,
      and I’d been asked to leave. I felt I’d learned all I could.
      I just wanted to be in a band. Vince heard me singing Bowie’s
      „Heroes“ in the next rehearsal room to them, and asked me
      to join. I wasn’t even in the band next door, who were called
      French Look … It didn’t particularly matter what they
      [Composition of Sound] where doing, though I did enjoy it.
      And Vince was great at creating songs. At the end of every
      rehearsal, we had a new one.

  3. 12.1.2016 - 16:42 Uhr

    Riposa in pace !

    Ich bin kein Fan von David Bowie,aber,
    wenn er in Fernsehen zu sehen war und gesungen hat,
    habe ich immer mit Freude und Bewunderung
    seinen Liedern zu gehört .Er war ein sehr charismatischer Mann
    und ein guter Schauspieler !

    In dem Film der 2004 (15 Okt.) raus kam, Titel „BEGIERDE“
    mit Catherine Deneuve, ein schöner und düsterer Film,
    wunderbar von Beiden gespielt,
    geht es um Vampirismus und nicht älter werden wollen .
    Zu finden bei Amazon.de. Habe heute gesucht und gefunden für 19.90.

  4. henri
    34
    12.1.2016 - 13:43 Uhr

    R.I.P. David- the Heroe

    seid Tod macht mich traurig und sprachlos…

    spielt seine songs, so bleibt er stets bei uns!!!

    das gibt Trost…

  5. Black Pearl
    33
    12.1.2016 - 11:28 Uhr

    The man who fell to earth
    is gone back to HEAVEN!

    R.I.P David
    I miss you so much

  6. 101recoil
    32
    12.1.2016 - 9:54 Uhr

    Black Star war sein Let´s Dance…
    R.I.P. David

  7. maschine
    31
    12.1.2016 - 2:39 Uhr

    mein Beileid für einen Menschen der wirklich viel geleistet hat…RIP mein Freund