
Stephan Bodzin vs. Marc Romboy – Luna

Das heißt: 18 eigene Tracks – darunter zwei neue, das oldschoolig-technoide „Triton“ und das entspannt-verspielte „Oberon“. 20 Remixe von Szenegrößen wie Dominik Eulberg, Chris Liebing, Robag Wruhme, Joris Voorn, Gui Boratto oder Moritz von Oswald. CD 1 beinhaltet dabei den Großteil der Songs, wobei es zum Teil neue Edits oder Synthapella-Versionen (d.h. nur die Synthesizer ohne Beats und Percussion, sehr interessante Idee) gibt. Auf CD 2 gibt es dann Tracks und Remixe in einem stimmigen Mix, und CD 3 versammelt auf über 3 Stunden alle Remixe.
Viel Stoff fürs Geld, sicherlich nicht geeignet, um sich das Ganze am Stück @home anzuhören. Aber dafür hochklassiges Futter für die Kopfhörer, gelungener Überblick über die (weitgehend) deutsche Remixerszene und ergiebiges Material für die Clubs, die somit auf lange Sicht versorgt sein dürften. Klare Empfehlung!
Tom Thiel – Tom Thiel

Da wurde es langsam einmal Zeit für ein Soloalbum. Thiel hat da ganz entspannt – nicht zuletzt heißt einer der Tracks auch „Laissez Faire“ – ein richtiges Album aufgenommen. Die elf Stücke fließen harmonisch ineinander, und trotzdem ist für ausreichend Abwechslung gesorgt. Da gibt es Ambient-Spuren, natürlich House, auch mal ein bisschen Dub und ein paar minimal(istisch)e Soundschleifen.
Profi, der er ist, hält Thiel dabei jederzeit die „Loose Ends“ zusammen und kann somit mit einem intelligenten Technowerk vollauf überzeugen.
Yelle – Safari Disco Club

Der große Trumpf ist natürlich die einfach nur niedliche Mädchenstimme von Yelle alias Julie Budet. Aber auch die Sounds und Beats, die sie und ihre beiden männlichen Mitstreiter aus den Geräten kitzeln, machen Spaß. Natürlich ist das alles fürchterlich cheesy, aber es verbreitet eben auch eine Menge gute Laune. Außerdem ist bei diesem, ihrem zweiten Album, durchaus eine gewisse Weiterentwicklung festzustellen. Es gibt mehr Abwechslung, es gelingen sowohl spaßige Hits im 80er Gewand (wie der Titelsong), als auch moderne Clubtracks, vielleicht ein Verdienst von Produktionspartnern wie Siriusmo (z.B. das tolle „La Musique“).
Wer also in den letzten beiden Jahren zu La Roux und Robyn getanzt hat, der sollte sich auch hier bestens aufgehoben fühlen.
(Addison)
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