

Inhaltlich geht es โ stark vereinfacht gesagt โ um Gesellschaftskritik, soundtechnisch um Aufbrechung gewohnter Strukturen. Klingt gut, ist aber im Ergebnis eben รคuรerst zwiespรคltig. Da erรถffnet โA Tooth For An Eyeโ das Album noch einigermaรen normal, mit viel eigenwilliger Percussion. โFull Of Fireโ liefert im Anschluss ein knapp zehnminรผtiges Electro-Feuerwerk feinster Bauart ab… doch danach kippt man alles in den Schredder. Es folgen neun Minuten zerfasertes Chaos. Uff.
Und so geht das weiter, manches Experiment scheint der bloรen Hรถrerรผberforderung zu dienen. Dazwischen zeigen The Knife aber noch ungefรคhr drei-, viermal โ u.a. mit dem druckvollen โRaging Lungโ, dem zackigen โNetworkingโ und dem gewaltigen โStay Out Hereโ (mit Shannon Funchess von Light Asylum) โ was fรผr ein รผberragendes Album es hรคtte werden kรถnnen. Wenn man denn gewollt hรคtte. Als Nรคchstes bitte lieber wieder etwas von Fever Ray. – 6 von 10 verschenkten Mรถglichkeiten

Ja, ist es. โThr!!!erโ spielt sicher nicht ohne Absicht auf ein groรes Werk der Musikgeschichte an. Wobei musikalische Gemeinsamkeiten mit dem King Of Pop รผberschaubar bleiben โ diese liegen in der Tanzbarkeit und im Funk, ganz klar. Ansonsten fรผhren die New Yorker das Erbe des LCD Soundsystems auf hohem Niveau fort und sorgen dafรผr, dass die Beine beim Hรถrgenuss zwanghaft zum Dauerzucken angeregt werden.
Vom cool losgroovenden Beginn mit โEven When The Water’s Coldโ รผber die sexy Sounds von โGet That Rhythm Rightโ, die funky Single โOne Girl/One Boyโ, das Synthie-Disco-Brett โSlydโ oder den Electropop von โCarefulโ – hier will, soll und muss getanzt werden, gerne (spรคter, Baby…) auch horizontal. Neun gelungene Tracks, man kรถnnte sagen: All Killer, No Filler. Oder besser: All K!!!er, No F!!!er. – 8 von 10 fetten Ausrufezeichen

Nun, โMosquitoโ hat schon einmal eines der markantesten Cover des Jahres (viele werden allerdings auch sagen, eines der hรคsslichsten). Darรผber hinaus kann dieses Album einfach extrem viel. Ja, es wird wieder mehr gelรคrmt โ beispielsweise im Titelsong. Aber der Pop ist nie weit weg, die Single โSacrilegeโ bietet neben eleganten Synthesizern sogar einen ganzen Gospelchor auf. Bei โSubwayโ gibt eine (gesampelte) U-Bahn den Takt vor. รber โThese Pathsโ trรคgt uns ein entspannter Beat aus dem Drumcomputer.
Und neben Nick Zinners merkanter Gitarrenarbeit und der detailfreudigen Produktion von Dave Sitek (TV On The Radio) und James Murphy (LCD Soundsystem, again) setzt natรผrlich die Stimme von Frau O. die Glanzpunkte, sowohl in den kantigeren, als auch in den gefรผhlvollen Stรผcken (wie dem starken finalen โWedding Songโ). Nichts auszusetzen, aber so gar nichts. – 8 von 10 auf der Bรผhne durchgeschwitzten Designerkleidern

Die Herren heiรen Marius Bubat und Georg Conrad und nennen sich Coma. Doch ins Koma fรคllt man bei dieser Musik garantiert nicht. Den beiden ist es nรคmlich gelungen, ein รคuรerst gelungenes Konglomerat aus Techno, House und vor allem Electro-Pop zu kreieren. Es hรถrt auf den Namen โIn Technicolorโ und ist voll und ganz in der Lage, uns den kommenden Sommer zu versรผรen.
Ohne Rรผcksicht auf irgendwelche Genregrenzen haben die beiden โ unterstรผtzt von Gรคsten wie Vimes, Ada und MIT โ tanzbaren Stoff wie โHoorayโ oder โMaybachโ aufgenommen, Electroclashiges wie โLes Dilettantesโ, einen an Django Django erinnernden Trip wie โOut Of Controlโ, einfach mal einen Pop-Ohrwurm wie โMy Orbitโ oder halt maximal Minimales wie, รคh, โmaximal MINIMALโ. Macht unglaublich gute Laune und sei wรคrmstens empfohlen. – 8,5 von 10 bunten Farbfiltern
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