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Auszeichnung in London

Daniel Miller wird mit renommiertem „Icon Award“ geehrt

Daniel Miller, Gründer des Labels Mute und Entdecker von Depeche Mode, wird im November mit dem renommierten Icon Award für sein Lebenswerk als A&R-Manager ausgezeichnet.

Präsentiert wird der „A&R Icon Award“ von der Music Business Worldwide zusammen mit den Abbey Road Studios. Mit der Auszeichnung werden Persönlichkeiten in Großbritannien geehrt, die mit ihren „Leistungen kommende Generationen beeinflussen werden.“

Karriere begann mit einer Single

Daniel Millers Karriere begann im Jahr 1978, als er unter dem Projektnamen „The Normal“ die Single „Warm Leatherette“ veröffentlichte. Auf der Single hatte Miller seine Postanschrift abgedruckt, worauf sich andere Musiker bei ihm meldeten, darunter Fad Gadget und DAF.

Entdecker von Depeche Mode

1980 entdeckte Miller Depeche Mode, die er nicht nur auf seinem frischen gegründeten Label Mute per Handschlag unter Vertrag nahm, sondern deren Alben er auch gleich produzierte. Bis heute spielt Daniel Miller für Depeche Mode eine wichtige Rolle, auch wenn die Band längst die Plattenfirma gewechselt haben.

„Daniel ist in erster Linie ist Musikfan“

Gegenüber der Music Business Worldwide sagt Vince Clarke (Depeche Mode, Yazoo, Erasure) zur Auszeichnung: „Daniel ist in erster Linie ist Musikfan. Ich glaube, dass er sich deshalb so gut mit den Künstlern des Labels versteht. Er nimmt eine Band nicht wegen ihrer Verdienstmöglichkeiten unter Vertrag, sondern weil er ihre Musik mag. Das unterscheidet Mute von den meisten anderen Plattenlabels.“

Kreative Kraft hinter Depeche Mode

Depeche-Mode-Manager Jonathan Kessler ergänzt: „Daniel Miller ist ein wichtiger Teil der Depeche-Mode-Familie und eine treibende kreative Kraft der Gruppe seit den frühen Tagen der Band.“ Während der Zeit mit MUTE und auch danach habe Daniel immer mit seinem wohlüberlegten Rat immer dazu beigetragen, das Image und den Sound von Depeche Mode zu lenken.

Die Verleihung der A&R Icon Awards findet am 9. November in London statt.

Sven Plaggemeier

Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

14 Kommentare

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  1. @trimtab

    Sorry aber Deine den Kommunismus verherrlichende Aussagen sind einfach widerlich.

    Antworten
    • @ the new A.

      Hi
      und danke für deinen Kommentar, manchmal muss man sich wirklich wundern, was im DM Forum so alles herumschwirrt ( Kopfschüttel). Anderseits… ist halt ein allgm. Problem von pop und Rockmusik, mit mehr oder weniger politischen oder soziokulturellen kritischen Texten. Irgendso ein Schwurbler ( egal ob links – oder rechts) wird sofort versuchen, Band und Song für seine Ideologie zu vereinnahmen. Daher ich wiederhole iS DM Bitte keine Weltverbesserungs Songs mehr! Geht immer in die Hose ( s. New Dress / BC). DM waren/sind mE eh keine politische Band ( zum Glück) , haben nicht den missionarischen Eifer wie ( o Graus) U2. Sehe das vielmehr als policy of dancing, und das machten viele NW Bands Anfang der 80er in der Hochzeit des Thatcherismus ( Heaven 17, the Smiths, auch Spandau Ballett, Style Council und und und). Das darüber stehen über den politischen Strömungen, das minimieren auf seine künstlerischen Aktivitäten, das ist was einen Daniel Miller ausmacht und mE viel zu spät gewürdigt wird. Ohne ihn hätte es DM oder auch Bands wie DAF , Goldfrapp und mal ganz provokant Laibach nicht gegeben, er hat die zunehmende Bedeutung des Elektro Sound auf Pop und Kulturszene früh erkannt und hat somit wesentlich für eine europäische, eigenständige Rock – und Popkultur bei getragen, während man in den USA noch Elvis und Bob Dylon nachhing. Wünsche Daniell , dem alten Punk : ) , weiterhin viel Freude bei seiner Arbeit, auch wenn er diese deutlich zurück führte, vielleicht sollte er mal ein ernstes Wort mit D,M und A reden, was das nächste Album betrifft : ). Auch wenn’s nicht zu 100% zum Thema passt…. Stay depeched

    • @The New A.
      Sorry- Kommunismus verherrlichen war nicht meine Absicht, da hast Du mich evtl. falsch verstanden. Ich fand es bei meinen Besuchen in der DDR interessant wieviel direkte Echos des Dritten Reichs ich dort erleben durfte, von den Grenzkontrollen bis zur Spitzelpolizei mit Deportationsgefahr – usw. Westdeutschland ist definitiv summa summarum vorzuziehen.

      Ich finde es allerdings manchmal schade, wie sehr man derzeit dauernd sich selbst zensieren muss, damit man auch bloß nichts sagt was irgendwie in eine „radikale“ Ecke gestellt werden kann – uns geht gerade die spielerische geistige Freiheit flöten, ganz massiv.
      Man muss nur ganz leise die großen Gewinne der Pharmaindustrie kritisieren und schon ist man Flat-Earth Coronaleugner oder „Querdenker“ – oder man fragt sich wie man die Immobilien+Mietpreise runterhalten will und mit 1.000.000 Wohnungsneubauten die Wohnungsnot lindern will, gleichzeitig aber davon spricht, dass die deutsche Wirtschaft ca. 2.000.000 Immigranten braucht um weiter so zu brummen, weil zu viele Jobs unbesetzt sind… und schon ist man irgendwie leicht rechtsradikal :D
      – usw.
      Ich wähle aber grün… und jetzt …

      Sorry – Politik sollte man ja aus Foren rauslassen deshalb bitte an Sven diesen Kommentar zu löschen falls es schiefgeht.
      Viele Grüße

    • @trimtab

      Sorry dann habe ich dich wirklich falsch verstanden. Ich bin für absolute uneingeschränkte Meinungsfreiheit sofern weder die Nazizeit noch das Zeitalter der roten Faschisten verherrlicht, oder relativiert wird.
      Womit du 100 % Recht hast, Politik hat hier nichts zu suchen und auch keine links-, oder rechtsradikalen Äußerungen. Da darf man keinen Unterschied machen zwischen beiden Extremen.

    • thom

      wir sollten uns alle mal treffen und ein paar seiner alten songs anhören
      wie WARM LEATHERETTE haha

      hat sogar mal NINE INCH NAILS live gespielt

      Daniel Miller muss ein sehr guter Mensch sein. Jeder andere Plattenboss hätte ERASURE spätestens 1997 gefeuert

  2. Sohn von Leuten, die das NS-Deutschland verlassen hatten

    ich finde diesen menschen so faszinierend. erst vor kurzem erfahren, dass seine Eltern nach dem Anschluss Österreichs nach England flohen

    Ich wette, ohne diesen großartigen Menschen wären DM nie so erfolgreich geworden.

    1983 erschien CONSTRUCTION TIME AGAIN und das ist bis heute das einzige Studioalbum der Band, das es nicht in die US Billboard 200 schaffte, da es mit Kommunismus usw. assoziiert wurde. Man achte nur mal auf das Cover. Viele Läden hatten das Album nicht mal im bestand.
    Ein anderer Plattenboss hätte gesagt, nein macht was anderes damit begeht ihr kommerziellen Suizid

    Antworten
    • Im Kapitalismus bedeutet Schönheit, „nichts zu tun zu haben außer schön zu sein“.
      Sozialistischer Realismus zeigt die Schönheit von Menschen, die im Dienst ihrer Gemeinschaft/Kommune Werktätig sind – kräftige Arbeiter, Frauen mit Standkraft, usw.
      Arbeiten ist schön! (Jedenfalls wenn die Arbeit direkt Sinn macht und nicht wie im kapitalistischen System nur ein Verkauf von Arbeitskraft ist und letztlich ein Gefangensein im Hamsterrad, ob je ein Sozialistisches System diesem Ideal gerecht wurde ist jetzt mal eine andere Frage :D ).

      Im Grunde ist der Arbeiter bei CTA schon eher „auf die sozialistische Art schön“ – allerdings ist bspw. bei „Pipeline“ auch eine gewisse Melancholie bei der anstrengenden sozialistischen Güterverteilung zu spüren – bei Two Minute Warning scheint man ja sogar Konzentrationslager/Gulags zu besingen, die nicht besonders idyllisch wirken :D

      So richtig nach „frisch auf an die Arbeit“ klingt CTA auch nicht, aber zumindest „kapitalismuskritisch angetoucht“ :D From the top to the bottom and then…

    • Hanne Nussbaum

      Seine Mutter war die Schauspielerin Hanne Nussbaum.
      Der Aderlass jüdischen Lebens in Deutschland und Österreich zur damaligen Zeit ist eine Tragödie von der sich unsere Länder bis heute nicht erholt haben.

    • tragisch

      ja tragisch.
      ich selber bin auch jüdischer Herkunft.

      in der Schule haben wir mal in Geschichte einen Quiz gemacht und die Lehrerin fragte uns,, wer war zuerst da Marilyn Monroe oder Marlene Dietrich?“
      als wir alle Monroe sagten, klärte uns unsere Lehrerin auf.
      Dietrich war zwar keine jüdin aber die Leute, mit denen sie arbeitete, kurt gerron, josef Sternberg usw. schon

      die meisten dieser Leute verliessen Deutschland

    • -

      hmm also das cover ist toll aber kam in den USA irgendwie falsch an, wegen Hammer und Sichel und Arbeiterkluft

  3. Was ich gerade über Kopp in der Wikipedia las…

    Was ist denn das für eine Werbung lieber Sven…

    Antworten
    • Werbung wird automatisiert eingespielt

      Vielen Dank für Deinen Hinweis. Die Bannerwerbung auf dieser Seite wird von Google automatisiert ausgespielt, d.h. ich wähle keine Werbung explizit aus. Ich kann aber unerwünschte Werbung blocken, was ich in diesem Fall tun werde.

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