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Zum Tode von Fletch

Andy Fletcher – der gute Geist, der alles zusammen hielt

Andy Fletcher ist tot. Wie aus dem Nichts traf uns am Vatertag die schockierende Nachricht. Andys plötzlicher Tod macht uns unendlich traurig. Unvorstellbar, dass ein Teil von Depeche Mode nicht mehr da sein wird. Andy „Fletch“ Fletcher wurde nur 60 Jahre alt.

Auch mit Abstand von zwei Tagen fällt es schwer, den Tod unseres Lieblingskeyboarders zu begreifen. Es fällt auch deshalb so schwer, weil mit Fletch ein Stück in uns selbst gestorben ist. 42 Jahre lang haben uns Andy und seine Bandkollegen von Depeche Mode mit ihrer Musik begleitet. Sie schufen über vier Jahrzente den Soundtrack zu unserem Leben. Dass wir eine Band lieben und verehren durften, die zu jeder Lebenssituation einen Song im Repertoire hatte, der wie für uns gemacht schien, dass wir dieses Band schließlich als ein eigenes Lebensgefühl wahrnahmen, weil längst die passenden Worte für unsere Hingabe ausgegangen waren – das war und ist ein ungeheuer wertvolles Geschenk des Lebens. Ein Privileg, das wir ohne Andy Fletcher nicht erfahren hätten.

Andys Beitrag als Musiker zu Depeche Mode ist formal schnell erzählt: Fletch hat weder einen Song noch jemals einen Songtext geschrieben. Über seine Rolle in der Band sagte 1989 er in einem Interview für den Dokumentarfilm „101“ selbstironisch: „Martin ist der Songschreiber, Alan ist der gute Musiker, Dave ist der Sänger und ich gammel herum.“

An dem mit britischen Humor gewürzten Understatement stimmt eigentlich nur, dass Fletcher vor allem im Hintergrund wirkte. Er organisierte, kümmerte sich ums Business und sorgte dafür, dass alle Fäden zusammen liefen.
Seine weitaus gewichtigere Rolle war jedoch die des Vermittlers. Auf der Beziehungsebene der Band sorgte er für den Ausgleich zwischen dem extrovertiertem Sänger Dave Gahan und dem introvertiertem Songwriter Martin Gore, der über viele Jahre hinweg seinen langjährigen Schulfreund Fletch als Sprachrohr beanspruchte.
Depeche Mode hatten im Laufe ihrer Karriere einige Stationen, die beinahe das Ende der Band bedeutet hätten: eine zerfleischende Welttour, an deren Ende Alan Wilder die Gruppe verließ, die massiven Drogenprobleme von Dave Gahan und später dessen Anspruch, als zweiter Songswriter neben Martin Gore zu agieren. Andy Fletcher brachte immer wieder alle an einen Tisch. Er war der gute Geist, der alles zusammen hielt und Depeche Mode erneut in See stechen ließ.

In Gedenken an Andy Fletcher legten Fans am Freitag Blumen vor den Türen des Berliner Hansa Studios nieder, wo Depeche Mode eine Alben einspielten. Foto: Andreas Veith

So wenig sichtbar sein Beitrag zu Depeche Mode hinter den Kulissen für Außenstehende blieb, so unprätentiös gab sich Fletch auf der Bühne. Während Dave Gahan im Rampenlicht und von Tausenden Fans frenetisch bejubelt, raumfüllend und mit ausschweifenden Posen die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zog, stand Fletch eher unscheinbar und etwas ungelenk hinter seinen Keyboards. Ein Anti-Star, geradezu der Gegenentwurf zu Gahan. Ein Normalo, wie Du und ich, der während der Live-Shows auch gerne einmal eine Banane zur Stärkung aß – als wenn er sich gerade auf einem Betriebsausflug befunden hätte.

Vielleicht war diese bodenständige und nahbare Art mit ein Grund dafür, dass die Fans nicht immer wertschätzend mit Fletch umgingen. Geäußerte Zweifel, ob die Keyboards bei den Live-Shows überhaupt angeschlossen seien, waren noch einigermaßen witzig gemeint und seit den 80ern ein Running-Gag. Fletch begegnete ihnen mit seinem großartigem Humor, indem er sich selbst als „bester Ein-Finger-Keyboarder der Welt“ bezeichnete. Ans Eingemachte ging jedoch der Vorwurf, dass sein muskalischer Input bei Depeche Mode eigentlich nicht auszumachen sei – was im Grunde seine Rolle bei der Band insgesamt in Frage stellte.

Das beschäftigte Andy Fletcher. In einem Interview mit Electronicbeats erklärte er 2013: „Innerhalb der Band bringe ich das Element des Pop ein. Martin L. Gore […] liebt den amerikanischen Blues und Country. Und Dave hat den Jazz für sich entdeckt. Ich aber werde wohl auf ewig den einfachen Pop-Melodien und der Leichtigkeit, für die sie stehen, treu bleiben.“ Und weiter: „Weil ich mich nicht in den Vordergrund dränge, halten mich viele für das fünfte Rad am Wagen. Manchmal ist es frustrierend, nicht ernst genommen zu werden. Man könnte ja auch sagen, mein Job ist der wichtigste, ohne mich gäbe es keine Band mehr“.

Seit Donnerstag ist die Depeche-Mode-Familie nun nicht mehr vollständig. Depeche Mode sind ohne Andy Fletcher eigentlich kaum denkbar. Und dennoch würde es in seinem Geiste sein, wenn die verbleibenden Bandmitglieder Dave Gahan und Martin Gore weitermachten. Wenn sie ein weiteres Mal das große Schiff Depeche Mode in Bewegung setzten und ein letztes Album von Depeche Mode veröffentlichten. Ein Album für ihren lieben Freund Andy Fletcher. Das würde Fletch sicher gefallen.

Du fehlst uns, Andy.

Sven Plaggemeier

Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

307 Kommentare

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  1. Depeche Mode als Duo

    Depeche Mode sollten zu Ehren von Andy als Duo weitermachen. So wie beispielsweise die Pet shop boys oder Erasure.Man könnte den Band amen auf 2 Buchstaben kürzen.DM steht für Dave Martin.Das wäre eine gute Sache braucht aber noch etwas Zeit.Danke Andy wir werden dich nie vergessen. Gruss Swen Rusch

    Antworten
    • D Dave + M Martin :)

      Cool, ist mir irgendwie noch gar nicht aufgefallen,
      dass genau die Anfangsbuchstaben von DM auch Daves und Martins Name am Anfang gleichzeitig ist.
      Wahrscheinlich anderen auch noch nicht,
      da es niemand bisher erwähnt hat. ;-)

      Ja, hoffen wir mal das Beste, und dass tatsächlich noch etwas von den Beiden kommt, wäre echt schade um die einzigartige Symbiose aus Martins schönen Texten und Daves toller Stimme.
      Musikalisch gesehen ginge es ja….,
      und damit würde Andy ja auch weiterhin bei allen in Erinnerung bleiben.
      Sicherlich würde er sich auch darüber freuen,
      wenn es weiterhin DM, auch gerne weiterhin als
      DM – Depeche Mode, gäbe und von oben aus unterstützen.

      Müssen wir leider abwarten, bis es irgendwann mal ein Statement o.ä. gibt. Irgendwie steht ja momentan alles still,
      es gibt keine Infos oder sonst etwas von Dave/Martin selbst oder vom Management – da braucht es sicherlich noch etwas Zeit,
      bis wir vielleicht mal Näheres erfahren …

    • D Dave + M Martin = DM :o)

      Cool, ist mir irgendwie noch gar nicht aufgefallen,
      dass genau die Anfangsbuchstaben von DM auch gleichzeitig
      Daves und Martins Name am Anfang ist.
      Wahrscheinlich anderen auch noch nicht,
      da es noch niemand bisher erwähnt hat. ;-)

      Ja, hoffen wir mal das Beste, und dass tatsächlich noch etwas von den Beiden kommt, wäre echt schade um die einzigartige Symbiose aus Martins schönen Texten und Daves toller Stimme.
      Musikalisch gesehen ginge es ja….,
      und damit würde Andy ja auch weiterhin bei allen in Erinnerung bleiben.
      Sicherlich würde er sich auch darüber freuen,
      wenn es weiterhin DM, gerne auch weiterhin als
      DM – Depeche Mode,
      gäbe und von oben aus unterstützen.

      Frage mich überhaupt, ob man, wenn man so berühmt ist,
      nicht generell schon vorher über so spezielle Situationen sprechen muss, es kann ja auch mal jemand unverhofft einen Unfall haben oder plötzlich krank werden…, whatever…

      Ich will jetzt nicht sagen, „Plan B“, oder „was wäre, wenn…“,

      aber über mögliche unerwartete Situationen, so wie leider jetzt eingetreten, muss man doch irgendwie mal im Voraus sprechen,
      denke ich, oder ist das ein abwegiger Gedanke?
      Ich weiß es nicht…

      Müssen wir leider abwarten, bis es irgendwann mal ein Statement gibt. Irgendwie steht ja momentan alles still,
      es gibt keine Infos von Dave/Martin oder dem Management,
      Aktualisierungen im Netz…,
      aber das ist ja generell schon immer etwas rar gewesen –
      vielleicht braucht es einfach „nur“ noch etwas Zeit,
      bis Näheres zur Zukunft veröffentlicht wird…

  2. Goodbye Andy!

    Vielen Dank für den schönen und treffenden Nachruf! Und auch vielen Dank an alle, die in den Kommentaren ihre Gefühle und Erinnerungen geteilt haben! Ich schaue seit dem 26.05. täglich hier rein und lese mit; es tut gut zu wissen, dass man nicht alleine ist.

    Ich kenne die Musik von Depeche Mode schon mein ganzes (bewusstes) Leben lang. „People Are People“ ist eine meiner frühesten musikalischen Kindheitserinnerungen. Zum Fan wurde ich Anfang der 90er, da war ich zehn Jahre alt und versuchte, mit meinen ersten lückenhaften Englischkenntnissen irgendeinen Sinn in Martins Texte zu bringen. :-) So richtig gelang mir das jedoch erst mit dem Album „Ultra“; da war mein Englisch dann gut genug und ich vor allem im passenden Teenager-Alter.

    Für mich waren Depeche Mode immer mehr als „nur“ gute Musik. Sie waren dabei bei all meinen Höhen und Tiefen, bei den Erfolgen und Misserfolgen, bei den schönen Momenten und auch bei dem Mist, den ich manchmal gebaut habe oder der sich manchmal einfach von selbst vor mir aufgetürmt hat. Sie waren mein „Trotzdem“: Sie haben mir gezeigt, dass man sein Leben „trotzdem“ leben kann, weil sie nach all den Hindernissen – Drogen, Alkohol, Depressionen, Streitereien, Erkrankungen – einfach immer trotzdem noch da waren. Sie waren meine Begleiter und Ratgeber und manchmal das Einzige, was noch irgendwie Sinn ergab.
    Es ist für mich schwer zu begreifen, dass einer dieser Begleiter nun nicht mehr da ist. Ich mochte Andy sehr, seinen Humor, seine Selbstironie, seine ruhige und gleichzeitig selbstbewusste Art. Wie er immer irgendwie cool und geeky zugleich war. Wie er sich im Hintergrund hielt und trotzdem immer präsent war wie der berühmte Fels in der Brandung. Meine Gedanken sind bei Andys Familie, bei seinen Freunden, bei Dave und Martin und allen, denen er etwas bedeutet hat. 60 ist viel zu früh!

    Farewell, Fletch, and thank you for keeping me company!

    PS: Ein meiner Meinung nach sehr schöner Nachruf (auf Englisch) ist auch hier zu finden: http://almostpredictablealmost1.blogspot.com/2022/05/andy-fletcher-tribute.html

    Antworten
    • Dave, Martin, Andy - DM

      Liebe Jana,

      auch ich lese hier seit dem 26.05. fast täglich die Kommentare,
      oder schaue hier auf die Seite, ob es irgendwelche neuen Infos gibt, im Moment rechne ich jedoch eher nicht damit.

      Ich finde es auch sehr schön, wie Du Deinen Nachruf formuliert hast, hätte so auch von mir geschrieben sein können. :)
      Mir fällt auf, ohne Feministin o.ä. zu sein,
      dass man immer sofort merkt, wenn eine Frau etwas formuliert hat, oder ein Mann.

      Zum Einen ist es meist viel mehr Text und deutlich gefühlvoller geschrieben,
      es gibt auch kein Gehate, Vorwürfe oder die dauernden Wünsche nach Alan oder anderen Ex-/Alternativ-Mitgliedern,
      sei es fürs Studio oder Live,
      es wird einfach nur mal ein Einblick in die momentane Gefühlswelt geboten, und wie versucht wird,
      diesen plötzlichen Schockmoment zu verarbeiten und damit umzugehen.

      Das finde ich sehr gut und schön,
      dass es einfach nur darum geht. :)

      Dass Andys Tod für alle plötzlich und unerwartet kam,
      ist sicherlich jedem klar und auch unbegreiflich,
      damit muss jeder für sich erstmal klarkommen,
      und welche Auswirkungen das alles haben könnte.
      Interne Infos hat ja vermutlich auch kaum jemand,
      ob es da doch noch andere Hintergründe gab oder nicht.

      Ich verstehe auch nicht, wie es dazu von jetzt auf gleich kommen konnte, ich stelle mir immer vor, dass ich mich, glaube ich,
      jedes Jahr in ein Ganzkörper-MRT begeben würde und mehr als regelmäßig alles Mögliche kontrollieren lassen würde,
      wenn ich so ein privilegiertes und vor allem unabhängiges Leben führen dürfte.
      Das hat jetzt nichts mit Hypochonder o.ä. zu tun,
      einfach der Vorsicht halber.
      Daher finde ich es umso schockierender, dass man einfach so,
      ohne anscheinend Vorerkrankungen gehabt zu haben,
      aus dem Leben gerissen werden kann.
      Ich frage mich trotzdem, ob der Fahrradunfall nicht doch evtl. etwas damit etwas zu tun haben könnte, man weiß es ja nicht, wie und wo Andy irgendwie zu Fall gekommen ist.
      Ich habe mal hier im Forum irgendwann gelesen, er wäre auch Diabetiker gewesen, keine Ahnung, ob das stimmt,
      habe zumindest bisher sonst noch nie etwas davon gehört.

      Von Dave und Martin fände ich es trotzdem irgendwann schön,
      wenn sie zumindest mal ein paar Infos der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen würden, was denn nun mit Andy passiert ist,
      natürliche Ursache kann ja auch alles Mögliche bedeuten,
      und was sie sich zumindest ansatzweise für die Zukunft von DM vorstellen könnten.

      Ich habe z.B. keine Social-Media-Accounts, da ich es nicht möchte, daher nur hier grob gesehen oder auf anderen Homepages die Möglichkeit, mal etwas nachzulesen.

      Schade finde ich auch, dass weder im Fernsehen, Radio … irgendeine großartige Würdigung für Andy und DM im Gesamten zu sehen/hören war.
      Immerhin sind sie eine der größten und mit am längsten bestehenden Bands ever, auch wenn eher für eine andere speziellere Gruppe von Menschen gedacht.

      Auch hätte mich mal interessiert, ob DM theoretisch/ursprünglich gesehen für einen Auftritt beim Konzert vieler britischer Musikstars zum Platinum Jubliée der Queen vorgesehen waren…
      – wohl eher nicht, vermute ich mal, was auch sehr schade ist.

      DM waren auch für mich (44 J.) seit Anfang der 90-iger nicht mehr aus meinem Leben wegzudenken, auch ich habe mir sämtliche Texte mit meinem Langenscheidt-Wörterbuch übersetzt, was auch zur Nachhaltigkeit und Textsicherheit bei den div. Konzerten, die ich besuchen durfte, beigetragen hat. ;)
      Man fühlte sich einfach in seiner Zeit des Umbruchs als Teenager verstanden und aufgehoben.

      Martins rhetorisch einzigartig formulierte Texte,
      in Kombination mit Daves einzigartiger Stimme,
      seiner Art zu Singen überhaupt, der jeweiligen Stimmung,
      die in den jeweiligen Songs ausgedrückt werden sollte,
      die man auch sofort nachempfinden konnte, da es ehrlich war, und natürlich gepaart mit den jeweiligen Melodien und besonderen Klangeffekten –
      es war einfach perfekt für mich und hat auch mich nun über viele Jahrzehnte hinweg schon begleitet, therapiert und auch mitunter geheilt.

      Auch ich würde mich natürlich sehr freuen, wenn die beiden zumindest noch ein letztes Album als runden Abschluss herausbringen würden, vielleicht gepaart mit ein paar wenigen
      Tribute-to-Andy-Live-Auftritten in diversen Großstädten auf der Welt.
      Hier könnte man Andy vielleicht als Avatar im Hintergrund auf einem Stuhl o.ä. teilhaben lassen, natürlich nicht am Keyboard.
      Nur als Würdigung gedacht, nicht als „Vollständigkeit“ für die Fans natürlich.

      Ich kann aber auch verstehen, falls dies für die beiden nicht möglich sein sollte, insbesondere für Martin ist es wahrscheinlich schwer, nun ohne Andy zu sein.
      Es ist mir klar, dass die Uhr bei niemandem stehen bleibt,
      außerdem sagte Dave ja auch mal in einem Interview,
      dass er sich nicht vorstellen könnte, mit 65 J. noch auf der Bühne herumzuwirbeln, sondern dann lieber am Strand seine Ruhe genießen möchte.
      Klar, natürlich auch verständlich, so würde man es sicherlich ebenfalls handhaben, wenn man die Freiheit hat, selbst zu entscheiden, ab wann man seinen Tag eigentlich nur noch mit Freizeit verbringen möchte.
      Das würde unsereins sicherlich ab sofort machen,
      wenn es ab sofort möglich wäre, wenn man ehrlich zu sich ist.

      Klar, Musik zu machen, wenn man quasi sein ganzes Leben diesem Bereich gewidmet hat, ist in gewissem Sinn vermutlich auch etwas wie “Freizeit“, da es Einem ja Freude bereitet,
      aber trotzdem gibt es auch einen gewissen Druck oder bestimmte Erwartungen von außen, was man dann nicht vermeiden kann.

      Das müssen die beiden sich nun gut überlegen, ob man dem Schiff DM nochmal die Segel mit allen Konsequenzen,
      die dann natürlich automatisch folgen, setzen möchte,
      oder ob sie eher sagen, „lassen wir es gut sein“.

      Es gibt 40 Jahre Bandgeschichte, ein Mega-Konzert zum Abschluß 2018 und die MODE-Box nochmal mit so gut wie allem,
      was veröffentlicht wurde, warum dann nochmal anfangen,
      alles „aufzuwühlen“.
      Manchmal ist ein Monument, so wie es gerade ist,
      vielleicht besser in Erinnerung zu behalten,
      als wieder irgendetwas anzufangen und die Reaktionen wären ggf. verhalten.
      Manchmal kann man den Leuten auch einfach nicht recht machen, egal, wie man etwas dreht und wendet, es ist dann immer irgendwas nicht gut genug oder es gibt trotzdem wieder irgendeinen Grund für Meckereien.

      Das wäre dann vielleicht nicht so der krönende Abschluss,
      den DM sich irgendwann erhofft haben,
      dann vielleicht alles besser so lassen, wie es gerade ist.

      Da müssen wir leider einfach schauen, was sich zum jeweiligen Zeitpunkt für alle ergibt, und wie die Entscheidungen ausfallen werden.
      Selbstverständlich würde auch ich mich natürlich eher freuen,
      irgendwie nochmal etwas von DM zu hören,
      damit man als Fan vielleicht auch besser damit umgehen kann, dass ein Ende von DM zu irgendeinem Zeitpunkt bevorsteht.
      Man könnte sich seelisch und mental vielleicht dann auch etwas besser darauf einstellen und kommende Situationen besser verarbeiten, als wenn jetzt abrupt alles so stehen bleibt.
      So schwer es generell sowieso schon fällt… ??????

    • So empfinde ich auch

      Danke liebe Jana, mir geht es auch so, ich lese jeden Tag und möchte eigentlich, dass morgen jemand ruft „April April“ der Schock sitzt noch tief. Leider hört man nichts von Dave, Martin oder dem Management – zumindest habe ich nichts mitbekommen. Depeche Mode ist mein Leben und das bleibt auch so.

  3. @ Sven Plaggemeier

    Könnten Sie bitte die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ausschalten. Das hier soll doch ein Nachruf auf unseren Fletch sein. Ich bin erschüttert was hier einige zum besten geben, wie sich hier einige benehmen. Solche Menschen haben keinen Anstand und kein Mitgefühl.

    Antworten
    • Veto

      Das halte ich für falsch. Es gibt vielleicht noch den einen oder anderen, der hier etwas zum Thema beitragen möchte. Es gibt immer noch Fans, die trauern. Postings für Fletch können mitunter bei der Trauerbewältigung helfen. Sollen wirklich alle die Missetaten von wenigen zu spüren bekommen?

      Mein Vorschlag: Don’t feed the troll. Das wäre das Beste.

      Wenn die Hater nur wüssten, was sie sich selbst damit antun (Stichwort: Karma)…

  4. Ich weiß das ich nicht lesen will …

    Habe den Beitrag zu Andy gelesen … dann habe ich gesehen das viele Kommentare abgegeben wurden , ich dachte das dort viele Fans ihre Traurigkeit zum Ausdruck bringen … aber was lese ich wieder ?
    In den ersten Kommentaren wird schon wieder gehatet und geschimpft … worüber weiß ich gar nicht , ist mir auch egal … ich kenne keine Fans einer Band die in der Musik so vereint sind , aber sich in verschiedenen Meinungen so hassen … wer mit Andys Tod immer noch nicht verstanden hat das die Uhren ticken und man weiß nicht wann sie stoppen und man eigentlich keine Zeit mit Hass , Ärger oder gar Krieg verschwenden sollte … der tut mir leid … es kann manchmal so schnell gehen und aus heiterem Himmel … meine Zeit ist mir zu schade die immer zu 80% fiesen Kommentare zu lesen … ich höre auf zu lesen und verabschiede mich hiermit , es wird keine Posts und Kommentare mehr geben von mir. Ich wünsche uns allen ein langes Leben und allen „Hatern“ ein liebevolles aufwachen.

    Antworten
    • Man kann´s auch übertreiben

      Seltsam, habe mir extra nochmal die ersten Beiträge durchgelesen und kann keine „80 % fiesen Kommentare“ finden.

    • …das macht mit das Internet aus. Es ist bekannt, das unsere Gesellschaft rauher und abgestumpfter geworden ist, siehe auch im offline-Alltag. Das hängt auch viel mit Gewalt im Internet zusammen. Alles kann man finden. jeden Tag kommen negative Nachrichten und Todesnachrichten und Kriegsnachrichten und Corona- Nachrichten. Mit der Zeit stumpft man ab.
      Auch Profi-Zeitungen fragen nach Andys Tod, welche Aufgabe er wohl in der Band hatte. Das liegt aber auch an Depeche Mode (die anderen Bandmitglieder), die das hätten aufklären können. Da kam nie ein gemeinsames Statetment über Andy Fletcher, vielleicht wollte er das auch nicht. Menschen wollen immer unbedingt alles wissen. Was mir auffällt ist, diese unglaubliche Geldgier viele Menschen, man will über alles und jeden nur noch Geld machen und rausziehen, selbst wenn derjenige nicht mehr unter uns ist. Das ist schon der Hammer.
      Gut: als Depeche Mode anfingen, gab es da noch nicht das Internet. Ich bin froh, in dieser schönen Zeit aufgewachsen zu sein. Die jetzige Zeit macht schon auch nachdenklich.
      Ruhe in Frieden, Andy.

    • Wohl eher zu Ehren des Geldbeutels der Verfasserin des Buches.Ein Tribut an die schnelle Kohle auf Kosten eines Toten.
      By the way… Darf man einfach so Depeche Mode auf ein Buchcover schreiben?(Markenname?) und sind die Fotos alle selbst geschossen?Wenn nicht gibt es mitunter eine fette Urheberrechtsklage von einem großgewachsenen Fotografen aus Holland.
      Und nochmal by the way… der Mann hieß Fletch und nicht Flecht.

    • @ Ray72

      Da hast Du recht und diesen Werbepost sollte man löschen.
      Autor ist eine Michaela Lau. Unter dem Namen gibt es dutzende ähnliche sogenannte Tribut Hefte/Bücher von Hinz und Kunz. Sehen alle sehr billig gemacht aus und kann mir nicht vorstellen das das irgendwas offizielles, oder genehmigten ist.

    • @Dorian Gray

      Du liegst leider völlig falsch in Deiner Annahme, dass Alan die Band freiwillig verlassen hat.

    • Danke

      …jetzt verstehe ich was passiert ist, wenn man das Bild von Andy genau anschaut. Ich habe ihn noch nie so gesehen! natürlich falls das Bild neuerer Herkunft ist.
      Fletch, war ein toller Mensch!
      zu den anderen: bitte mehr in der Realität bleiben, Depeche Mode und Andy Fletcher sind keine Heiligen, sondern Menschen wie Du und ich. Mit mancher Aussage hier dürfte man über niemanden ein Buch schreiben der/die verstorben sind, also bitte runterkommen. Es muss nicht alles schlecht sein.

  5. Zukunft DM

    Ich denke nicht das es angebracht ist wenige Tage nach Andys Tod über die Zukunft von DM, oder gar einen Ersatz für ihn zu spekulieren. Das ist absolut pietätlos. Jetzt ist die Zeit der Trauer und des Gedenkens an einen der größten der Musikgeschichte, einen Freund, Vater und Ehemann. Schämt Euch!

    Antworten
    • Danke

      Ich bin ganz Deiner Meinung

    • genau..

      das unterschreibe ich auch so. Ob und wie es mit DM weitergeht…it is written in the stars abouve..
      R.I.P. Andy Fletch Fletcher
      es ist einfach sooo traurig :(

  6. Depeche Mode auflösen

    Ich denke, es wäre gut, wenn sich die Gruppe auflösen sollte. Der Lack ist ab. Depeche Mode sind ohne Alan und jetzt Fletch nicht mehr DM. Eigentlich gibt es DM schon seit 1995 nicht mehr mit Alans Ausscheiden. Dave, Mart und Alan sollten noch ein paar Gigs geben und das Projekt beenden.

    Antworten
    • Bitte keine neue Debatte wegen Alan

      Ich finde, dass es nicht angemessen ist, an dieser Stelle zum millionsten Male darauf hinzuweisen, dass Depeche Mode seit dem Weggang von Alan nicht mehr Depeche Mode waren. Jeder darf dazu ruhig seine Meinung haben, aber dieser Thread sollte einzig und allein Fletch gelten.

    • Du bist wohl ein echter Fan?! Hoffe wir sehen uns auf den Konzerten.

    • Manchmal muss man loslassen…

      können …. sagte ein Bekannter vor Jahren zu mir…. und
      ergänzend
      „Vieles kehrt zu Dir von alleine zurück,
      wenn DU ihnen etwas bedeutest“ .

      Hi @Flood.
      Warum ich das schreibe?
      Weil ich davon überzeugt bin, dass sich Martin und Dave ihrer Bedeutung für die weltweite DM Fan -Basis bewusst sind.

      Loslassen sollte man jedoch mE als Fan, von der Vorstellung, dass man Andy anderweitig irgendwie adhoc substituieren könnte, dass DM weitermachen wie bisher ( wenn auch letztmalig).
      Und über die hier oft erwähnten EX Bandmitglieder oder Gordeno als Vollwertiges Bandmitglied erspare ich mir die Vielzahl von Gegenargumente.
      Mit Andy ist auch ein Teil unserer Jugendjahre verstorben… man kann sie noch so oft herbei schreiben , sie kommen nicht wieder : (
      Und selbst wenn irgendwie ne kleine Welttournee stattfinden sollte
      ( hypothetische Annahme) , was wenn man als Konzertbesucher und Fan merkt, dass die Chemie in der Band nicht mehr stimmt, die Bühnenshow , die Darbietung der Songs nicht so richtig klappt, die Band-Fan Beziehung , der zeremonielle Charakter der Live-Auftritte einfach nicht mehr zustande kommt ?
      Zwischen Bewunderung und empfundenem Mitleid ggb Künstler, ist oftmals nur ein schmaler Grad.
      Ich denke all dieses werden Dave und Martin berücksichtigen, was die weitere Zukunft der Band betrifft.
      Es gibt noch andere
      x- Optionen, wir werden sehen.

      Wie es auch immer weitergeht, es ist die Entscheidung von Dave und Martin, sie sind die ( noch verbleibende) Seele von DM
      ( und nicht Eigner, Gordeno oder Alan , der aus eigener Entscheidung die Band in ihrer schwersten Krise verließ)
      und sie werden mit Sicherheit die richtige Entscheidung treffen.
      Geben wir ihnen Zeit und erinnern wir uns an Andy und/oder der tollen Jahrzehnte (!) mit dem Sound von DM.

      Hab selbst allerdings zZt ein flaues Gefühl, wenn ich einen DM Song irgendwo höre. Hab Andys Verlust noch nicht so richtig verarbeitet ,
      selbst das herrlich groovig laszive
      Behind the Wheel, dass ich zu Lasten meines Umfeld immer gerne mitsang, ich hab’s beim Streaming übersprungen. Höre seit letzter Woche wieder vermehrt eher Bands der NewWave Anfänge Ende Siebzigerjahre, die ich als Teenie schon genial fand, Bands wie XTC , Fischer Z, Blondie, Bauhaus, the Jam.. deren wunderbarer Song
      „ Thats Entertainment“ gibt mir zZt etwas wie Trost …
      und mit Sicherheit auch wieder Songs von DM, egal aus welcher Band-Ära und LP Erscheinungsjahr, bin mir sicher, braucht nur seine Zeit.

      In Erinnerung an Andy

      Stay depeched
      und ein erholsames Pfingstwochenende

    • DM mit Gordeno und Eigner sind eigentlich ein Witz… Man stelle sich gerade die 84 – 87 mit Gordeno und Eigner statt Alan und Andy vor… hat echt nur was für Neufans (würg).

    • Würde mich mal interessieren, wer Alan rausgeworfen hat. Eigner, Gondero oder einer der anderen drei Nichtmusiker?

    • Genau richtig.

      Auf den Punkt gebracht und nichts mehr hinzuzufügen.

    • Never Let Me Down auf dieser „Quasi-Bombast“ Stadionorgel passt echt gut!

  7. Depeche Mode-Special im Livestream! JETZT!

    Wo sind die wahren Fans? Und, ist es denn nicht schöner familier zusammen ein paar schöne Stunden heute abend mit unseren Depeche Mode-Lieblings-Songs zu verbringen?

    Der Stream ist FLECHTER & DEPECHE MODE gewidmet!

    1. Ihr braucht dafür die App „Lovoo“, die Ihr Euch über den Play Store runter laden und installieren könnt!
    2. anschl. Lovoo öffnen, registrieren (weiteren Anweisungen der App dabei befolgen) und einloggen
    3. dann unten auf „Live“ (mit dem eingekreisten Play-Tasten-Symbol / Dreieck) klicken
    4. nun oben rechts auf die „Lupe“ (Symbol für die Suche) klicken und dort den Namen „Classics Night“ eingeben
    5. jetzt nur noch das Profil von der „Classics Night“ anklicken und schon seid Ihr im Livestream und könnt mitmachen

    LINE UP:

    von 20:00 Uhr bis 20:36 Uhr (LÄUFT SCHON JUST IN DEM MOMENT!):
    Depeche Mode live im Croc´s Club 1981 (Soundboard-Mini-Kult-Konzert von ca. 36 Minuten)

    Und ab 20:36 Uhr bis Open End….
    ….spiele ich den ganzen Abend nur Depeche Mode-Songs (ebenso Eure DM-Wünsche)

    Also kommt alle rein – es geht bis morgen!

    Freu mich unter Gleichgesinnten an Depeche Mode zu denken und den äußerst schrecklichen Verlust!

    Ganz liebe Grüße!

    Classics Night

    Antworten
    • Die App ist sch….

      Ich habe kein Interesse an irgendwelchen Datinggeschichten. Die App ist nicht mein Ding.

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