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Wobei, eigentlich hätten wir ausnahmsweise mal in der Überschrift Band und Titel tauschen sollen. Denn Love, Get Well Soon (und so ist es durchaus auch gedacht) passt ja viel besser, nicht zum ersten Mal in der Bandgeschichte. Konstantin Gropper hat sich also des größten, aber auch schwierigsten Themas der Popmusik angenommen.

Schon mit dem Debüt „Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon“ (2008) war sofort klar, hier erwacht eines der größten musikalischen Talente, die unser Land zu bieten hat. Auf weiteren zwei Alben sowie Soundtrackarbeiten bestätigten Gropper und seine Helferlein dies. Und nun eben: Liebe.

Nachdem das letzte Album stark von der Begeisterung für Filme und deren Vertonung geprägt war, gibt es jetzt also die schnulzige Balladenplatte? Nee, denkste, natürlich nicht. Der Konstantin denkt gerne mal um die Ecke (wie man auch an den kongenialen Videos sehen kann), gewinnt dem Thema erstens tatsächlich ein paar neue Facetten ab und liefert mit „Love“ überraschenderweise sein bislang fröhlichstes und poppigstes Album ab.

Auf dem gleich sechs der Songs mit einem „It’s…“ im Titel anfangen. Versuche von Beschreibungen, ja Katalogisierungen („It’s A Catalogue“, die zweite Single, ist eines der Albumhighlights) der Liebe? Genaueres verrät Herr Gropper uns im Interview – das ihr in ein paar Tagen auf unseren Seiten lesen könnt.

Vorwürfe der Verkopftheit dürften mittlerweile an Get Well Soon abperlen. Denn dass da immer wieder auch ein Schalk mitspielt, kann man unter anderem an einem Song wie „Young Count Falls For Nurse“ sehen, in dem Titel von Rosamunde-Pilcher-Schnulzen (und zwar eher den vom ZDF exzessiv betriebenen Verfilmungen) süffisant und in einem luftig-eingängigen Popsong verpackt aneinander gereiht werden.

Ja, luftig-eingängig, so klingt vieles hier. Selbstverständlich ist das wie immer sorgfältig und reichhaltig arrangiert, aber dieses Mal steht der Popsong im Zentrum, gerne auch geradlinig, aber niemals platt. Mit intensiven Songs über Heiratsschwindler („Eulogy“), dem knackig-direkten Titelsong „It’s Love“, dem träumerisch-flotten „Marienbad“, dem sanft klingelnden und im Refrain die Sonne umarmenden „I’m Painting Money“ oder dem druckvollen „It’s A Mess“.

Liebes Get Well Soon! Wir machen es kurz: „Love“ ist ein äußerst liebenswertes Album über die Liebe. Liebe Grüße von depechemode.de!

Die depechemode.de-Wertung:
8 / 10

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P.S. Und hier die Tourdaten:
Di, 01.03.2016 – Bremen, Kulturzentrum Schlachthof
Mi, 02.03.2016 – Berlin, Huxley’s
Do, 03.03.2016 – Köln, Gloria
Fr, 04.03.2016 – Hamburg, Gruenspan
Sa, 05.03.2016 – Leipzig, Täubchenthal
So, 06.03.2016 – Heidelberg, Halle02
Di, 08.03.2016 – Stuttgart, Im Wizemann (Halle)
Mi, 09.03.2016 – Graz, PPC
Do, 10.03.2016 – Wien, Ottakringer Brauerei
Fr, 11.03.2016 – München, Muffathalle
Sa, 12.03.2016 – Zürich, Stall 6
Do, 28.04.2016 – Gera, Clubzentrum COMMA
Fr, 29.04.2016 – Dortmund, Konzerthaus Dortmund
Sa, 30.04.2016 – Frankfurt am Main, Mousonturm

www.youwillgetwellsoon.com
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Letzte Aktualisierung: 15.4.2016 (c) depechemode.de

 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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