Linkin ParkAb Freitag lohnt sich wieder ein Blick in den Plattenladen. Neue Veröffentlichungen von: Linkin Park, Die Krupps, Solar Fake, Arcade Fire und Solitary Experiments warten darauf entdeckt zu werden. Viel Spaß beim Lesen!

Die Krupps

DieKruppsNach mehrjährigen Wartungsarbeiten haben DIE KRUPPS ihre Werkstore wieder geöffnet, die Maschinen entstaubt und geschmiert und bereits erste Werkstücke ausgeliefert, die begeistert aufgenommen wurden („Risikofaktor“ und „Industrie-Mädchen“ hielten wochenlang die Spitzenposition in den DAC-Charts).
Nun folgt das erste Album von Die Krupps in diesem Jahrtausen: „The Machinists of Joy„.
Der Album-Titel gibt bereits eine Orientierungshilfe – in Anlehnung an ihren Top-10-Billboard-Hit aus dem Jahr 1989: „MACHINERIES OF JOY“ – und signalisiert, dass es wieder mehr die Elektronik denn die Gitarre ist, die das KRUPPS-Klangbild beherrscht. Dennoch sind Gitarrist Marcel Zürchers durchsetzungsstarke Riffs zielgerichtet in den Songs platziert.
Aber Entwarnung – den Hörer erwartet nicht Proto-Industrial Noise, sondern das, was man die Essenz der KRUPPS nennen könnte: Maschinen-Musik; hart, tanzbar, teils episch, gespickt mit gezielten Gitarrenattacken und dem ewig währenden Hämmern des Stahlofons , gepaart mit zeitgemäßen kritischen Texten, die sich souverän von der Masse dessen absetzen, was heutzutage leider Norm ist.

Die Krupps - The Machinists of Joy
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Linkin Park

Linkin ParkMit „Recharged“ erscheint diese Woche ein neues Remixalbum von Linkin Park. Zu hören gibt es darauf sämtliche Songs des #1-Albums „Living Things„. Diese wurden komplett Neu-Interpretiert durch renommierter DJs und Producer. Zu finden ist auf „Recharged“ auch die Top-10-Single „A Light That Never Comes“ von Linkin Park & Steve Aoki.
Insgesamt gibt es 14 Remixes auf dem Album, die unter anderem durch Datsik, Rick Rubin und anderen bekannten Produzenten angefertigt wurden.

Linkin Park - Recharged
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Arcade Fire

Arcade FireDie erste Single des Doppelalbums von Arcade Fire, ein Disco-Ausflug als The Reflektors feat. David Bowie war als Vinyl nach wenigen Minuten weltweit vergriffen. Das Debütalbum „Funeral“ (2004) war eine Platte über diverse Schicksalsschläge, „Neon Bible“ bedeutete zwei Jahre später den endgültigen Durchbruch. „The Suburbs“ (2010) schoss in den USA und in England sofort an die Spitze der Hitparaden und zementierte den Ruf Arcade Fires als gleichermaßen erfolgreiche Künstler und Kritikerlieblinge. Am Ende gab’s sogar noch einen Grammy in der Kategorie ‚Album des Jahres‘. Arcade Fire waren plötzlich die beste Rockband der Welt.
Wie aber behält man seine Relevanz, stellt seine Fans zufrieden, vermeidet aber kreativen Stillstand? Arcade Fire ließen sich erst Zeit und wählten dann James Murphy als Produzenten. Er arbeitete mit Künstlern wie den Gorillaz oder den YeahYeahYeahs zusammen und prägte mit seinem Label DFA den Klang der frühen Nullerjahre. Auf ihrem neuen Album „Reflektor“ loten Arcade Fire neue Klangkörper aus und präsentieren sich von ihrer besten Seite.

Arcade Fire - Reflektor
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Solar Fake

Solar Fake - Reason to kill (Cover)

Solar Fake – Reason to kill (Cover)

Mit ihrem 3. Album „Reasons To Kill“ gehen Solar Fake ihren eingeschlagenen Weg konsequent weiter: abwechslungsreicher Electro mit treibenden Beats und diesen unverwechselbaren Melodien, die es in dieser Form nur aus dem Hause Solar Fake gibt, tanzbar und eingängig, ohne dabei plump zu sein.
Das Berliner Duo um Sven Friedrich (auch Zeraphine, Dreadful Shadows) geht einen weiteren Schritt nach vorn und beschert seiner mittlerweile immensen Fangemeinde auf der ganzen Welt ein weiteres Stück feinste elektronische Musik. Abwechslung war schon seit den Anfangstagen das bestimmende Thema und so findet man auch auf „Reasons To Kill“ neben Trance- Einflüssen einige Dubstep-, Industrial- und EBM- Anleihen, ohne dabei in Klischees abzugleiten.

Solar Fake - Reasons To Kill
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Solitary Experiments

Solitary Experiments - Phenomena„Never change a working system“ lautet ein altes IT-Sprichwort und „Phenomena„, der neue Langspieler von Solitary Experiments, zeigt eine gereifte Band, die sich ihrer Stärken voll bewusst ist und ihr Blatt gezielt ausspielt, die aber gleichzeitig weiß, dass Stillstand den sicheren Tod bedeutet und somit immer daran arbeitet, ihren markigen Sound immer durch neue Elemente zu erweitern.Und so klingen Solitary Experiments im Jahre 2013 so hitlastig wie noch nie zuvor!
Schon im Vorfeld dieser Albumveröffentlichung konnte die Band mit dem Club-Brecher „Trial And Error“ und dem gefragten Sampler-Beitrag „Stars“, der plötzlich in sämtlichen DJ-Playlisten an die Spitzenpositionen schoss, eindrucksvoll überraschen. Die Berliner waren eigentlich schon immer das ideale Bindeglied zwischen massentauglichen Synth- und Future-Pop-Klängen und der härteren Fraktion. Ihren Balanceakt zwischen Gefühl, elektronischem Wumms und Härte haben sie nun nochmals perfektioniert und schicken den Hörer auf eine wahrhaft atemberaubende Achterbahnfahrt durch emotionale Untiefen und effektiv dosierte aggressive Ausbrüche, bei der auch der Tanzfaktor nicht zu kurz kommt. „Phenomena“ erscheint als Deluxe Doppel-CD, wobei sich Solitary Experiments für die Bonus CD etwas ganz Besonderes einfallen lassen haben.

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