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Wer einmal auf einem Konzert von Boys Noize war, ist (spätestens) danach mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit Fan. Zu beeindruckend ist die Urgewalt, mit der einem diese dynamischen Sounds die Mageninnenwände massieren. Mit „Out Of The Black“ ist es dem Künstler nun gelungen, diese Power auf Album zu bannen.

Alex Ridha, früher Kid Alex, heute Boys Noize, hat es mittlerweile zum Weltstar gebracht. Auf seine Beats und Sounds fahren sie alle ab. Die Briten, die Amis (Skrillex und Snoop Dogg sind nicht die einzigen berühmten Fans da) und überhaupt. Als DJ, Produzent , Remixer (für Depeche Mode, Feist, David Lynch, Chemical Brothers u.v.a. – wir empfehlen gerne noch mal seine feine Remixsammlung) und Labelbetreiber ist er zweifelsohne reichlich beschäftigt. Gut, dass er trotzdem Zeit fürs dritte Album hatte.

Und das geht es von vorne weg direkt an. Die Computerstimme auf „What You Want“ sagt es: ‚This is what you want, this is what you get‘ und von da ab pumpt der Bass und knattern die Boxen, das es ein Fest ist. Es war ja auch das erklärte Ziel, Wucht und Dramaturgie des Livesets umzusetzen – und das gelingt perfekt.

Weil Ridha aber auch durchaus Geschichtsbewusstsein hat und Melodien (in einem gewissen Rahmen) liebt, baut er natürlich nicht nur auf Lärm. Schon im zweiten Track, „XTC“ erweist er Kraftwerk Referenz, und auf der Single „Ich R U“ geht es fast poppig zu. Ein Stück weiter föhnt er uns aber gleich wieder satt die Haare nach hinten.

Neben der allgegenwärtigen Bassmusik und dem Techno kommen auch diverse andere Spielarten der Ravemusik zum Zuge, französischer Electro, Elemente von House und natürlich – der gute, alte Smiley ist ja bei Boys Noize Records immer mal wieder zu sehen – Acid. Mit Gast Siriusmo lässt Ridha sogar die „Conchorde“ nochmal abheben (und man stellt sich schon mal das Stroboskopgewitter bei den aktuellen Konzerten vor).

Der Pegel bleibt größtenteils weit oben, und das bis zum Schluss, auch wenn man mal („Touch It“) das Tempo etwas herausnimmt oder („Merlin“) ein paar verträumte Stellen einbaut. Am Ende rappt uns Altmeister Snoop Dogg noch einen und wir sind glücklich verstrahlt. Und nun auf zum Konzert!

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P.S. Wir empfehlen ausdrücklich die Konzerte. Hier die Daten: 09.11. Frankfurt, 14.11. Köln, 15.11. Hamburg, 17.11. München, 18.11. Berlin

www.boysnoize.com
www.facebook.com/boysnoize

 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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