
„Glaube, Macht und Ehre“ sind seit jeher die Ziele, nach denen der Mensch strebt. Ob in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder den modernen Medien – diese drei Kernelemente sind fundamental fรผr den menschlichen Ehrgeiz.
Auf dem neuen Album von VNV Nation wird dieser Aspekt der menschlichen Spezies etwas nรคher beleuchtet. Der von martialischen Sounds getragen Opener „Pro Victoria“ bildet dabei den Auftakt in ein sonst รผberwiegend poppiges Album, das neben treibenden Tracks auch die eine oder andere Ballade zu bieten hat.
Fรผr Fans bietet das Album, mehr als noch der Vorgรคnger „Judgement“, typische VNV Nation Tracks wie „Sentinal„, „Tomorrow Never Comes“ oder „The Great Divide„, die handwerklich perfekt und clubtauglich arrangiert sind. Als Gegenpol dient die fragile Ballade „Ghost„, einem der wohl besten Songs von VNV รผberhaupt.
Im Mittelteil verliert das Album allerdings etwas an Charme, was vorwiegend an dem technoiden Instrumental „Art Of Conflict“ liegt. Soundtechnisch nicht gรคnzlich uninteressant, wirkt der Track mit zunehmender Dauer recht uninspiriert und eintรถnig.
„In Defiance“ und „Verum Aeternus“ sind trotz druckvoller Drums insgesamt zu geradlinig und offensichtlich arrangiert, wodurch sie schon nach einigen Durchlรคufen an Reiz verlieren.
Mit der Ballade „From My Hands“ und „Where There Is Light“ gibt es zum Schluss allerdings noch zwei echte Schmankerl aus der Feder von Ronan.
Mit „Of Faith, Power and Glory“ setzen VNV Nation ihren musikalischen Weg unbeirrt fort und bieten ein Album, das ohne Weiteres an die bisherigen Verรถffentlichungen anschlieรen kann, wenn auch es auf diesem Album wesentlich (electro-)poppiger zur Sache geht als noch auf den vorherigen Alben. Ein wenig mehr Experimentierfreudigkeit wรคre trotz allem wรผnschenswert gewesen.