Der Review-Weihnachtskalender Türchen 9: 20 Jahre Diorama „D-Day“ in Reutlingen2016

Foto: Iriz Laura

Text von Xtina Satura und Iriz Laura

Erwartungsgemäß zeigte sich das Franz K. in Reutlingen schon gleich zu Beginn des Abends gut gefüllt. Als die Elektro-Formation um Musiker Janosch Moldau pünktlich um 20:30 Uhr die Bühne betrat, war die Stimmung bereits gelöst und man freute sich gemeinsam auf einen schönen Abend. Die sphärisch-tanzbaren elektronischen Klänge kamen beim Publikum gut an und waren ein würdiger Startschuss für einen besonderen Konzertabend.

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Nach einer kurzen Umbaupause ertönten um 21:30 Uhr die ersten Klänge des Titelsongs zu „Zero Soldier Army“, des aktuellen Diorama Albums. Nach und nach betraten unter großem Jubel des Publikums alle Bandmitglieder die Bühne. Die explosive Stimmung des Songs übertrug sich sofort auf das Publikum und so war es der perfekte Einstieg in einen energiegeladenen Abend.
Es folgte ein sehr gut gewählter Querschnitt aus 20 Jahren Bandgeschichte. Klassiker wie „Forgotten“ und „Synthesize me“ wechselten sich mit neuen Stücken wie „Beta“ und „Defcon“ ab. Von treibenden, energetischen Beats, welche die Tanzfläche zum beben brachten bis hin zu melancholisch-gefühlvollen Klavierklängen, die zum träumen einluden und zu Tränen rührten, war alles dabei. Die Reutlinger Band demonstrierte einmal mehr die enorme Bandbreite ihres Schaffens und bewies eindrucksvoll wie vielschichtig und anspruchsvoll elektronische Musik sein kann.

Torben Wendt führte auf gewohnt charismatische Weise durch den Abend und gab sogar einige amüsante Anekdoten zur Entstehung der Band preis. Eingefleischte Fans durften sich über einige besondere Versionen altbekannter Hits freuen. So wurde „Polaroids“ zum Beispiel als neues Arrangement, mit dem ersten Teil des Songs als Piano-Version präsentiert. Der Diorama-Klassiker „Why“, der auf keinem Live-Konzert fehlen darf, markierte das Ende des regulären Sets.
Nach überschwänglichem Beifall des Publikums, legten die Jungs vier Zugaben nach. Dabei war der Song „Advance“, der ebenfalls in einer speziellen Live-Version präsentiert wurde, der krönende Abschluss eines durch und durch gelungenen Konzertabends.

Ein spezielles Lob geht noch mal an Boris May, der mit seinem Hammer DJ Shadowboy Set dann bis spät in die Nacht die Leute das Tanzbein schwingen ließ, und mit Songs und Übergänge die Herzen der Besucher noch mal schneller hüpfen ließ. Klasse gemacht und eine würdige After-Show party

Diorama sind und bleiben absolute Ausnahmekünstler, sie sind talentiert, kreativ und charmant. Ihr musikalischer Stil passt in keine Schublade, sie bedienen sich unterschiedlichster Einflüsse, von Pop bis Klassik, von 80er-Wave bis Avantgarde, stets untermalt von poetisch-tiefsinnigen Texten, die zum nachdenken anregen. Man darf gespannt sein, was Diorama in den nächsten 20 Jahren für uns bereit halten!

Setlist:
ZSA
Forgotten
Hope
Off
Hydrodrugs
Polaroids
&
Belle
Howland Road
Defcon
Beta
Synthesize Me
Why
Zugaben:
Stay undecided
Kein Mord
Child of Entertainment
Advance

Dieser wundervolle Bericht wurde von Gast-Schreiberin und Fotografin Iriz Laura gemeinsam mit Xtina Satura verfasst, die Bildermacherin findet ihr auch auf Facebook. Uns findet ihr übrigens auch im Netzwerk mit dem großen „F“ und zwar hier!

Letzte Aktualisierung: 9.12.2016 (c)

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