Wer erinnert sich nicht an Soffy O – damals noch mit Toktok – und ihre großen Hits „Missy Queen Is Gonna Die“ und „Day Of Mine“?! Was, das ist auch schon bald zehn Jahre her? Na dann freuen wir uns doch über Nachschub an eingängigem 80er-Pop!

Sophie Larson-Ocklund wechselt also häufiger die musikalischen Partner. Nach dem großen Erfolg mit Toktok gab es ein nicht allzu stark beachtetes Soloalbum (2006), und nun ist sie wieder mit zwei Herren unterwegs. Mit Hector de Guerre von Nom de Guerre und Manne Svensson von The Flare-Up! hat sich auch die stilistische Ausrichtung wieder ein wenig geändert. Techno, Dance oder Electroclash sind nicht mehr bzw. kaum noch zu erkennen, aber Elektro-Pop mit tiefen Wurzeln in den 80er Jahren ist es immer noch. Etwas organischer vielleicht und mit mehr Disco-Einfluss.

Life’s A Soap“ hat nun so einige Stärken und auch ein paar kleinere Schwächen – wahrscheinlich ganz wie eine gut gemachte Seifenoper. Man kann das Album sehr gut hören, auch problemlos mehrfach. Es kann allerdings mitunter versehentlich am Ohr vorbeirauschen, ohne hängen zu bleiben. Wenn das der Fall ist: Einfach nochmal hinhören und konzentrieren, denn es gibt einige sehr schöne Stücke zu entdecken.

Gleich der Opener „The One“ kommt sehr cool daher, mit schicken Synthies und einprägsamem Refrain. Danach zeigt die „Puppe“ wie man lässig und hektisch zugleich auf der Tanzfläche zappeln kann. Auf dem neonkühlen „Why You’re Weeping“ dürfen die Bässe ordentlich arbeiten, und „A New Embrace“ ist großes Kino, das sich vom eingängigen Elektropop zu atmosphärischem Goldfrapp-Finale steigert. Auch das groovige „Here’s a Hippie Who Loves Me“ und das doch fast technoide „My Latest Project“ überzeugen, bevor es nach dem überraschenden, sci-fi-artigen Instrumental „Progress“ zum Ende hin leider etwas schwächelt.

Auf Albumlänge ist diese Soap also nicht gleichbleibend erstklassig. Aber vom größten Teil dieser abwechslungsreichen Scheibe kann man sich doch ganz ausgezeichnet unterhalten lassen.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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