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Aus dem düsteren Londoner Electro-Underground hinauf ins rgenbogenfarben schimmernde Licht. Von Hyperdub zu Warp. Oder: Wie eine Band von experimentellen Elektronikern zur echten Band wird und sich zielgerichtet immer weiter entwickelt.

James Young und Aiden Whalley machten schon lange Dubstep, bevor die Welt von ihm Notiz nahm. Mit der Stimme von James Buttery waren sie komplett und sorgten mit ihrem Debütalbum „North“ (2010) für Begeisterung bei Fans und Kritikern. Die Dubstepwurzeln blieben darauf erkennbar, aber durch die Vocals, die Melodien, die leichte Psychedelik war man da bereits auf einem ganz eigenen Weg.

Und diesen gehen Darkstar auf dem zweiten Album unbeirrt weiter. Entspannt in einer abgelegenen Ecke von Yorkshire mit Hilfe von Richard Formby (u.a. Wild Beasts) aufgenommen, entfaltet „News From Nowhere“ seinen ganz eigenen Zauber. Schleichend, man darf und sollte sich ruhig etwas Zeit dafür nehmen. Es lohnt sich (wie eigentlich immer, wenn man guter Musik Geduld und Aufmerksamkeit widmet).

Wobei es durchaus auch Stücke gibt, die unmittelbar zünden, wie die wunderbar klingelnde Vorabsingle „Timeaway“. Aber die Herren haben eben auch Tracks geschrieben, die erst einmal ihre ulkigen Schleifen in den Gehörgängen ziehen, psychedelische Synthesizer-Schwaden in den Raum pusten und sich ganz langsam im Hirn auflösen. Doch dann erkennt man plötzlich ganz besondere Verwandtschaften, wie etwa zwischen Radiohead („“) und den Beatles („A Day’s Pay For A Day’s Work“).

Die wobbeligen Sounds von „Armonica“, das leicht Hektische der neuen Single „Amplified Ease“ (das aktuelle und passend seltsame Video dazu seht ihr unten) – das alles wird durch melodiöse Stücke wie „You Don’t Need A Weatherman“ ergänzt und fügt sich schließlich zusammen zu einem faszinierend bunten Werk, das richtig Eindruck macht und zeigt, das in der modernen elektronischen Musik noch eine ganze Menge möglich ist.

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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