Tim Simenon hat nach dem international erfolgreichen und vielfach gelobten “Future Chaos” nicht wieder ein Jahrzehnt verstreichen lassen, sondern wartete dieses Mal kaum zwei Jahre. Mit “Back To Light” ist er nun bei der wohl poppigsten Platte seiner Karriere angekommen. Featuring Martin Gore himself!

Dazu hat sich Simenon einen der derzeit angesagtesten elektronischen Produzenten und Remixer zur Seite gestellt. Gui Boratto hatte für ihn einen Mix zur letzten Platte angefertigt, der offensichtlich bestens ankam. So sehr, dass der Brasilianer nun bei der nahezu kompletten Produktion dabei war und ihr durchaus hier und da seinen warmen Technosound verpasst hat.

Aber der verstärkte Hang zum seelenvoll Melodischen war ja schon auf “Future Chaos” klar zu erkennen. Auch dieses Mal singt Stammkraft Paul Conboy mit seinem ohrenschmeichelnden Organ auf mehreren (vier) Stücken, darunter dem Single-Ohrwurm “Boy Girl” und dem cool groovenden “Blindspot”. Dazu kommen weitere Gastsänger: Kelley Polar, Richard Davis (Swayzak) und Sarah O’Shura (The Battle Of Land And Sea), allesamt mit schönen Stimmen gesegnet. Das alles wird untermalt von atmosphärischen, oft analogen Synthies. Und zum Finale gibt es dann noch einen besonderen Leckerbissen: “Milakia”, ein Stück, dessen Rohversion Tim Simenon zu Aufnahmezeiten von Depeche Modes “Ultra” geschrieben hatte, wurde nun durch Martin Gore persönlich mit Synthieflächen veredelt und ist ein ganz feines Instrumental geworden.

Man darf zwar kritisch anmerken, dass dem Album die eine oder andere Kante nicht geschadet hätte, alles etwas zu glatt daherkommt und Simenon schon mal innovativer gewesen ist.

Andererseits fließt das Ganze einfach so schön dahin und erfreut den Electropop-affinen Gehörgang, dass man dem Meister nicht böse sein mag. Gute Musik darf auch mal einfach nur schön sein. Wir freuen uns auf die angekündigten Remixpakete!

(Addison)

P.S. „Into The Dragon“, das frühe Meisterstück von Bomb The Bass wird übrigens dieser Tage wiederveröffentlicht. Sehr empfehlenswert!

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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Kommentare

  1. testcase
    2
    20.8.2010 - 9:25 Uhr

    I’m taking a ride with my best friend,
    I hope he never lets me down again :)

  2. Lena
    1
    6.5.2010 - 14:43 Uhr

    Sehr interessantes aktuelles Interview mit Sven von Thülen über “Into The Dragon” von Bomb The Bass gibts auf http://www.sounds-like-me.com/news/rewind-sven-von-thulen-uber-into-the-dragon/