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Review: Black Strobe – Godforsaken Roads

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Na sieh mal einer an, Arnaud Rebotini hat seine alte Band wieder zusammengetrommelt und acht Jahre nach dem ersten ein zweites Studioalbum mit ihr aufgenommen. Wer wird dieses Mal die Oberhand gewinnen, der Rock oder die Elektronik?

Rebotini war ja in den letzten Jahren eher solo unterwegs und hat auf mehreren spannenden Alben die Geschichte und die Möglichkeiten diverser (zumeist analoger) Synthesizer aufgezeigt. Außerdem war und ist er auch immer wieder als Remixer aktiv (Wer erinnert sich nicht gern an den Black Strobe Mix von Depeche Modes „Something To Do“?).

Doch nun stand dem Mann, der vor allem in seiner französischen Heimat eine große Fangemeinde hat, der Sinn offensichtlich wieder mehr nach Bandarbeit. Also zurück zu Black Strobe, nicht mehr mit Ex-Partner Ivan Smagghe, dafür mit drei Mitmusikern (Mathieu Zub, Benjamin Beaulieu, Mathys Dubois). Und „Godforsaken Roads“, so mutmaßen wir mal eben, dürfte auch bei so unterschiedlichen Persönlichkeiten wie Quentin Tarantino und Martin L. Gore Gefallen finden. Ersterer hat Black Strobe bereits auf dem „Django Unchained“-Soundtrack verwendet, und für Letzteren wäre die Mischung von Elektronik und Blues, die auf diesem Album zelebriert wird, sicherlich interessant.

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Man muss sich da vielleicht erst einmal hineinhören, wie Rebotini mit seiner kraftvollen Stimme (die bestimmt nicht jedermanns Sache ist), irgendwo zwischen Nick Cave, Elvis-Imitator und Trent Reznor, in klassische Bluesschemata hineinsingt und das Ganze neben „normaler“ Instrumentierung mit knackiger Elekronik verziert. Aber hat man sich dran gewöhnt, ist der Reiz enorm.

So ist der „Broken Phone Blues“ nicht weit vom Sound einer gewissen „Delta Machine“ entfernt (siehe später auch: „Dumped Boogie“). Das Highlight „Blues Fight“ groovt gewaltig los, rockt dann geradlinig die Tanzfläche und lässt dann plötzlich nach dreieinhalb Minuten wunderbare Retro-Synthies die zweite Songhälfte übernehmen. Da kann man schon mal ins Grinsen kommen. Was noch breiter wird, wenn man einen Songtitel wie „For Those Who Came On Earth Thru The Devil’s Asshole“ liest. Ha!

Rebotini kann aber auch gewagte Coverversionen. An einen Klassiker wie Johnny Cashs „Folsom Prison Blues“ wagt sich auch nicht jeder, noch dazu, wenn der Gesang dem Original nahezu nacheifert, während die Instrumentierung komplett elektronisch ausfällt. Chapeau!

Mit „From The Gutter“ werden sogar Disco-Elemente integriert und irgendwann bringt man uns auch noch den „Boogie In Zero Gravity“ bei. Hitverdächtige Platte!

Die depechemode.de-Wertung: 8/10

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www.blackstroberecords.com
www.facebook.com/BlackStrobe.Official

Thomas Bästlein

Thomas Bästlein schreibt (früher unter dem Spitznamen Addison) seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.