Albumcover von "Breathing In Fumes - Depeche Mode Tribute"

Foto: Infacted Recordings

VA – Breathing In Fumes (Depeche Mode Tribute)

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Erscheinungsdatum: 01.10.2021

Depeche Mode: Neues Tribute-Album knüpft an Remix-Kultur an

Depeche Mode haben wie kaum eine andere Band die Electro- und Synthiepop-Szene in Deutschland musikalisch beeinflusst. Jetzt bedanken sich Vertreter der Szene für die künstlerische Inspiration mit einem Tribute-Album, das nicht dem üblichen Schema folgt.

Depeche Mode haben mit ihren Songs nich nur bleibende Fußabdrücke in der Musikwelt hinterlassen. Die Band gilt auch als maßgebliche Mitbegründerin und Treibern der Remix-Kultur, die in den 80er-Jahren entstanden.

Remix-Kultur von Depeche Mode geprägt

Während Depeche Mode in den ersten Bandjahren noch oft selbst Hand an die Mixe anlegten, verlagerten sich die Remixarbeiten für spätere Werke auf DJs, Produzenten und andere Musiker. Zeitgleich entwickelte sich eine lebendige Subkultur von Fan-Remixes. Viele Mixes sind das Ergebnis reiner Liebhaberei. Aber einige Produzenten haben sich im Laufe der Jahre einen Namen in der Fanszene gemacht.

Einer unter Ihnen ist Dominatrix. Im bürgerlichen Leben heißt er Andreas „Andy“ Motke. Seine Mixes werden in Fankreisen gelobt, auf Depeche-Mode-Partys gespielt und nicht wenige Anhänger meinen, dass Andreas doch endlich einmal offiziell von Depeche Mode einen Remix-Auftrag bekommen sollte.

Alle Coverversionen aus einer Hand

Soweit ist es noch nicht. Aber Andreas hat einen anderen Auftrag bekommen: er produzierte nämliche für „Breathing In Fumes“ sämtliche Songs, zu denen die beteiligten Musiker anschließend die Vocals beisteuern.

Die Idee zu diesem ungewöhnlichem Tribute-Konzept stammt von Torben Schmidt, der einigen von euch als Chef von Infacted Recordings – einem deutschen Label für elektronische Indiependent-Musik – bekannt ist. Nachdem er Andreas für das Projekt begeistern konnte, fragte Torben bei seinen Labelkünstlern nach, welchen Wunschtitel von Depeche Mode sie interpretieren wollten. Damit stand schon einmal die Songliste fest.

„Kern der Songs sollte erhalten werden“

Die Produktion der Songs übernahm Motke: „In den meisten Fällen habe ich eine Vorproduktion der ausgewählten Titel erstellt und diese den Sängern zukommen lassen. Diese schickten mir ihre Gesangparts wieder zurück, die ich dann in das Playback einsetzen konnte. Ziel dabei war es den Kern des Songs zu erhalten, aber trotzdem Platz für die künstlerische Freiheit, Gesangsstimme und neue Soundergänzungen zu schaffen“, erzählt der Musiker gegenüber depechemode.de.

„Die Zusammenarbeit mit Torben und seinen Labelkünstlern hat mir eine Menge Spaß gemacht. Das Spektrum des Albums ist sehr ausgewogen und die Titel oftmals nicht zu mainstreamlastig.“

Andy Motke (Dominatrix)

„Letztendlich ähnlich einer Produktion eines Remixes, nur eben nicht mit den Gesangsspuren von Dave oder Martin, sondern die der Interpreten. Auch Tracks, die nur aus Drums und einfachen Grundharmonien des Originalsongs bestanden, wurden so nach und nach aufgebaut.“

Bis alle Beteiligten zufrieden waren, waren allerdings noch einige Rücksprachen, Korrekturen oder sogar neue Playback-Produktionen nötig.

Ein Tribute-Album mit 100 Prozent Herzblut und Leidenschaft

„Uns allen war von Anfang an bewusst, dass es schon eine Menge solcher Tribute-Alben gibt, diese von den Fans auch sehr kritisch beurteilt werden und dieses Projekt nur Erfolg haben kann, wenn wir alle zu 100 Prozent Herzblut und Leidenschaft einbringen“, so Andreas. „Wir sind alle mit dem Endresultat mehr als zufrieden und freuen uns auf die Veröffentlichung.“

Trackliste

01. Stripped (feat. J:dead)
02. Photographic (feat. Orange Sector)
03. The Sun And The Rainfall (feat. Modular State)
04. Higher Love (feat. Jan Veil ex-Moskwa TV)
05. My Secret Garden (feat. Lights Of Euphoria)
06. Leave In Silence (feat. Form)
07. Get The Balance Right (feat. The Saint Paul)
08. In Your Room (feat. Frame Of Mind)
09. Black Celebration (feat. Binary Park)
10. Ice Machine (feat. NamNamBulu)
11. Tora Tora Tora (feat. Endanger)
12. Somebody (feat. Form)

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Geschrieben von Sven Plaggemeier
Zuletzt aktualisiert:

20 Kommentare

  1. Das beste an der Tracklist ist , es sind keine Song der letzten Jahre dabei.
    Großer Pluspunkt. Depeche Mode 81-90 und danach naja.

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    • Ich denk mir mal, das Kommentar war ironisch. Denn es ist eher umgekehrt und schade. Vielleicht bist Du aber auch noch viel zu jung oder so.

  2. Zum Thema „kauf ich mir blind und als Beispiel 1 oder 2 Mixe verlinken.“

    Der HSV hat 1977 den Europapokal der Pokalsieger gewonnen, 1983 sogar den Europapokal der Landesmeister (heute Championsleague) und stand grundsätzlich häufiger im Europapokal-Finale als Dortmund. Der HSV war damals richtig gut!

    Und was genau sagt das jetzt über die Qualität des heutigen HSV?

    Antworten
    • (lach) wohl falsches Forum erwischt? Das aktuelle Sportstudio findest Du im Ersten (obwohl.. mit dem 2. sieht man besser) mein Lieber.

  3. Bin mal gespannt. Lustig, dass so viele Titel aus der ganz frühen Phase dabei sind – Speak & Spell und Broken Frame… eigentlich nicht unbedingt die „Kernphase“ von Depeche Mode. Aber durchgängig coole Songs. Mal schauen, was die Remixe draus machen.

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