Depeche Mode veröffentlichten im März ihr 14. Studioalbum mit dem Namen “Spirit“. Zusammen mit dem englischen Musiker und Produzenten James Ford (“Simian Mobile Disco”) spielte die Band eine Platte ein, die sich deutlich von den Vorgängern abhebt.

Sänger Dave Gahan bezeichnete das neue Werk in einem Interview als “kreativen Höhepunkt” von Depeche Mode. Der Albumtitel “Spirit” reflektiere dabei die inhaltliche Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Themen.

Mit Spirit lieferten Depeche Mode ihr politischstes Album ab. Gegenüber dem amerikanischen Rolling-Stone-Magazin sagte Dave dennoch: “Ich würde es nicht ein politisches Album nennen, weil ich Musik nicht auf eine politische Weise höre. Aber es ist definitiv über Menschlichkeit und unseren Platz darin”.

Spirit ist als Standard-CD, Doppel-LP und als Deluxe-Version mit Bonus-CD sowie einem 28-seitigem Booklet erschienen. Der Mediamarkt bietet die Deluxe-Edition mit zusätzlichem Pin an.

Trackliste

Standard-CD
01. Going backwards
02. Where’s the revolution
03. The worst crime
04. Scum
05. You move
06. Cover me
07. Eternal
08. Poison heart
09. So much love
10. Poorman
11. No more (this is the last time)
12. Fail

Jungle Spirit Mixes (nur Deluxe-Edition)
01. Cover me (Alt Out)
02. Scum (Frenetic Mix)
03. Poison heart (Tripped Mix)
04. Fail (Cinematic Cut)
05. So much love (Machine Mix)

Bestellhinweise *
Spirit bei Amazon
Spirit bei Poponaut
Spirit bei JPC

3
Kommentare

Anzeige
  1. Roger Bendel
    25.6.2017 - 19:06 Uhr
    3

    Mäßiges Album ohne "Spirit"

    Der Opener “Going Backwards” kommt gleich einigermaßen melodisch daher, offenbart jedoch gleich Tendenzen, die sich schon in den beiden Vorgängeralben zeigten und bei “Spirit” fortgesetzt werden: Düster debile Songs, mit zum Teil besinnlich und nachdenklich stimmenden Texten, eingebettet in lethargisch gesnarrte Soundkissen. Wo also, ist der intelligente, experimentelle Synthie Pop der 80er und 90er hin, mag man sich fragen und muss wikrlich bis Eternak und Poison Heart (Songs 7 und 8) warten, um sich halbwegs zufrieden zu geben. Es dominieren die Texte und düsteren Endzeitstimmungen a la Armageddon, doch Gahans Soundvolumen reduziert sich meist in gequälte Kicks oder künstlich verzerrte Sound Arrangements.
    Gores Textbegabungen stehen außer Fragen, doch gerade Song 2 “Where is the revolution” kommt so mager daher, dass man sich genau das fragt: “Sollen das aufwiegelnde, berührende, initialisierende Spirit-Funken sein, die uns “Begeistern” oder den “Geist erecken” und gar zu einer Revolution aufrufen? Bestimmt nicht so. Und da helfen auch nicht die banalen Fotos im 28 Seiten Art-Book wo man schnöde sitzend einen Hammer in der Hand hält. Ein Foto, das eher ausdrückt, was soll ich damit, wer hat mir das in die Hand gedrückt. Erinnere man sich da mal an das Cover von Construction Time again.
    In No More läuft dann Gahan nochmal zur Höchstform auf, in dem er “You go your way, i go mine!” trällert. Hach wie tiefsinnig. Als alter Fan begeistert mich dann zum Schluss wenigestens “Fail”, wo man dann wirklich “Going Backwards” erlebt. Gute alte Synthie Pop Zeiten.
    Nichts gegen nachdenklich stimmende Songs mit Tiefgang. Wenn jedoch ein Buch vertont wird und nicht die Musik dazu gereicht über Melodiösität uns Textballaden zu verinnerlichen, dann hat der Popkult ausgedient. Da können leider auch 3 halbwegs gute Songs und 1 wirklich gelungener Titel nicht vom Hocker hauen und ein ganzes Album retten.
    Kurzum: ich fühle mich wenig “inspiriert” und begeistert schon garnicht, dieses Album ist wie Titel 3 sagt schon eher ein “Worst Crime” gegen den Synthie-Pop Fan der zum “Poorman” (Titel 10) degradiert, und den man nur mit “So much Love” (Titel 9) ertragen kann.
    Vergeben und Verziehen Ihr 3 Holys, meinen DM-Badge trage ich dennoch voller Stolz; doch demnächst bitte wieder mehr vom guten alten “Spirit” der 80er und 90er. TY Guys!

  2. darmok
    7.4.2017 - 19:21 Uhr
    2

    Ein wirklich sehr feines Album, das momentan bei mir rauf und runter läuft. Klar, einiges ist halt so dabei, aber Going Backwards, Where’s the Revolution?, Poison Heart und So Much Love finde ich hervorragend — die vier allein sind schon mehr als bei den beiden letzten Alben.

    Insofern: Top!

    Schade, dass wir nun wieder eine Olympiade warten müssen, bis was neues kommt. Da bin ich dann schon 50 — will gar nicht dran denken. ;)

  3. David
    18.3.2017 - 20:50 Uhr
    1

    Sehr gelungen!!!

    Ich bin total begeistert!! Nach 20 Jahren seit dem ich Depeche Mode höre muss ich sagen Respekt! Ich finde es sehr gut das Depeche Mode sich weiterentwickelt und nicht in der Zeit stehen bleibt. Ich bin jemand der die alten Songs genauso gut findet wie die neuen Nummern! Nur muss man sagen früher hatte man irgendwie mehr Zeit die Titel zu verinnerlichen! Es ist nicht Depeche Modes Schuld das die Menschen die sie derzeit an allen Ecken kritisieren, es ist die Zeit die sich verändert hat. Nehmt euch die Zeit die Titel zu verinnerlichen. Ich kann man mich noch an mein erstes Album Ultra erinnern das fand ich am Anfang auch nicht so super und es ist mittlerweile einer meiner Lieblingsalben wohlgemerkt war dies auch schon ohne Alan Wilder. Also dann Respekt Depeche Mode ich finde euch nach wie vor Hammer, hoffe ihr macht weiter so mit eurer Entwicklung und zaubert uns allerspätestens in 4 Jahren wieder was ganz anderes “neues” und der Zeit voraus was passendes.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Die Speicherung Deiner Daten folgt den geltenden Datenschutzbestimmungen. In unseren Datenschutzhinweisen erfährst Du, welche Daten von Dir beim Verfassen eines Kommentars gespeichert und verarbeitet werden. Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.