GOA – eine Spezies des Trance, heute auch liebevoll als Psytrance bezeichnet, führt eher ein Nischendasein. Dennoch werden regelmäßig Sampler auf den Markt gebracht, die aktuelle Strömungen aus dem Genre einfangen und für den geneigten Hörer zusammenfassen. Einen ersten Eindruck für das Jahr 2010 liefert in diesem Fall der Sampler GOA 2010 Vol. 1.

Überraschend abwechslungsreich und melodisch ist der „GOA 2010“ ausgefallen. Zwar dominieren bei Songs wie „Shear Force“ oder „Water Sensation“ eher die monotonen Elemente aber im Querschnitt zeigt sich, dass der progressive und melodische Anteil bei den Songs sehr viel größer ist. Es überwiegen vornehmlich tanzbare Nummer wie „Observation“ oder „Disharmonie“ das Soundbild. Mit dem Jean Michel Jarre Cover von „Oxygene“ wird das durchweg gelungene Line-up auf CD 1 würdig abgerundet.

Auf dem zweiten Silberling wird es hingegen etwas heftiger. Nach einem sehr poppigen(!) Start mit dem überragenden „Your Eyes„, wird das Tempo deutlich angezogen. Harte, monotone Beats bilden das Soundgerüst, auf dem sich vereinzelte Vocals verirren. Auch wenn der Begriff „Kirmestechno“ hier vielleicht etwas hart gewählt ist, umschreibt er genau das, was es hier zu hören gibt, wenn auch richtiger „Kirmestechno“ eine Spur extremer ist.

Insgesamt liefert „GOA 2010 Vol. 1“ einen interessanten Einblick in die derzeitige GOA-Szene, wenn auch nicht alle Tracks auf den beiden CDs überzeugen können.

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