coverDas in der heutigen Musiklandschaft das Kopieren von Image und auch der Musik selbst zum guten Ton gehört, versteht sich seit Popstars und Co. beinahe von selbst. Auch im Dark-Pop-Bereich macht dieser Trend nicht halt. Mit Suicidal Romance kommt aus Estland ein vielversprechender Newcomer, der sein musikalisches Vorbild in Blutengel gefunden hat. Optisch wie auch musikalisch steht Suicidal Romance den Berlinern in nichts nach. So verwundert es auch nicht, dass Chris Pohl, Mastermind von Blutengel, sogar einen Remix für das Debüt beigesteuert hat.

Gegründet wurde Suicidal Romance bereits im Jahr 2004 von Dmitry. Seit dem letzten Jahr gehören auch die beiden Mitstreiterinnen Viktoria (Gesang) und Maarja (Synths) zu der Band. Für die Produktion des Debüts haben sich die drei Selbstmordromantiker kräftige Unterstützung von Vasi Vallis (Frozen Plasma, Reaper, Ex-NamNamBulu) geholt, was man durchaus etwas heraushört ohne aber gleich direkt an eines seiner Projekte erinnert zu werden.

Musikalisch bewegt sich die Band auf den Pfaden von Blutengel (und den früheren L’âme Immortelle) – irgendwo zwischen Electro-, Synthie-, und Futurepop mit einer Priese dunkler Romantik haben Dmitry und seine Damen ihren Sound gefunden. Getragen werden Songs wie „Poisoned Kiss“, „White Snow“, „Not Alone“, „Star“ und „Prince Of Darkness“ vor allem von Viktorias toller Stimme sowie den treibenden Rhythmen und interessanten Gesangslinien. Im krassen Kontext zu der einfühlsamen weiblichen Stimme, steht der in beinahe jedem Song vorkommende aggressive Gesang von Dmitry. Das hieraus entstandene Wechselspiel von zerbrechlich und aggressiv hat die Band perfekt umgesetzt und arrangiert.

Chris Pohl hat es sich, wie bereits oben erwähnt, nicht nehmen lassen, selbst einen Remix zum Debüt beizusteuern. „Not Alone“ war hier wohl auch die perfekte Wahl, handelt es sich dabei doch um eine der stärksten Nummern auf diesem Album.
Der Remix hat eine etwas wuchtigere Bassline bekommen sowie ein paar neue Sounds und ein leicht verändertes Arrangement.
Auch „Star“ wurde durch Lost Area überarbeitet und ist im Vergleich zum Original wesentlich schneller und experimenteller geworden, so dass man hier zum Ende nochmal eine Überraschung serviert bekommt, die doch etwas aus der Rolle fällt.

Das eine Kopie nicht immer Schlechtes verheißen mag, sollte mittlerweile bekannt sein. So ist es auch bei diesem Debüt. Insbesondere die wirklich starke Stimme von Viktoria kann vollends überzeugen und rückt dank des überschaubaren Einsatzes von Dmitry in den Mittelpunkt des Albums. Mit clubtauglichen Ohrwürmern wie „Not Alone“, „Star“ und „Prince Of Darkness“ hält das Album zudem einige interessante Songs bereit. Für Fans von Blutengel und L’âme Immortelle dürfte diese CD zu einem echten Pflichtkauf werden. Auch Freunde von Darkwave bzw. Electropop kommen hier auf ihre Kosten!

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www.suicidal-romance.com

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