querbeatsWillkommen in der Welt von Saiten und Drums. Dieses Mal verlassen wir in unseren Querbeats die Weiten der elektronischen Musik – zumindest ein wenig deutlicher als sonst. Mit im Gepäck haben wir dafür reichlich „Ecken“, ein paar „Dämonen“ und eine „verstorbene Romanze“ . Wer uns da welche Geschichte trällert…. lest selbst!

Es ist mal wieder passiert… eine CD hat sich irgendwie aus den Fängen des Rezensenten befreit und sich auf (oder war es unter?) dem Schreibtisch verkrochen. Dabei müssen sich Akanoid mit ihrem aktuellen Album „Civil Demon“ nicht verstecken – im Gegenteil!
Produzierte die Band um Sänger Hilton Theissen zuletzt rein elektronischen „Cocktail Pop“, präsentieren sie sich auf ihrem neuen Album wie ausgewechselt. Elektronische Flächensounds und Harmonien sind hier und da geblieben, dennoch haben Gitarren und Drums das musikalische Zepter übernommen. Der poppige Appeal und die Leichtigkeit, die auf den Vorgängern zu bezirzen wussten, sind auch bei den neuen Kompositionen allgegenwärtig, wenn auch mit kernigen Gitarrenriffs gespickt.
Nehmen wir zum Beispiel den vorzüglichen Opener „Unbreak Me„. Eine Mischung aus Pop und Rock trifft hier auf Hiltons markante Stimme und formt einen prägnanten Ohrwurm, der auch nach diversen Durchläufen begeistern kann. Ähnlich verhält es sich auch mit dem extrem eingängigen „Jump Into The Hive“ und dem hymnischen „Nexxus„, bei denen die Band geschickt Reminiszenzen aus dem Vorgängeralbum „Cocktail Pop“ verarbeitet hat und so einen Bogen zu vergangenen Veröffentlichungen schlagen kann.
Große Gefühle erzeugen Akanoid dagegen mit der Ballade „Climax„, bei der ausschließlich akustische Instrumente zum Einsatz kommen.
Von ihrer rockigeren Seite zeigen sich die Jungs wiederum mit „The Nihilist„, „Headless“ und „100 Burning Guitars„.
Dem Quartett ist mit „Civil Demon“ ein ausgewogenes und doch schwer eingängiges Album gelungen, mit dem sie sich allerdings auch ein Stück weit von der elektronischen Musik verabschiedet haben. Tipp!

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Mit ihrem letzten Album „Sinners International“ feierten Zeromancer ihr erfolgreiches Comeback und landeten mit „Doppelganger I Love You“ auch gleich einen Clubhit, der sich durch einen starken Refrain und seine druckvolle Produktion auszeichnete.
Ein knappes Jahr später nun also Album Numero 5.
Nach dem kurzen Intro „2.6.25“ wird der musikalische Reigen auf „The Death Of Romance“ mit den beiden Industrialrocknummern „Industrypeople“ und „The Hate Alphabet“ eröffnet. Kraftvolle Gitarrenriffs und der energetische Gesang von Frontmann Alex prägen das musikalische Bild und offenbaren eindrucksvoll das musikalische Potential, das Zeromancer inne hat.
Die ganz großen Momente sind aber auch auf dem neuen Album wieder die erstklassigen Balladen. Da wäre zum einen das schwermütige „Mint„, das es ohne Umschweife vermag direkt ins Herz zu treffen.
Zum anderen ist da das bittersüße „The Death Of Romance„, das durch einen verträumten und doch so ehrlichen Refrain bestechen kann. Die musikalischen Parallelen zu The Cure erscheinen dabei gewollt und verleihen dem Track einen ganz eigenen Charakter.
Gewohnt lässig tönen auch „Murder Sound und „The Plinth„, die geradezu typisch nach Zeromancer klingen.
Die Norweger machen auf „The Death Of Romance“ keine großen Experimente, sondern liefern einen konsequenten Nachfolger ab, der ein weiteres Mal durch ein tolles Songwriting und eine dichte Produktion überzeugen kann. Großes Kino!

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Womit wir bei Reflexion angelangt wären: Is sich diabolische Rockmusik!
Um mal eine grobe stilistische Einordnung vorzunehmen, verfallen wir an dieser Stelle ausnahmsweise in das verpönte Schubladendenken. Wir greifen also ganz nach unten (gleich da wo auch Hansi Hinterseer seine volkstümlichen Verblödungen zum Besten gibt), um dort das Fach mit der Aufschrift: „Gothic-Rock und so“ zu öffnen.
Edge“ kommt komplett ohne elektronische Klangerzeuger aus und frohlockt sodann den Fan der langen Haare und trainierten Nackenmuskulatur mit deftigen Gitarrenparts und einem gehaltvollen, zum Teil an Black Sabbath erinnernden Songwriting.
Sieht man mal von ‚Juhas‘ quakigen Gesangseskapaden bei „Generation Kill“ oder „Written On My Skin“ ab, gibt es mit „Unbreakable„, „On This Dawn„, „Couldn’t Care Less“ und „Moscow Nights“ auch ein paar angenehme, gar poppig tönende Songs zu hören.
Auch wenn das Songwriting solide ausfällt, werden es Reflexion mit „Edge“ definitiv nicht schaffen den Fan der synthetischen Klänge zu bekehren. Wozu auch, die Nordmänner werden in ihrem Genre sicherlich den einen oder anderen Fan zu begeistern wissen.

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