querbeatsDiese Ausgabe der Querbeats steht ganz im Zeichen von Out Of Line Records. Mit Bands wie And One, Combichrist, Blutengel, Hocico, Spetsnaz, Client, Elegant Machinery oder Ashbury Heights zählt das Berliner Label seit vielen Jahren zu den wichtigsten Musiklieferanten der Synthiepop und Electroszene. Mit neuen Veröffentlichungen von Suicide Commando, Agonoize und Rabia Sorda gibt es nun pünktlich zur dunklen Jahreszeit frisches Material für Tanztempel und Fans.

agonoize_hexaSie zählen in der Undergroundszene schon seit längerer Zeit zu den wichtigsten Erzeugern potenten Aggro-Electros – Agonoize. Die Berliner Bad Boys feuerten bereits mit ihren letzten Alben aus allen Oszillatoren und Keyboardtasten brettharte Kampfansagen auf die Tanzflächen der Republik. Mit ihrem neuen Album „Hexakosioihexekontahexa“ holen sie nun erneut den Dampfhammer raus und brennen ein Feuerwerk knallharter Elektroklänge für Bein und Ohr ab.

Im Großen und Ganzen ist dabei auf dem neuen Silberling alles beim Alten geblieben. Neben Agonoize’schen BPM-Bolliden wie „Rituale Romanum“ oder „Paradox„, gesellen sich Songs wie „Manmadegod„, „I Am“ oder „Seelenbrecher V.3„, die mit einem gemäßigteren Sound aus dem Klanginferno klar hervorstechen und wichtige Akzente setzen können.
Dennoch dominieren die von den Fans so heiß geliebten knackigen Basslines, treibenden Rhythmen und die verzerrten Shouts über lange Strecken.
Ein Wiederhören mit dem bekannten ’90er Jahre Technohit „Spring“ gibt es überraschenderweise ebenfalls, wenn auch nicht in Form eines Remake. Die Harmoniefolgen wurden bei „Exitus“ intelligent eingebettet und sorgen so für den nötigen Pfiff.

Als Bonus gibt es eine zweite CD, die mit neun weiteren Tracks aufwartet. Qualitativ stehen diese dem eigentlichen Album in nichts nach und qualifizieren sich ebenfalls als genügsames Clubfutter. Abgerundet wird die Veröffentlichung mit dem Video zur Single „Bis das Blut gefriert“, das sich ebenfalls auf CD 2 befindet.
Auch wenn es auf „Hexakosioihexekontahexa“ keinen innovativen Quantensprung gibt, servieren Agonoize einen weiteren Beweis, weshalb sie derzeit mit ihren Songs auf keiner Party fehlen dürfen.

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suicidecommando_diem_dieEr zählt zu den treibenden Urvätern des Industrial und Harsh-Electro – Johan van Roy alias Suicide Commando. Nachdem im Sommer mit „Until We Die“ ein erstes Lebenszeichen in Form einer knallroten 7″ LP erschienen ist, folgt nun eine E.P. des wortgewaltigen Belgiers. Dabei spricht schon der Titel der E.P. eine eindeutige Sprache: „Die Motherfu**er Die„.
Wie eine verstörte Soundbombe schmettert der Song nach einem 1-minütigen Intro dann auch durch die Boxen. Der trockene, aber dennoch kerniger Basslauf erzeugt zusammen mit den fetten Synthiesequenzen und den verzerrten Shouts einen geradezu typischen Suicide Commando Track, der sich ohne große Probleme hinter Klassikern wie „Hellraiser“ oder „Dein Herz, Meine Gier“ einordnen kann.

Bei den Remixes von „Die Motherfu**er Die“ geht es ähnlich druckvoll zur Sache, wenn auch Noisuf-X insgesamt etwas dezenter zu Werke geschritten sind. Was diesem Remix „fehlt“, gibt es dann bei dem Mix von C-Lekktor doppelt oben drauf. Neben pumpenden Bässen, treiben hier vor allem Technosounds den Track in eine noch härtere Richtung.
Neben den Remixes gibt es noch die B-Seite „Come Down With Me“ zu hören. Hier stehen allerdings die trancigen Harmonien klar im Vordergrund, was zur Folge hat, dass „Come Down With Me“ trotz seiner verzerrten Shouts verhältnismäßig poppig tönt und deutlich weniger aggressiv arrangiert ist als die A-Seite.

Suicide Commando ist mit „Die Motherfu**er Die“ eine fette Clubbombe gelungen, die ihre Wirkung nicht verfehlen wird. Achtung: Nichts für schwache Nerven!

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rabiasordaKommen wir zu Erk Aicrag, dem Frontman von Hocico. Sein Cousin Racso hat mit seinem Nebenprojekt „Dulce Liquido“ bereits einige Achtungserfolge gelandet und auch Erk konnte bereits unter seinem Alias Rabia Sorda sein Debütalbum erfolgreich platzieren. Dabei ging der Mexikaner gewollt neue Wege, die ihn weg vom typischen Hocico-Sound führten und die mehr auf Melodien ausgerichtet waren.
Konsequent setzt er dies auch auf seinem zweiten Longplayer „Noise Diary“ um, der übrigens von niemand geringeren als John Fryer (u.a. Depeche Mode, Fad Gadget etc.) produziert wurde.
Zu hören gibt es hier einen erstklassigen Mix aus elektronischen und organischen Instrumenten, der Rabia Sorda eine ganz eigene Identität verleiht. Dies liegt nicht zuletzt auch an dem illustren Genremix, bei dem Elemente von Electro, Punk und Pop in einen ganz eigenen, pulsierenden Kontext gesetzt werden.
Da wären zum Beispiel clashige Floorshaker wie „Out Of Control“ oder „Monkeyland„, die mit ihrem extravaganten Sound von Anfang an zünden können. Oder aber erstklassige Ohrwürmer wie „Get Your Overdose“ und „Radio Paranoia„, die mit analogen Synthiesequenzen und tanzbaren Rhythmen ebenfalls ausgesprochen positiv hervorstechen.
Auch sonst wirkt das Album in sich geschlossen und bietet eine Vielzahl erstklassiger Songs, die bisweilen an Musiker wie Die Krupps oder auch Fixmer/ McCarthy erinnern.

Im Vergleich zum Vorgängeralbum ist der Sound zwar härter, aber nicht minder melodiös geworden. Auch beim Tempo hat Erk etwas Gas gegeben. Gepaart mit der fetten Produktion von John Fryer liefert Rabia Sorda eines der überraschendsten Alben in diesem Jahr ab. „Noise Diary“ funktioniert vom ersten bis zum letzten Song, dem grandiosen „This Is The End„, perfekt. Kauftipp!

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Kommentar

  1. ron
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    2.11.2009 - 17:05 Uhr

    Haben die ganzen Bands nur einen Verzerrer? Langweilig