CoverDa ist es nun, das neue Album von Project Pitchfork. Zur Band an sich braucht man nicht mehr viele Worte verlieren, zählt sie mittlerweile schon zum Urgestein der schwarzen Szene. Nachdem die Vorabsingle „Feel!“ positive Impulse der Marke „back to the roots“ setzen und entsprechend Platz 1 der DAC belegen konnte, geht es nun mit „Dream, Tiresias!“ in die nächste Runde.

Nachdem Project Pitchfork auf den letzten Alben überwiegend mit organischen Instrumenten experimentierten und die Elektronik stark zurückschraubten, gab es seitens der Fans stets Rufe nach den „alten Pitchies“. Mit „Dream, Tiresias!“ geben Project Pitchfork nun die entsprechende Antwort…

Wie schon die Vorabsingle „Feel!“ suggerierte, ist der Sound wieder elektronischer und clubkompatibler geworden. Eine Freude für diejenigen, die ihre alten ‚Pitchies‘ wiederhaben wollten und mit dieser CD eine verspätete Fortsetzung von „IO“ präsentiert bekommen.

Konnte ‚Feel!‘ noch überraschen, verblasst dieser Effekt schon beim ersten Hören der Platte völlig.
Ja, Project Pitchfork haben aufgehört zu experimentieren und ja sie ergeben sich nun offensichtlich doch dem Druck der (alten) Fans. Es finden sich zwar mit „If I Could„, „Nasty Habit“ oder „The Tide“ durchaus nette Songs auf dem Album, diese täuschen jedoch nicht über eine gewisse Uninspiriertheit, die auf der CD vorherrscht, hinweg.

Einerseits hauen Pitchfork bei Songs wie „Your God“ auf den gothischen Electro-Pinsel, andererseits tönt „Nasty Habit“ wie eine Mischung aus Erasure und den Pet Shop Boys. Dem Album fehlt in gewisser Hinsicht einfach der berühmte ‚Rote Faden‘.

Beim recherchieren zu diesem Thema ist dann auch noch eine Rezension zu diesem Album aufgetaucht, in der man sich ernsthaft über die vielen Anleihen von Depeche Modes „Playing the Angel“ mokiert. Damit nicht genug, bescheinigt man Project Pitchfork gleichzeitig, dass sie diese Anleihen besser umgesetzet hätten, als dM seinerzeit und mit dem Sound auf „Dream, Tiresias!“ der Zeit stellenweise voraus sind.

Hier stellt sich dann doch langsam die Frage, ob Birnen nicht die besseren Äpfel sind oder doch eher Äpfel die besseren Birnen. Sei es drum…

Dream, Tiresias!“ ist letztendlich für Fans der frühen Project Pitchfork interessant, die sich nach einer rein elektronischen Platte der Band gesehnt haben. Zwar kann Peter Spilles mit seinem rauhen Gesang noch ein Quäntchen Unverwechselbarkeit hinzufügen, doch das hilft im Endeffekt nicht über ein sonst sehr mittelmäßiges Album hinweg.

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