coverAls der leicht bekleidete Matrose erwacht, findet er sich auf einer Insel wieder, irgendwo im Atlantik. Das Rettungsboot – gesunken, dafür das Fernrohr im sicheren Griff, macht sich der Leichtmatrose auf den Weg, um die Insel zu erkunden. „Gestrandet“ in einer von Pastellfarben geprägten Umgebung, stapft unser Protagonist einsam den langen Sandstrand entlang.

Traurig und dennoch hoffnungsvoll summt er dabei das Lied vom gestrandeten U-Boot Kapitän, der just seine Herztransplantation überstanden hat, in den Nachthimmel. Doch auch der Mond trägt ein trauriges Gesicht und verspricht wenig Hoffnung.

Am nördlichen Zipfel der Insel, direkt an der schroffen Felswand, die durch die salzige Meeresluft geprägt ist, bricht der Leichtmatrose zusammen und singt mit flehenden Worten das Lied über seine gescheiterte Beziehung – in Wahrheit gelogen, und nun doch bereut, allein auf der Insel ohne Zukunftsglaube.

Er schließt die Augen und schläft ein. Träume von seiner Kindheit durchziehen seinen Schlaf. So auch der Tag in seinem Leben, der alles veränderte. Der Tag, als er die Blumenvase seiner Mutter vom Tisch stieß – der Esel hat dich wohl im Galopp verloren, schimpfte sie damals. Ein Schock für den sensiblen Einzelgänger, ein Schock der alles veränderte. Er, der Junge von nebenan, wollte doch nur sein eigenes, kleines Glück, das er nie bekam…

Vom Hunger geplagt wacht der Leichtmatrose auf und greift nach der letzten Packung Studentenfutter. Die Sonne brennt, das Meer rauscht, Möwen kreischen. Kein Boot in Sicht. Die Insel menschenleer. Kein Wasser, kein Essen – der Leichtmatrose hat es schwer, zu schwer. Er erklimmt mit letzter Kraft den Gipfel des schroffen Felsens. Er schließt die Augen und nimmt den letzten Zug

Sexi ist tot“ säuselt es in das Ohr und Andreas‘ Sitz. Er erwacht, gekitzelt von Sonnenstrahlen und belebt vom duftenden Café, geht er zu seinem CD Player und startet den Traum vom singenden Leichtmatrosen und dessen homogenen Neo-NDW Songs neu.

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Trackliste:

1 herztransplantation
2 in wahrheit gelogen
3 gestrandet
4 sexi ist tot
5 der einsame astronaut
6 der mond trägt ein trauriges gesicht
7 studentenfutter
8 junge von nebenan
9 vom esel im gallopp verloren
10 himmelfahrt
11 leichtmatrosen haben’s schwer
12 der letzte zug

www.leichtmatrose.com

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5
Kommentare

  1. Kuhnert
    5
    7.6.2009 - 21:26 Uhr

    Also mich hats irgendwie an die guten alten Berliner frühe 80er-jahre Nummern erinnert – Pannach und Kuhnert, Element of Crime etc.
    Mir gefällts!

  2. Mindmachine
    4
    3.6.2009 - 20:09 Uhr

    ABSOLUT GEIL !!!!

  3. testcase
    3
    1.6.2009 - 23:09 Uhr

    Zu Pierre & Gilles passt die ganze schwarzweiss-Düsternis aber wiederum nicht – auch der Begriff „Leichtmatrose“ klingt eher nach Fettes Brot/HipHop als nach Jimmy Somerville/Petshop Boys.
    Als Uniformfetischuniform finde ich die Uniform dann wieder zu realistisch – aber was solls…
    Dem schwulen Matrosencliche würde man eine derart „eingesperrt in die Uniform geh ich hier durch die graue Welt“ romantische Leidenstiefe auch nicht unbedingt zusprechen.
    Sehr verwirrend jedenfalls, aber vielleicht ist das ja auch eine Stärke.
    LG tC

  4. besserwisser
    2
    1.6.2009 - 20:41 Uhr

    30er Jahre Image?

    Da hab ich wohl was verpasst. Wo um Gottes Willen soll denn da was nach rechts verschoben sein? Das Image erinnert eher an die Kitsch-Pracht von Pierre et Gilles und die sind schwul und nicht rechts ;-)

  5. testcase
    1
    1.6.2009 - 14:00 Uhr

    LOL frage mich gerade nach der Zielgruppe…
    die Schnittmenge zwischen Wolfsheim (ich kann nicht glücklich sein) und Reinhard Mey (Mädchenchor von H&M lol) mit einer Prise Grönemeyer (und natürlich einem Schuß DM)
    Irgendwie gibt es a ein Problem mit dem 30er-Jahre Image, daß die ganze Sache in Richtung rechts verschiebt – was natürlich als Skandal (ala Rammstein) funktionieren könnte, aber dafür hat der Song andererseits zu wenig power.
    Hm…