Funker CoverGut eineinhalb Jahre sind seit dem letzten Album Navigator von Funker Vogt vergangen. Auch auf der neuen Platte Aviator (VÖ 27.04.04) ist der Krieg als Thematik allgegenwärtig, auch wenn er diesmal aus dem Blickwinkel des Vergessenwerdens beleuchtet wird. Zierte ein U-Boot das letzte Cover ist es diesmal eine ältere Propellermaschine. Passend zum Artwork wurden auch die Bandfotos im Luftfahrtmuseum aufgenommen. Im Booklet gibt es weitere Detailfotos von alten Flugzeugen, die die dem Album zu Grunde liegende Thematik nochmals unterstreichen sollen. Auch musikalisch gibt es einige Neuerungen.

So wurde für nahezu jedes Stück mindestens ein anderer Softwaresynthesizer verwendet, wobei sehr viel mit der wieder aufkommenden FM-Synthese gearbeitet wurde. Dennoch bleibt nach einem ersten Hördurchlauf ein eindeutiges Fazit: Nach wie vor bleiben sich Funker Vogt, was die Kompositionen angeht, selber treu.
Geradlinige, krachende Elektro-Tracks wovon einige Clubhymnen werden dürften. Im Detail erwartet die Fans aber ein Album, das vor allem im Tempo stark angezogen hat und zudem eine größere Bandbreite von Klangbildern und Sounds bereithält, als es noch bei den Vorgängern der Fall war.

Nach dem recht ungewöhnlichen, leicht unheimlichen Intro Welcome to Destruction folgt mit Paralyzed bereits einer der potenziellen Clubhits. Vom Sound zeigt sich dieser Song bereits vielschichtiger als frühere Kompositionen und gibt somit eine erste Richtung für das Album an.
Das nachdenklich stimmende Child Soldier erinnert in den ersten Sequenzen ein wenig an And One, wendet sich dann aber doch in einen typischen Funker Vogt Song.
Einen weiteren designierten Stampfer für die Clubs gibt es mit dem treibenden City Of Darkness. Insgesamt klingt der Track wesentlich frischer und nimmt neue Sounds mit auf, so dass er nicht sofort in das Schema á la Funker Vogt gepresst werden kann. Ähnlich verhält es sich auch mit Thanatophobia, das jenseits der 140 BPM vorantreibt.
Frozen In Time ist eine Art Ballade, die mit einigen interessanten Soundstrukturen und -elementen überraschen kann. Mit ONE, Darwin’s Nightmare und Blind Rage gibt es gleich drei Tracks, die im Midtempobereich angesiedelt sind und jeder auf seine Art neue und vor allem gelungene Akzente setzen kann.
Mit dem etwas schrägen Babylon endet dann auch die musikalische Reise auf Aviator.

Im Fazit bleibt nur zu sagen, dass die Band mit diesem Album tatsächlich neue, experimentellere Wege eingeschlagen hat, die sofort überzeugen. Dennoch behalten Funker Vogt ihren ganz eigenen Sound. Die Band hat hier ein überzeugendes Werk abgeliefert, das den Hörer schnell überzeugt. TIPP!

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www.funkervogt.de

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