Das noch junge Label Remote Music schickt nach Obscenity Trial nun seinen zweiten Act auf die musikalische Reise. Eurocide dürfte dabei dem einen oder anderen durchaus ein Begriff sein. Mit ihrem 2004er Debütalbum „Europe in Dust“ verbuchte das damalige Trio einen kleinen Achtungserfolg. Sechs Jahre später folgt nun das zweite Album „Regen aus der Asche„.

Aus dem Trio ist mittlerweile ein Soloprojekt von Boris Schultheiss geworden, das nach wie vor Dark Electro zelebriert. Thematisch skizziert Boris auf „Regen aus der Asche“ ein Endzeitszenario für die westliche Welt, welches er mal mehr mal weniger mit aggressiven Beats vertont.

Verheißungsvoll geht es mit „Fallen Nations“ los, das mit einer angenehmen, leicht trancigen Instrumentierung und einem eingängigen Refrain überzeugen kann. Auch „Shelter Run“ und „The Hideaway“ schlagen in diese Richtung und können ruhigere Akzente setzen.
Ansonsten dominieren eher harte und tanzbare Beats das Album. Songs wie „In The Darkness„, „The Eurocide“ oder „Der Tag“ strotzen dabei vor Clubtauglichkeit und verleihen dem Silberling eine dynamische Attitüde.

Im Mittelteil driften die Songs dann aber leider ein wenig zu stark in die Harsh-Electro Schiene ab, was das Gesamtbild doch etwas verzerrt. Zwar sind Songs wie „Human Resource“ oder „Assassionation“ grundsätzlich gut produziert, wirken aber insgesamt deplatziert und nicht wirklich innovativ, wobei sie stark an Bands à la Suicide Commando und Grendel erinnern.

Eurocide liefert mit „Regen aus der Asche“ ein solides Dark Electro Album ab, das seine stärkeren aber auch seine schwächeren Momente hat.

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