Quasi aus dem Nichts tauchte im Oktober 2007 das Duo Ashbury Heights auf und legte mit „Three Cheers For The Newly Deads“ ein beeindruckend frisches Debüt, gespickt mit einer Vielzahl an Ohrwürmern und ausgeklügelten Melodien, vor. Das Medienecho fiel entsprechend positiv aus und die beiden jungen Schweden galten fortan als DIE große Hoffnung in Sachen Synthiepop, was sie mit ihrer „Morningstar In A Black Car“ EP wenig Monate später nochmals eindrucksvoll manifestieren konnten. Danach wurde es allerdings ruhig um das Duo – bis jetzt.

Ein Grund für diese Pause dürfte unter anderem auch an der Trennung von Sängerin Yasmine liegen, die von dem schwedischen Model Kari Berg ersetzt wurde. Trotz des personellen Wechsels ist der zuckersüsse Sound geblieben und verzaubert auch auf Album Nr. 2 wieder den Hörer!

Mit dem Opener Anti Ordinary zeigen sich die beiden Schweden auf „Take Cair Paramour“ von einer erfrischend rockigen Seite. Gewohnt eingängige Gesangspassagen schmiegen sich dabei an erdige Gitarrenriffs und gehen in der dichten Produktion klangvoll auf.
Dass es sich bei diesem Intermezzo aus Elektronik und Saiten allerdings nur um einen schwungvollen Einzellfall handelt, wird bereits mit voranschreitender Spielzeit deutlich. Bereits die folgenden Tracks „Beautiful Scum„, „I Can Kill You So Easily“ oder „Invisible Man“ versprühen wieder den für das Duo so prägnanten Charme des 80er Jahre Synthie- und Wave-Pop.
Zurück in die „postmoderne“ Musikwelt katapultieren sich Anders und Kari hingegen mit erstklassigen Produktionen à la „Scars Of A Lighthouse„, „Hope“ oder „Dancer’s Nocturne„, bei denen die Beats deutlich kantiger und kraftvoller ausfallen.

Wer bei „Crescendo“ und „Shades Of Black“ etwas genauer hinhört, dem dürften die durchaus gewollten Parallelen zum Sound von IAMX bzw. The Editors auffallen, der hier in den typischen Ashbury Heights Timbre aufgeht und sich harmonisch zum Rest des Albums fügt.
Trotz einiger leichter Ausflüge in die alternative Ecke, überwiegt auf „Take Cair Paramour“ der für die Band so typische ‚Wave 2.0‘ Sound und prägt entsprechend auch weider den zweiten Longplayer.

Der limitierten Erstauflage, die im stilvollen Digipack kommt, liegt noch eine Bonus CD mit fünf Mixes aktueller Songs, zwei exklusiven Bonus Titeln und zwei Demos bei. Die Remixes fallen dabei durchweg clubtauglich und gefällig aus. Bei den Bonus Tracks hinterlässt vor allem „Sensual Nothing“ einen bleibenden Eindruck. Dieser Song hätte sich auch im Albumkontext wunderbar gemacht.

Den Ashbury Heights ist mit „Take Cair Paramour“ erneut ein starkes Album gelungen, das viele unaufdringliche Ohrwürmer und großartige Pop-Hymnen enthält. Kauftipp!!

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www.myspace.com/ashburyheightsmusic

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