coverAqualite – da war doch mal was? Genau! Das Duo aus dem Raum Frankfurt/Main lieferte Mitte der 90er Jahre mit „Outback“ einen Klassiker für die Trance-Gemeinde ab. Es folgten Remixes für Front 242, Front Line Assembly, Yello, Culture Beat und andere bekannte Bands. Dazu kamen diverse Audienzen auf Trance- und Technosamplern. Gegen Ende der 90er Jahre wurde es dann jedoch recht ruhig um das Projekt – bis jetzt.

Auf dem bisher ausschließlich für den EBM, Electro und Synthiepop spezialisierten Label Infacted Recordings veröffentlichten Aqualite dieser Tage ihr Comeback „Waveforms (1994-2009)“.
Doch wieso ausgerechnet auf einem Undergroundlabel? Die Antwort ist relativ simpel: Labelboss Torben Schmidt, seit jeher Fan von elektronischer Musik und ehemaliger Stammgast des legendären Dorian Gray, ist neben Alfred Gregl treibende Kraft bei diesem Trance-Projekt und seit der ersten Stunde mit von der Partie.

Elf Jahre sind seit dem letzten Lebenszeichen, sieht man mal von vereinzelten Remixen ab, ins Land gezogen und siehe da – das Duo meldet sich, wie Phoenix aus der Asche, mit erhobenen Haupt aus der Versenkung zurück. Im Gepäck Album Nr. 4, das allerdings mehr eine Zwittergeburt aus Neu und Alt ist. Neben einer kleinen Werkschau bietet „Waveforms (1994-2009)“ auch einen Blick in die Zukunft.

Herzstück der CD sind in erster Linie die vier Versionen von Outback. Dieser Klassiker kommt zum einen in zwei frischen Versionen, zum anderen in der Urversion und als Radio Edit aus dem Jahr 1998. Die Versionen könnten unterschiedlicher kaum sein. Prescht das Original aus dem Jahr 1994 mit stark erhöhter BPM-Zahl durch die Boxen, präsentiert sich Outback 2009 mit gedrosseltem Tempo und wesentlich progressiveren Sounds. Ein Zusammentreffen von Gegenwart und Vergangenheit hätte man in diesem Fall nicht besser arrangieren können.

Bei den ersten sieben Tracks der CD handelt es sich um bisher unveröffentlichtes Material. Ein Fortschritt bezüglich Sound und Komposition, verglichen mit den älteren Tracks, ist klar hörbar. So überzeugen das flirrende Distant Room, das treibende Sonoluminescence oder aber das schräge Disco Electrique durch ihren individuellen Sound, der seine Wurzeln nach wie vor im Progressive Trance / Techno hat.

Als retrograden Faktor gibt es gegen Ende eine Sammlung von drei ausgesuchten Tracks, wobei jeder einzelne Song seine Wurzeln auf einem anderen Album von Aqualite hat. Interessant ist schon hier die hörbare Entwicklung die das Projekt in den 90er Jahren von Techno hin zu Trance vollzogen hat.

Waveforms (1994-2009) ist sicherlich nicht jedermanns Sache, wer allerdings gerne mal über den kleinen oder großen Tellerrand schaut, findet hier eine ausgesprochen interessante CD, die einige Leckerlis zu bieten hat.

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www.myspace.com/aqualite2008

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