CoverGut drei Jahre haben sich Angels & Agony Zeit gelassen, um den „Avatar“ Nachfolger Unison einzuspielen. Die Niederländer um Mastermind Reinier Kahle haben es auch diesmal wieder geschafft, ihren Stil zu perfektionieren und mit Unison einen für die Band typischen, aber dennoch zeitgemäßen Longplayer zu veröffentlichen. Neben klassischen Clubtracks gibt es hier auch melodiöse Elektro-Songs zu hören.

Das Angels&Agony in erster Linie nicht nur Future-Pop mit postmodernem Antlitz veröffentlichen wird schon mit dem Opener Watchers offenbar, das sich doch recht stark an dem Stil von Bands wie z.B. Rotersand orientiert. Das die derzeitige Techno-Body-Music (TBM) Bewegung auch nicht an den holländischen Engeln der Qualen vorbeigegangen ist, zeigt sich insbesondere bei „Lethargy (Rise)“, „System“ und „Unison“. Knallende Basslines treffen hier auf treibende Rhythmen und kreieren so den ein oder andern potenziellen Clubtrack.
Secrets schlägt dagegen einen völlig contrairen Weg ein. Ruhig aber mit einer gewissen unterschwelligen Aggressivität groovt der Song durch die Boxen und überzeugt sofort.
Klassischen Elektro-/Future-Pop gibt es auf Unison natürlich auch. Zum einen wäre hier das doch recht „Retro-Future-Poppige“ Forward zu erwähnen, das wie die frühen VNV Nation oder auch Assemblage 23 klingt. Im Refrain offenbart der Track allerdings sein enormes Potenzial, das für die Tanzflächen der Nation geradezu maßgeschneidert erscheint.
Zum anderen gesellen sich auch die etwas moderner gehaltenen Tracks „Euphoria“ und „Wreckage“ in das Future-Pop/Elektro Lager dieser CD. Mit „Inner Light“ und „Walk on Stars“ gibt es noch zwei etwas ruhigere Songs, die insbesondere in ihrer Instrumentierung ungewohnte, zum Teil Synthie-Pop ähnliche Strukturen aufweisen. Abgerundet wird die neue CD durch das Intro „Emersion“ und das entsprechende Outro „Immersion“.

Der limited Edition von Unison liegt zudem noch ein umfassendes Remix-Album bei, auf dem sich unter anderem Darrin Huss (Psyche), Torben Wendt (Diorama), Code 64 und Construggle Test die Ehre geben. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Neben einem genialen Club-Mix von „Forward“ erwartet euch auch eine „loungige“ Version von „Wreckage“ und eine recht minimalistische Interpretation von „Traveler“.

Als Extra gibt es noch je ein Live-Video von „Darkness“ (Mera Luna 2002) und „Stronghold“ (RTVRijnmond 2005).

Angels & Agony zeigen mit ihrem neuen Album „Unison“, dass es durchaus immer noch möglich ist, gute elektronische Musik zu produzieren, die ihren Ursprung in der vor nun bald 10 Jahre alten Future-Pop-Ära hat. Auch wenn der ein oder andere Sound etwas bekannt wirkt, hat die Band hier ein interessantes und vielschichtiges Album abgeliefert, das jedem Fan von „Electro-Music“ gefallen dürfte.

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www.angelsandagony.com

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