Interview mit Martin

„Zurück nach West-Berlin!“

Martin im Interview mit Electronic BeatsIn einem neuen Interview mit Electronic Beats erzählt Martin Gore über die Tour-Partnscherschaft mit der Deutschen Telekom und seine Zeit in West-Berlin. Dabei berichtet er sehr anschaulich, wie ein DDR-Grenzer seinen Übertritt in den Osten der Stadt abgelehnt hat. Ihr solltet Euch das Video unbedingt anschauen.

Zu Wort kommt auch Band-Manager Jonathan Kessler, der über den Wandel der Musikindustrie und seine familiäre Beziehung zur Band spricht.

Martin L. Gore (Depeche Mode) Interview Trailer - Electronic Beats

Letzte Aktualisierung: 4.7.2013 (c)

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

27
Kommentare

  1. Puppets
    5.7.2013 - 21:22 Uhr
    20

    #19
    Hast wohl Enklave gemeint!
    Fast wie die Schweiz in der EU ;-)
    Ansonsten interessanter Beitrag…….

  2. T.M.F.K.A.D.B.
    5.7.2013 - 18:04 Uhr
    19

    @martin16 ;) aber nicht gore!??

    Gewagt!? ;))
    Können wir bitte diese (bundes-)deutsche Naivität beiseite lassen, ja, geht das??

    Frau Ga(ha)ndalf hatte hier ja schon Marts DDR-Grenzer zum Volkspolizisten (VoPo) gemacht, was natürlich völliger Quatsch ist, denn die Grenztruppen der DDR waren Spezial-Einheiten.
    Erst recht an der Grenze zu West-Berlin, was im Jetzt ungefähr mit einer Exklave Südkoreas in Nordkorea zu vergleichen wäre.

    In den Anfangsjahren der DDR waren die Grenztruppen direkt dem MfS (Ministerium für Staatssicherheit, Volksmund: STASI) unterstellt. Später gehörten sie zur Hauptabteilung 6 des MfS.
    Die Anzahl der IM wird in keinem anderen militärischen Bereich der DDR größer gewesen sein als dort.

    Grenztruppen und das Ministerium für Staatssicherheit
    https://de.wikipedia.org/wiki/Grenztruppen_der_DDR

    Martin Gore & Depeche Mode werden unter Garantie auch eine STASI-Akte haben, denn mitgehört und aufgeschrieben wurde alles in diesem Land.
    Auf jeden Fall wird es Aufzeichnungen der STASI rund um ihr Konzert 1988 geben.

    Zum Thema „unhöflich“
    Ich fand z.B. diesen Blödsinn den Udo Lindenberg zu der Zeit gemacht (Honecker eine E-Gitarre schenken und tra la la) viel zu höflich und anbiedernd. Da haben sich ja viele DDR-Bands zu der Zeit mehr Widerstand getraut als der.

    Kann sein, daß Depeche da an eine Tour durch die DDR gedacht haben. Letztlich haben sie sich aber auch etwas vor den Karren der FDJ/SED spannen lassen. Das ist ja wohl damals der Hintergedanke der DDR-Führung
    bei diesen Konzerten westlicher Rockstars (Springsteen, Depeche, Cocker usw.) in der DDR gewesen. Die längst aufgebrachte Masse der DDR-Bürger etwas besänftigen, in dem man ihnen etwas von dem gibt, was sie verlangen.

    Dazu vielleicht mal ein Link: Kai-Uwe Kohlschmidt (Sänger der DDR-Waveband Sandow); er erklärt das da recht gut:

    http://www.youtube.com/watch?v=v9_61lpz3TI

  3. Heiko
    5.7.2013 - 16:36 Uhr
    17

    @13

    Danke Dir, hatte ich schon wieder vergessen.

  4. Martin
    5.7.2013 - 14:54 Uhr
    16

    @T.M.F.K.A.D.B..

    Aber wenn man seinem Gastgeber in aller Öffentlichkeit auf die Füße tritt und/oder diesen bloßstellt, ist das A) unhöflich und B) riskiert man, nie wieder eingeladen zu werden. Vielleicht hofften dm ja, daß dies nicht ihr einziges Konzert in der DDR werden würde und beim nächsten Mal vielleicht sogar eine kleine Mini-Tour in der DDR möglich wäre.

    Deine Behauptung mit den DDR-Grenzern und deren überwiegender Verbindung zur StaSi finde ich im Übrigen mehr als gewagt. Wo hast Du das denn gelesen?

  5. T.M.F.K.A.D.B.
    5.7.2013 - 12:30 Uhr
    15

    BREAKING NEWS 1984: DEPECHE MODE-SONGSCHREIBER MARTIN GORE IM OSTBERLINER STASI-KNAST HOHENSCHÖNHAUSEN; VERHAFTUNG AM GRENZÜBERGANG FRIEDRICHSTRASSE ;))

    Wenn ich Martin wäre, hätte ich diese Story mit einem DDR-Grenzer, die übrigens zu überwiegenden Teilen Verbindungen (IM wenigstens) zur STASI hatten, aber in dem Interview mit den DDR-Journalisten auf der Pressekonferenz vor dem Konzert am 7.März 1988 erzählt. Was hätte dir denn als britische Band in der DDR passieren sollen???

    Wir leben ja gerade in Prism-Zeiten; in einem Land, in dem „West-Päckchen“ und Briefe aus den alten Bundes-Ländern vor der Zustellung geöffnet wurden, wird es auch sicherlich ein Abgleich von Personen-Daten von westdeutschen Staatsbürgern gegeben haben, zumal die STASI ein Staat im Staate DDR gewesen ist – und nicht nur dort…
    Auch wenn man heutzutage manchmal (siehe NSU) daran Zweifeln könnte, gibt es ja jetzt parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste. Wobei ich die STASI nicht unbedingt mit dem BND vergleich möchte, denn sie ist eher so etwas in Richtung GESTAPO gewesen, nur mit einer anderen Fahne darüber.

    SHAKE THE DISEASE, OSTBERLIN, 7.3.1988
    https://soundcloud.com/oliverh1970/depeche-mode-shake-the-disease

  6. Frau Ga(ha)ndalf
    5.7.2013 - 12:08 Uhr
    14

    Martin unchained

    Sollte Tarantino mal das Thema „Vopos“ behandeln, wäre Gore eine ernsthafte Konkurrenz für Waltz. :-)

  7. Pipeliner
    5.7.2013 - 8:38 Uhr
    12

    "Zurück nach West-Berlin!"

    Vor einigen Jahren bin ich nach einer Google-Suche „Berlin“, „Martin Gore“, „deutsche Freundin“ oder so auf einen Eintrag im Internet gestoßen (weiß nicht mehr wo), der im engeren Sinne nichts mit DeMo zu tun hatte und da berichtete der Schreiber, er habe irgendwann Mitte der 80er in der Einreiseschlange S-Bahn Friedrichstraße von West nach Ost-Berlin gestanden – und Martin Gore entdeckt. Der sei aber nicht „reingelassen“ worden, wahrscheinlich wegen seines auffälligen Aussehens, so vermutete der Schreiber (der sich fast ein bißschen darüber zu freuen schien). Mich hatte das immer interessiert, ob die Band in ihrer West-Berliner Zeit nicht auch mal im Osten war (was ja nahe gelegen hätte), aber ich hatte in den Berlin-Passagen der einschlägigen Literatur und Bios über Depeche Mode nie was darüber gefunden. Nun also diesselbe Story aus Martins eigener Erinnerung! Zum Glück muss sich ja jetzt keiner mehr anstellen ;-)
    Viele Grüße aus Berlin

  8. murcs
    5.7.2013 - 7:30 Uhr
    11

    @Matthias

    es war die Exciter-Tour

    aber ich kann mich auch noch lebhaft daran erinnern…