Home > News > Violator: Das Meisterwerk von Depeche Mode feiert sein 35-jähriges Jubiläum
- Anzeige -
Happy Birthday!

Violator: Das Meisterwerk von Depeche Mode feiert sein 35-jähriges Jubiläum

Manche Alben sind Momentaufnahmen, andere prägen eine Ära. „Violator“ von Depeche Mode gehört zur zweiten Kategorie. Mit seiner Mischung aus düsteren Synthesizern, eingängigen Melodien und atmosphärischer Dichte setzte es 1990 neue Maßstäbe in der Musiklandschaft. Auch über 30 Jahre später gilt das Album als Meilenstein – geschätzt von Fans, anerkannt von Kritikern und bis heute ein wichtiger Bezugspunkt für viele Künstler. Wir blicken mit euch zurück auf ein Werk, das Dave Gahan später einmal mit Michelangelos Sixtinischer Kapelle vergleichen wird.

Beginnen wir unsere Zeitreise im Jahr 1989. Weltpolitisch erleben wir mit dem Ende des Kalten Krieges gerade eine geopolitische Zeitenwende. Depeche Mode hatten im Jahr zuvor mit ihrem Album „Music For The Masses“ in den USA ihren Durchbruch gefeiert. Höhepunkt der Welttour mit 101 Konzerten war der frenetisch gefeierte Auftritt im Rose Bowl-Stadion von Pasadena vor über 66.000 Fans, der von D.A. Pennebaker im Konzertfilm „101″ festgehalten wurde. Dave Gahan, Martin Gore, Andy Fletcher und Alan Wilder sind Mitte 20 und so populär wie nie zuvor. Ein neues Album steht an.

Die Voraussetzungen dafür sind gut. Der kommerzielle Erfolg von „Music For The Masses und der dazugehörigen Tour hatte der Band neue finanzielle Freiräume geschaffen. Zeitgleich befindet sich die elektronische Musik im Aufwind: House, Techno und Rave bahnen sich gegen Ende der 80er-Jahre immer stärker den Weg in den Mainstream. Depeche Mode werden plötzlich sogar als Influencer für den Underground-Technosound aus Detroit gehandelt. Der Band ist das eher suspekt. Sie versteht sich trotz ausverkaufter Stadien weiterhin nicht als Mainstream-Band.

Halo: Die Geschichte hinter Depeche Modes Albumklassiker Violator
Die beiden Fans Kevin May und David McElroy erzählen auf 250 Seiten ausführlich die Geschichte von „Violator“ und sprachen dafür mit vielen Beteiligten und Zeitzeugen.

Letzte Aktualisierung am 17.05.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Die Band ändert ihre Arbeitsweise radikal

Als Songwriter Martin Gore im Frühjahr 1989 seinen Bandkollegen Dave Gahan, Alan Wilder und Andy Fletcher die Demos zu einem neuen Album präsentiert, klingen sie anders als die Stücke, die sie sonst von ihm gewohnt waren. Zu diesem Zeitpunkt ahnt noch niemand, dass sich unter dem neuen Songmaterial gleich zwei Welthits befinden. Einer der beiden Songs hätte es sehr wahrscheinlich nie zum Klassiker gebracht, wenn die Band bei ihrem neuen Werk nicht grundsätzlich etwas geändert hätte: nämlich ihre Arbeitsweise.

In den 80er-Jahren war Zeit im Studio eine kostspielige Angelegenheit. Deshalb hatte Gore seine Demos bisher stets sehr detailliert vorproduziert. Bei den späteren Aufnahmen ging es oftmals nur noch darum, die richtigen Sounds und Samples zu finden.

Nicht so bei „Violator“. Gore hatte seine Demosongs auf die wesentlichen Strukturen reduziert: Sie bestanden nur aus den Lyrics und Akkorden, die auf der Gitarre oder mit simplen Orgel-Sounds gespielt waren, dahinter wurden einfache Drum-Loops gelegt. Das war’s. Die Demos lieferten nur eine sehr vage Vorstellung von den Songs. Die Idee dahinter: Bevor ein Stück im Studio aufgenommen wird, soll jedes Bandmitglied seinen kreativen Input einbringen können. Depeche Mode wollen sich mehr als je zuvor ausprobieren und experimentieren. Die dafür erforderliche zusätzliche Zeit im Studio konnte sich die Band nun leisten.

Im Studio sorgte der junge Produzent Mark Ellis – besser bekannt als Flood – dafür, dass trotz der neuen basisdemokratischen Zustände alles geordnet am Mischpult zusammenläuft. Flood hatte zuvor als Toningenieur zusammen mit Brian Eno am U2-Album „The Joshua Tree“ gearbeitet. Mit Depeche Mode verband Flood ein Remix („Highland Mix“), den er 1986 von der Single „Stripped“ angefertigt hatte.

Priscilla Presley inspiriert zu „Personal Jesus“

Die neue Arbeitsweise hat umgehend Folgen. In einer ersten mehrwöchigen Studiosession in Mailand stellt die Band nur einen einzigen Song fertig: „Personal Jesus„. Martin Gore hatte sich durch eine Biografie von Priscilla Presley mit dem Titel „Elvis and Me“ zu dem Stück inspirieren lassen. Gore, der nur selten Auskunft über die Bedeutung seiner Songs gibt, erklärt später freimütig:

„Der Song handelt davon, ein Jesus für jemand anderen zu sein, jemand, der Dir Hoffnung und Fürsorge gibt. Es geht darum, wie Elvis Presley für Priscilla Mann und Mentor zugleich war und wie das in einer Liebesbeziehung vorkommt, wie das Herz eines jeden in gewisser Weise wie ein Gott ist. Wir spielen diese gottähnlichen Rollen für andere, aber niemand ist perfekt, und das ist keine sehr ausgewogene Sicht auf jemanden, oder?“

Das Video zu Personal Jesus drehte Anton Corbijn.

Soundtechnisch geben sich Depeche Mode sehr experimentierfreudig. Für die Snaredrums des prägnanten, stampfenden Grundbeats springen Bandmitglieder in einem Treppenhaus auf Flugkoffern herum und nehmen den dabei entstehenden Sound auf – inklusive Hall. Wer es weiß, kann die Samples im fertigen Stück leicht heraushören.

Durch „Personal Jesus“ zieht sich ein sehr eingängiges, bluesiges Gitarrenriff. Dass Gitarren einen Song derart dominieren, ist ein Novum für die Band. Dennoch – oder vielleicht auch gerade deswegen – entschließen sich Depeche Mode, „Personal Jesus“ als ihre erste Single zu veröffentlichen. Das geschieht im August 1989 und damit noch inmitten der Aufnahmen zum Album, das erst sechs Monate später im März erscheinen wird.

„Personal Jesus“ wurde im Laufe der Jahre von vielen Musikern gecovert. Am wohl bekanntesten ist die Intepretation von Country-Legende Johnny Cash für sein Album „American IV“.

Nach sechs Wochen Studioarbeit in Mailand reisen Depeche Mode aus Norditalien ab. Es gibt in der Stadt einfach zu viel Ablenkung von der Arbeit, vor allem abends in den Clubs.

In Dänemark findet die Band ein ruhigeres Plätzchen. Die PUK-Studios liegen „in the middle of nowhere“, rund 15 Autominuten von der nächsten Stadt entfernt. In dieser abgeschiedenen Lage entsteht ein Großteil des Albums.

Wie „Enjoy The Silence“ von der Ballade zum Welthit wurde

Und Depeche Mode erleben in Dänemark einen magischen Moment. Martin Gore hatte für das neue Album einen sehr ruhigen, balladesken Song mit dem Titel „Enjoy The Silence“ komponiert. Produzent Flood und Alan Wilder sind jedoch der Meinung, dass der Song besser als Uptempo-Nummer funktionieren würde.

Martin Gore ist strikt gegen diese Idee. Ein Song, bei dem es thematisch weitestgehend um Ruhe und Stille geht, kann nach seiner Vorstellung auf keinen Fall ein schnelles Musikstück sein. Doch Flood und Alan Wilder lassen nicht locker. Sie unterlegen den Song mit einem Diskobeat. Martin Gore ist nach wie vor ein Gegner der Idee. Dennoch arbeitet er im Studio am Song mit – nach und nach entstehen die Sounds des Stücks. Allerdings noch ohne das bekannte Gitarrenriff. Gore ist der Ansicht, dass die Band schon genug Gitarren auf dem Album verwendet habe und sträubt sich. Schließlich gibt er nach, der Rest ist Musikgeschichte.

Offizielles Musivideo zu EnjoyThe Silence.

Am Ende des Aufnahmeprozesses ist sich die Band sicher, dass sie gerade einen Hit geschrieben hat. Viele Jahre später räumt Gore ein, dass sein ursprünglicher Widerstand gegen die Entwicklung des Songs Irrtum war: „Ich war strikt dagegen, aber dann wurde es mir immer klarer… Ich möchte diesen Moment nutzen, um mich bei Flood und Alan zu entschuldigen“. Auf der Maxi-Single zu „Enjoy The Silence“ gibt der Harmonium Mix einen guten Eindruck von seiner ursprünglichen Version.

Für „Enjoy The Silence“ wurden Depeche Mode 1991 mit dem Brit Award für die beste britische Single ausgezeichnet.

Die deutschen Fans werden sich noch gut an die Weltpremiere des Songs erinnern. Am 2. Dezember 1989 präsentierten Depeche Mode bei der Aufzeichnung zur Sendung „Peters Popshow“ mit glücklichen Gesichtern den Song erstmals einem Publikum.

Viele Aufnahmesessions führen zu „Policy of Truth“

Zurück nach Dänemark: Im Studio werden nach und nach die restlichen Songs des Albums fertig gestellt. Depeche Mode experimentieren viel und verwerfen viele Ideen. Alle sind mit Eifer bei der Arbeit.

Besondere Schwierigkeiten bereitet der Band der Song „Policy Of Truth„. Nach vielen Aufnahmen und Entwürfen einigt sich die Band auf den bekannten Gitarrensound. Laut Alan Wilder hat wurde dafür eine einzelne Note einer Gitarre gesampelt und sie als Loop über ein Keyboard abgespielt.

Offizielles Musikvideo zu „Policy Of Truth“

Für Martin Gore gehört „Policy of Truth“, der später als dritte Single des Albums veröffentlicht wurde, zu den besten Songs der Band: „Ich mag den Text sehr und das ganze Konzept, dass man lügen muss, um den Schein zu wahren – vielleicht ist es besser, das zu tun. Ich mag einfach die ganze Thematik des Songs.“

„World In My Eyes“ ist eine Hommage an Kraftwerk

Die vierte Single „World In My Eyes“ entstand gleich zu Beginn der Aufnahmesession in Mailand und wurde später in London fertig gestellt.

Inhaltlich dreht sich das Stück um Gores Lieblingsthemen „Liebe und Sex“. Der erklärte Lieblingssong von Andy Fletcher – bei der vergangenen „Memento Mori“-Tour widmete die Band den Song ihrem inzwischen verstorbenen Bandmitglied – fällt sehr elektronisch aus. Die rhythmischen Elemente von „World In My Eyes“ sind eine unüberhörbare Hommage an Kraftwerk.

Offizielles Musikvideo zu „Word In My Eyes“

Am deutlichsten werden die musikalischen Anleihen bei den großen Vorbildern auf der „Dub In My Eyes“-Version der Single, der eine Zeit sogar als Kraftwerk-Mix im Internet gehandelt wurde.

Wer „Violator“ aufmerksam hört, entdeckt weitere Reminiszenzen an bekannte Musiker, vor allem aus der elektronischen Musik: Die Arp-Synthesizerklänge von „Waiting For The Night“ erinnern beispielsweise an den typischen Sound von Tangerine Dream. Und der Basslauf von „Clean“ erscheint wie ein Sample aus dem Pink Floyd-Song „One Of These Days“ – doch Alan Wilder beteuert, dass im Studio ausschließlich Synthesizer und Gitarre eingesetzt worden seien.

„Violator“ wird ab Herbst 1989 in London abgemischt. Hierfür hat die Band François Kevorkian engagiert. Der Franzose kommt aus der Dance-Szene und hatte vorher Kraftwerks „Electric Café“ gemixt. Seine detailversessene Arbeitsweise kostet die Band viel Nerven, denn Kevorkian kommt nur sehr langsam voran. Aber der Franzose setzt mit seiner Art wichtige Akzente für „Violator“ und trägt maßgeblich zum perfekten elektronischen Sound des Albums bei.

Gesucht wird: der lächerlichste Heavy-Metal-Titel

In der Zwischenzeit haben Depeche Mode auch einen Albumtitel für ihr neues Werk gefunden: Violator. Wie schon bei „Music For The Masses“ ist der Name nicht ernst gemeint: „Der Name ‚Violator‘ war als Witz gemeint. Wir wollten den extremsten, lächerlichsten Heavy-Metal-Titel finden, den wir finden konnten. Ich wäre überrascht, wenn die Leute den Scherz verstehen würden.“, so Martin Gore später.

Zur Erfolgsgeschichte von „Violator“ gehört auch das stilbildende Albumcover. Gestaltet wurde es von dem Niederländer Anton Corbijn. Der Star-Regisseur und Fotograf wählte eine Rose als bestimmendes Motiv aus, die den optischen Gegenpol zum martialischen Titel des Werks bildet. Ihre schlichte Vollkommenheit macht die „Violator-Rose“ bis heute zu einer beliebten Tattoo-Stechvorlage unter den Fans.

Anton Corbijn dreht außerdem alle Musikvideos von Depeche Mode für die Singleveröffentlichungen.

Am 19. März 1990 wird „Violator“ schließlich veröffentlicht. Es ist mit schätzungsweise 15 Millionen verkauften Tonträgern das erfolgreichste Album von Depeche Mode.

Auf die Frage, ob Depeche Mode nicht noch einmal ein Album wie „Violator“ aufnehmen könnten, antwortete Dave Gahan einmal sinngemäß, dass dies in etwa so wäre, als würde man Michelangelo bitten, noch einmal die Sixtinische Kapelle zu malen.

Sven Plaggemeier

Hi, ich bin Sven und betreibe als Gründer die Webseite depechemode.de. Hauptberuflich leite ich ein Team von Content-Spezialisten bei einem Telekommunikationsunternehmen. Vernetze Dich gerne mit mir bei Facebook, LinkedIn oder Xing.

97 Kommentare

Wir freuen uns über Deinen Kommentar. Bitte beachte unsere Nutzungsregeln.
    • Ich hab mir ein erstes Bild aus der Ferne gezeichnet: Eigenverlag und bisherige ‚Biografien‘ der Autorin über Roland Kaiser und Kelly Bishop. Da ist meine Erwartungshaltung eher moderat….
      Aber danke für‘s Fundstück.

  1. Violator Artwork & Corbijn

    In Wien findet aktuell eine wirklich großartige Ausstellung „Anton Corbijn: Favourite Darkness“ statt. Anlässlich des 70. Geburtstages von Anton werden in Wien bis Ende Juni über 200 Arbeiten präsentiert. Ich hatte im Rahmen eines Business Trips die Möglichkeit mir das anzusehen. Es werden unter anderem auch Orignal-Artefakte aus der Artwork-Entwicklung von Violator und vielem mehr präsentiert. So gibt‘s z.B. ursprüngliche Cover-Entwürfe und das Original-Fotogramm der Rose für das Violator-Album zu sehen. Dazu viele großformatige Bilder aus Anton Corbijns Zeit beim NME mit kultigen Aufnahmen aus den späten 1970ern bis heute: Bowie, Nick Cave, Nina Hagen, Joy Division, Siouxie, u.v.m. Ein ganzer Saal steht dabei im Zeichen der Zusammenarbeit von Anton mit DM und seinem Beitrag zur „Kultwerdung“ der Band. Begleitet wird das von einer Retrospektive in einem Wiener Kino, die Anton Corbijn-Werke bringen. Wer den Flieger oder die Bahn nach Wien nicht nehmen will, für den gibt‘s einen Bildband zur Ausstellung „Favourite Darkness“.

    • Corbijn-Ausstellungen

      Da stimme ich Dir mit dem Wort „großartig“ voll und ganz zu. Ich hatte in den letzten Jahren und Jahrzehnten ebenfalls die Möglichkeit, einige Ausstellungen mit den Werken von Anton Corbijn zu besuchen. Mal in Museen, mal in kleinen Kunstgalerien…
      Die ikonischen schwarz-weißen Band-Fotos (nicht nur unserer Jungs) sind im Großformat wirklich sehr imposant. Auch die Logo-, Bühnen- und Cover-Entwürfe sind durchaus sehenswert.
      Was mir allerdings am meisten in Erinnerung geblieben ist, war ein Foto in Postergröße, dass schlicht und einfach das Cover des zehnten Studioalbums zeigte. Die Exciter-Agave ohne Inschrift, ohne alles, einfach nur sattes Grün in Grün mit etwas Schwarz. Allerdings in noch lebendigeren Farben als auf dem Cover. Wow! Ich hätte es mir sofort gekauft und als Blickfang über das Sofa ins Wohnzimmer gehängt. :)
      Also, wer die Möglichkeit hat, eine AC-Ausstellung zu besuchen, sollte nicht lange überlegen, sondern es einfach tun. Es lohnt sich!

    • Anton Corbijn

      Hier näheres zu dem Bildband der
      Ausstellung

      https://amzn.eu/d/9RWwdQR

      Thnx für die Informationen, das Buch ist wirklich etwas besonderes

      Beste Grüße

    • Schließe mich dem Lob an.

      Danke an Euch beide, @Peetu und @MilanMode, für die lesenswerten Beiträge.
      Und @Dorian Gray für den Link.
      Selber werde ich jetzt nicht in Richtung des schönen Wien kommen können. Habe bisher auch noch nie eine Corbijn-Ausstellung besucht.
      Was Ihr aber sehr gut für mich nachzuempfinden beschreibt—die Energie der Kunstoriginale… Diese Kraft, die ein Druck oder Vervielfältigungen niemals wiedergeben.
      Daß man sich schockverliebt in die originalen Farben. Dies kenne ich von anderen Ausstellungen.
      Hat hier mein Interesse geweckt :)

      Beste Grüße auch von mir

  2. Herrlich!!

    Danke für diesen wunderbaren Text @Sven :-)

    • Unsere DM - Welt

      wäre ohne Sven kleiner. Ich schließe mich an ans Dankeschön, auch an die vielen Fans hier die schreiben. Schon viel für mich neues über DM erfahren und immer wieder interessant, die einzelnen Sichtweisen und Erzählungen zu lesen. Und Anlass, die Platten und CDs nochmal abzuspielen oder YT und das Netz zu erforschen, sich intensiver zu beschäftigen und in die Musik abzutauchen (jedenfalls bei mir so). Diese Seite lebt, DM sind präsent.
      Schönen erholsamen Sonntag an alle.
      See you next time.

    • @Sabine K.
      na, ja…es ist schön das es diese Seite gibt. Es ist auch schön der Austausch, auch die virtuelle Nähe von DM-Fans, ich komme ja auch regelmäßig her.
      Aber im Grunde genommen ist es „bekannt“. ich habe seit dem Jahr 1999 ziemlich alles über Depeche Mode aus dem Netz und aus Büchern „herausgezogen“. ich könnte sicherlich einen längeren Vortrag halten, ohne Skript.

      Deswegen ärgert es mich oft auch, das immer wieder Menschen neue Biographien in den Verkauf stellen, und viele Fans meinen, dass diese irgend etwas Neues daraus erfahren können. Das stimmt nämlich nicht.
      Das ist reine Abzocke!
      wer „Steve Marlins“ mal gelesen hat, der weiß das meiste.

      Auch aus dem Buch AC (Anton Corbijn) kannte ich schon 99% der Bilder. O.K., aber wenigstens ist es hochwertige Ware und sicherlich auch was für Sammler! Auch in dem Buch „Halo“ erfährt man nichts Neues. Viel Lob dann eher für Dennis und seine Fanbücher. Da hast Du was in der Hand.

      Es fällt auf, das seit einiger Zeit die Alben gerne mit Jubiläen bedacht werden.

      Das gab es in früheren Depeche Mode- Zeiten vor allem in diesem Ausmaß noch nicht…

      hängt wahrscheinlich auch damit zusammen da der Fan ebenso zunehmend älter werden, und sehen wie die Zeit vergeht…. und man schwelgt gerne in Erinnerungen. Ich ja auch, war eine schöne Zeit, wo noch „Disco“ in war…. und man Depeche Mode mit ihren damaligen Hits hörte..trotzdem: Danke für diese Seite! mich begleitet diese soweit ich weiß seit 1999.

    • Sabine K.
      na, ja…es ist schön das es diese Seite gibt. Es ist auch schön der Austausch, auch die virtuelle Nähe von DM-Fans, ich komme ja auch regelmäßig her. Ich kenne die Seite seit 1999.
      Aber im Grunde genommen ist es „bekannt“. ich habe seit dem Jahr 1999 ziemlich alles über Depeche Mode aus dem Netz und aus Büchern „herausgezogen“. ich könnte sicherlich einen längeren Vortrag halten, ohne Skript.

      Deswegen ärgert es mich oft auch, das immer wieder Menschen neue Biographien in den Verkauf stellen, und viele Fans meinen, dass diese irgend etwas Neues daraus erfahren können. Das stimmt nämlich nicht.
      wer „Steve Marlins“ mal gelesen hat, der weiß das meiste.

      Es fällt auf, das in zunehmende Maße die einzelnen Alben mit Jubiläen bedacht werden.

      Das gab es früher noch weniger..zeigt halt auch dass wir Fans doch auch älter werden, und zunehmend gerne in Erinnerungen schwelgen. Ja, schön war die Discozeit, mit den aktuellen Hits von Depeche Mode.
      das soll jetzt auch kein negativer Beitrag sein, aber es gibt nicht viel Neues zu erfahren, was vielleicht auch gut so ist.

    • P.S….sage aber auch: Danke Sven!…ich habe es leider vergessen, letztes Jahr mein 25,- jähriges zu feiern (seit ich http://www.depechemode.de kenne), denn ohne diese Seite würde DM doch eher vielleicht mehr in den Hintergrund rücken. Die Band hat Dir auch sicherlich viel zu verdanken! (DM auch in konzertfreien Jahren „wach“ halten). Danke dafür!

    • Hey Joel, dann bist du also schon sooooo lange hier, ein alter Hase, der wohl auch das alte Forum noch kannte….

      Ich weiß, dass ich diese Frage umsonst an Sven stelle, aber mich würde das echt mal interessieren, ob er die Band schonmal persönlich getroffen hat, ob sie ihn und seine Seite kennen. Dass Dave und Martin hier treue Fans haben wissen sie. Ich meine mal irgendwo gelesen zu haben, dass Sven Kontakte zum Management der Band hat….

      Die Vorstellung, dass Dave und Martin persönlich mal hier in die Seite reinschauen und uns lesen lässt mein Puls höher schlagen. Aber ich denke sie haben schon sooooo viel über sich gelesen all die Jahre und ob es sie noch interessiert wage ich zu bezweifeln.

      Es war aber interessant hier zu erfahren, dass Martin immer noch Kontakt zu einen deutschen Fan hat (oder damaligen Gastgeber)und ihn zum Konzert einlädt. Das hast du bestimmt noch nicht gewusst Joel ;-)

      Jetzt schreibe ich wieder zu viel und wiederhole mich auch, sorry.

    • Viel Neues

      Moin.

      Von Oscar Wilde stammt das Zitat, dass es nervt, wenn die Leute über einem sprechen, aber noch viel mehr, wenn man gar nicht mehr über einen spricht ( so oder so ähnlich).
      Old Fans wissen sicherlich sehr viel über DM, aber auch gute DM Biografien decken nicht alles ab, sie sind nur rückblickend über Phasen der Band und ich bin mir sicher, so manches was damals gesagt, gemacht oder getan wurde, sehen Dave und Mart vielleicht heute auch etwas anders.
      Ihre Musik sollte Menschen zusammen bringen, das ist was er
      ( Dave) und Mart am besten können als Musiker. Ein bekannter Künstler ergänzte dies „ um Generation hinweg“ ( also auch ältere oder jüngere Fans anspruchsvoller Rock und Popmusik).

      Und wenn es diese DM
      Fanside begleitend hierzu gibt, umso besser, durfte hier schon echt cool Leute „kennenlernen“ und ab und zu schreiben hier ja auch User der jüngeren Generation ( ja selbst aus USA gab es Beiträge) die eben nicht
      so wie „wir“ einen breiteren Überblick über DM und ihre Schaffensperiode haben.

      @Andrea … ja die schnuckligen
      Hinterhof Plattenläden…. seufz
      Hey am 12.04. World Record Store Day
      da erscheinen neue Vinyl Ausgaben
      älteren Alben.

      @Lorcka … ja der Designer Anzug..
      ich denke , sehr vielen „Leuten“
      ( Synonym für Freunde der Rock und Popmusik, die in ihrem pers. Musikgeschmack nicht von einem bestimmten Genre, Stil, Szene oder Jugenkultur abhängig sind)
      gefällt’s, DM im ( knitterfreien)
      Designer Anzug eben Songs wie
      EC, PaP, PJ, ganz besonders EtS
      Precious, Ghosts again and many more. Das sind die Songs und ganz besonders das Violator Album, dass die Band in den PopOlymp brachte und ihren Stammsitz über Dekaden hinweg garantiert.

      Ganz dolle und Liebe Grüße
      @all, ganz liebe an die, die mit der Violator LP sehr viel persönliches
      verbindet. Bin gespannt, wie es mit DM weiter geht und hoffe auf baldiges Release der bisher unveröffentlichten Songs der MM Ära.
      The discussions will be continued..

    • Mein kleiner Plattenladen

      @Dorian Gray
      Zwischen 15 und 17 habe ich sehr viele Stunden in dem kleinen Plattenladen verbracht. Es war irgendwie auch ein Treff für die Musikbegeisterten. Nicht nur zum Hören der neusten Scheiben, sondern auch zum Diskutieren der jeweiligen musikalischen Vorlieben und Abneigungen.

      Heute kann ich mich nicht mehr daran erinnern, wie der Laden hieß und auch die Namen der dort Beschäftigten sind mir entfallen. Irgendwie fühlt sich das komisch an. Ich habe heute morgen 2 Stunden Google bemüht, um irgend etwas über diesen Plattenladen heraus zu finden – erschreckendes Ergebnis: weder Bilder noch Informationen über den/die Inhaber. Die Straßenbezeichnung ist noch original: Kettengäßchen. Einen Plattenladen gibt es dort schon lange nicht mehr.

      Als ich meine Antwort an @Lorcka verfasst habe, stand ich gedanklich wieder in diesem Plattenladen, alles war präsent – die Einrichtung, die Deko an der Wand und sogar die Gesichter des Personals sind schemenhaft vor meinem geistigen Auge aufgetaucht. Ich war wieder 16 und habe die Vinyl’s in den Kästen durchgeflippt – um das coolste Plattencover zu entdecken und zu bestaunen. Ich habe mich wieder mit Kopfhörer gesehen um die neuesten Scheiben zu hören.

      Das Geld für LP’s war knapp und Besuch von Konzerten – weit weg, nicht vorstellbar. Und trotzdem – oder gerade aus diesem Grund – es war einfach eine Wahnsinnszeit.

      Depeche Mode hat in meinem Umfeld keine Rolle gespielt, auch schwarzgekleidete und DM ähnlich gestylte Leute sind mir eher selten über den Weg gelaufen; um ehrlich zu sein – nie. Von Memento Mori, Berlin Stadion, hatte ich ein Kurzvideo an Freunde gesendet – ohne Angabe, wer da auf der Bühne steht. Ich wurde tatsächlich gefragt, wer das ist. Ich musste darüber lachen, weil – früher wie heute – in meinem Umfeld spielt Depeche Mode keine Rolle.

      Umso schöner, das es diese Seite mit Informationen und Menschen gibt, mit denen ich mich über die Band austauschen kann. Und man möge mir verzeihen, dass ich doch recht häufig abschweife zu anderen Musikrichtungen, zu anderen Bands.

      So, nun habe ich, nach einigen Jahren, auch mal wieder etwas Nettes bezüglich dem Seitenbetreiber und der Community geschrieben. Das muss jetzt aber auch für die nächsten fünf bis zehn Jahre reichen.

      @Joel
      Nachträglich herzlichen Glückwunsch zu deinem 25-jährigen Jubiläum. Da hättest du doch für uns alle mal ein Konzert von Depeche Mode organisieren können. Die Kosten sind doch relativ überschaubar: 1,5 bis 2 Millionen US-Dollar nehmen die Jungs für einen Auftritt. Und wenn man dann noch einen Treuerabatt berücksichtigt…

      Bitte lachen oder wenigstens lächeln – ein kleiner Spaß, um meine obigen nostalgischen Gedanken wieder loszuwerden.

      @all
      Ich wünsche euch allen einen schönen Tag – für mich heißt es heute Abend hemmungslos tanzen zu Depeche Mode.

    • Was überdauert…

      Hallo@Dorian und @in die Runde

      Ja. Das sehe ich sehr ähnlich wie Du, Dorian.
      Denn wenn Künstler diese rare und besondere Fähigkeit besitzen, solch knitterfreie Songs zu schreiben
      —wo Melodie und Rhythmus und Text zu einem Ganzen verschmelzen—
      dann wären sie schlecht beraten, das nicht zu tun!

      Beziehungsweise wenn das Material derart gut ist, dann hält‘s ewig—Stichwort Musikolymp.
      Meine Analyse war also nicht negativ-kritisch gedacht…
      EtS, Precious, Ghosts again möchte ich selber auch nicht missen!

      Für diese Designer-Songs ;) müssen großes Geschick und große Kreativität zusammengebracht werden.
      Bei Violator in der Hinsicht gewiss noch obendrauf der Input von u. a. Flood.
      Beziehungsweise nicht zuletzt für die Musiker selber
      macht es natürlich ganz viel Sinn, viele „Leute“ zu erreichen.
      …Und daß ihre Songs gehört und gespielt werden. Motivation, auch für Depeche Mode, Musik zu machen, und immer noch Musik machen… Entsprechend, dito.

      Zustimmung ebenso zu den Überlegungen,
      ob denn die Gültigkeit von Rückblicken, von Biografien final sei…
      Denn nein, Endgültig gibt es nicht. Ich denke, daß zum Glück nicht!
      Das Leben ist ein Fluss.
      …Wenn beispielsweise ein Dave Gahan Anfang der 2000er schwer nur für die Tour lange von Daheim und seiner kleinen Tochter fort sein mochte, dann war das damals gültig—aber es verändert sich diese Situation,
      sobald das Mädel etwas älter, verständiger und schließlich erwachsen wird. Nur ein Beispiel und selbstredend.

      Meiner Ansicht nach sind Aussagen, Interviews, Absichtserklärungen—immer bedingt durch den jeweiligen Augenblick, in den sie zeitlich hingehören.
      Und daher kommt Neues von ganz alleine hinzu.

      @Andrea, lustig und nett irgendwie, als ich Deine Antwort las, habe auch ich dieses Bild ;)
      vor mir gesehen… die Plattenspieler in Reihe am Gang, die Kopfhörer zum Reinhören :)

      Liebe Grüße in den Sonntag @all

    • Andreaaaa...

      schön, wenn Du mal Spaß machst…
      Du hast mir ein Lächeln in mein Gesicht gezaubert…(im ernst)

      siehste, so kann man doch toll diskutieren. Das macht doch Spaß!

      Dir und den anderen noch einen schönen Sonntag!

    • @Sabine

      vielleicht gibt Sven Plaggemeier drauf ja mal eine Antwort… soweit ich mich erinnern kann dass sie persönlich noch nicht getroffen, aber das kann sich ja geändert haben.
      Sicherlich kennt die Band Depeche Mode.de
      Deutschland ist ja ein großer Markt.
      Wundert mich daß das Wort (muroF), bitte rückwärts lesen, durch den Spamfilter durchgegangen ist. Bei mir geht das oft nicht durch.
      natürlich kenne ich das alte (muroF) noch, auch die vorübergehende Schließung, durch Idiots*** :-). Auch viele Leute darin fehlen mir. Aber da ging auch immer ab..
      :-)) war trotzdem toll, vor allem die Diskussionen wenn Depeche Mode eine neue Platte veröffentlicht hatten..

    • @Joel

      Ich bin jetzt ehrlich gesagt auch verwundert, dass mein Kommentar doch freigeschaltet wurde. Hatte schon gerätselt…Danke, dass du eine Lösung hast, obwohl ich nicht weiß was an diesem Wort schlimm ist, da weißt du mehr als ich ;-)

  3. Violator Artwork & Anton Corbijn: My Favourite Darkness

    Für alle, die die Möglichkeit haben ein Hinweis. Im Kunstforum Wien findet aktuell eine wirklich großartige Ausstellung „Anton Corbijn: Favourite Darkness“ statt. Anlässlich des 70. Geburtstages von Anton werden in Wien bis Ende Juni über 200 Arbeiten aus fünf Dekaden des Schaffens präsentiert. Ich hatte im Rahmen eines Business Trips die Möglichkeit etwas Zeit rauszuschneiden um mir das anzusehen. Es werden unter anderem auch Orignal-Artefakte aus der Artwork-Entwicklung von Violator und vieles mehr präsentiert. So gibt‘s z.B. ursprüngliche Cover-Entwürfe und das Original-Fotogramm der Rose für das Violator-Album zu sehen. Dazu viele großformatige Bilder aus Anton Corbijns Zeit beim NME mit kultigen Aufnahmen aus den späten 1970ern bis heute: Bowie, Nick Cave, Nina Hagen, Joy Division, Siouxie, Blixa, u.v.m. Ein ganzer Saal steht dabei im Zeichen der Zusammenarbeit von Anton mit DM und seinem Beitrag zur „Kultwerdung“ der Band. Begleitet wird das von einer Retrospektive in einem Wiener Kino, das Anton Corbijn-Werke bringt. Wer den Flieger oder die Bahn nach Wien nicht nehmen will, für den gibt‘s einen Bildband zur Ausstellung „Favourite Darkness“.

  4. Revision

    Ich muss eine meiner Aussagen revidieren. Irgendwo habe ich hier geschrieben, mein Verhältnis zu Depeche Mode hätte sich mit der „Violator“ entscheidend verbessert. Das ist falsch. Es war „Black Celebration“. (Gestern beim Abstauben meiner Vinyl-Sammlung das Album entdeckt – und damals war das Geld knapp und wurde nur für von mir als exzellent empfundene Scheiben ausgegeben). Auch wenn das hier niemanden interessiert, aber ich lasse Fakes nur ungern unkorrigiert stehen.

    Die „Violator“ ist natürlich selbstredend ein Meilenstein der Musikgeschichte und für mich eines der Alben, die ich auch heute noch von vorne bis hinten durchhören kann, ohne einen Song zu überspringen.

    Als ich Sven’s Artikel gelesen habe, ging mir spontan ein Lied durch den Kopf: „Für mich soll’s rote Rosen regnen“. Und ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn es die „Violator-Rosen“ wären, die mir in den Jahren, die mir noch bleiben – mit etwas Glück Jahrzehnte – noch so manches Wunder zeigen würden. Eines dieser „Wunder“ wäre ein Depeche Mode Konzert der Superlative – mit Alan am Synthesizer statt Fletch.

    A reunion for one last tour. Whether it ever happens or not, no matter what – in the end I will dance to the music of Depeche Mode.

    Und damit die Story hier nicht ganz so trübe wird: Der allererste Remix hat es in meine Playlist geschafft.
    https://www.youtube.com/watch?v=gw0bgi3tUXk

    • Black Celebration—vier Jahre bis Violator

      @Andrea
      …Mich interessiert‘s, weil ich
      mich nämlich gewundert hatte, daß jemand Musikbegeistertes wie Du bis vor Violator nicht DM gehört habe…
      Was wäre denn dann, zum Beispiel, mit „A Question of Time“? Die rein musikalischen Teile des Songs—Gänsehaut pur.
      Und dazu legendär(!) Daves Tanzperformance, die das Musikthema komplett wiederspiegelte…
      Das hat sich doch weder überhören noch übersehen lassen ;o)

      [Schmunzel]

    • @Lorcka

      Es war „Question of lust“ !

      Ich hatte eine enge, um nicht zu sagen innige Beziehung zu Inhaber und Personal des kleinen Plattenladens in der engen Gasse meiner Heimatstadt. Dort war ich mindestens 1 bis 2 mal die Woche um die Neuheiten zu sichten.

      Mein „Vinyl-Dealer“ sagte damals: „Hey, Andrea, geh mal an Plattenteller XY. Das könnte was für dich sein“. „Black Celebration“ (heute eines meiner absoluten Lieblinge) und „Fly on the Windscreen“ fand ich damals nicht so prickelnd.

      Aber dann – der dritte Song auf der Scheibe: „Question of Lust“ – und damit hatten die Basildon Jungs mich in ihren Fängen. Solange gewehrt und am Ende konnte ich doch nicht entkommen. LOL

      Das Album wurde gekauft und erst einige Tage später liefen die „Question“-Songs im Radio.

    • Strange Band

      Hi @Violation1968

      Natürlich muss sich MftM nicht hinter Violator verstecken. Der Traum in Blau ist grandios, aber Violator damit festigte DM ihr Standing in der Rock und Popmusik, insbesondere der Elektronischen
      ( Platz 167 der besten 500 LP‘s ever lt
      Rolling Stones Magazin).
      Und die kühle Eleganz die in Violator ruht, diese Eleganz holten sie mit Memento Mori mMn zurück, wenngleich dieses Album geprägt von der Corona Krise und insbesondere dem plötzlichen und unerwarteten
      Verlust von Andy ( R.I.P.) verständlicherweise etwas ruhiger und nachdenklicher ist.
      MftM hat neben Strangelove wunderschöne Songs insbesondere mein Favorit “Behind the wheel” und das unumstößlich monumentale
      “Never let me down”

      …. und hör mal, hier meine ich sogar eine kleine Referenz an den Song Nlmda
      seitens Bryan Ferry und Amelia Barrat
      bei Loose Talk zu hören ( pM).

      https://youtu.be/cIvKXDRo_YQ?si=K_0lamxky4o7Rqvp

      Ein erholsames Wochenende
      und Grüße @all

    • Eleganter Anzug

      @Violation1968 @Dorian Gray

      Music for the Masses ist bei mir Favorit, und BtW sowieso mein Allzeitfavorit.

      Nichtsdestotrotz, wenn ich von außerhalb der eigenen, subjektiven Wahrnehmung
      die Alben betrachte, dann hat Violator aufgehört anzuecken…
      …Würde ich vermuten.
      Zum einen musikalisch, denn für relativ alle Hörer ist es ein Ohren-gerechter Hörgenuß.
      Depeche Mode mit einem klanglich perfekten Anzug (mir persönlich
      hier und da vielleicht etwas zu knitterfrei).

      Jedenfalls ebenso von den Songtexten her—mit dem m. M. n. geschickten Move, daß freundliche und richtig ‚hübsch‘ klingende Songtitel die Türen öffnen:
      „World in my Eyes“ macht ziemlich was her, auch wenn inhaltlich der Unterschied zu „Behind The Wheel“ nicht groß ist. Der Songtitel an sich
      kommt aber weniger sperrig rüber, viel sanfter. Sowas wirkt!
      „Halo“ wiederum klingt als Wort spirituell, obwohl es im Song um einen emotional positiv zu verstehenden Moralbruch geht.
      Martin unterstellen würde ich -natürlich- Absicht dahinter ;) ;)
      (Weiß es aber selbstverständlich nicht.)
      „Clean“, „Sweetest Perfection“ alles liebliche Namensgebungen.

      Insgesamt zeichnet das Album ein unglaublich kleinteiliges Geschick aus. Oder kühle Eleganz, wie Dorian formuliert. Eben der feine Zwirn ;)

      Beste Grüße ins Wochenende @all

    • Ein perfekt produziertes Album. Dafür darf neben DM natürlich den Herren Flood und Kevorkian auf ewig großer Dank ausgeprochen werden. Konzeptionell eine großartige Meisterleistung. Der Nachfolger ebenso perfekt produziert aber eben
      kein Violator Nr. 2 (womit damals viele gerechnet hatten).

  5. Forever Young ?

    auch in 100 Jahren und weit darüber hinaus – ein Chris Martin und ein Dave Gahan im besten Mannesalter – würde sagen so Mittvierziger ?

    Tja, die zukünftigen Generationen können einem leid tun:
    Musikfreunde, die von KI generierter Musik verdummt werden
    Musikindustrie, die nicht mehr existiert
    und nicht zu vergessen -> Schönheitschirurgen, die kein Geld verdienen

    Wie hieß denn dieser Kinofilm, wo jeder seinen Avatar hatte und nur dieser ist in der „realen“ Welt herumgegeistert, während der Mensch selbst in seinen 4 Wänden vor sich hingedämmert ist ?

    @Dorian – du weißt das doch bestimmt

    • Ich weiß jetzt nicht, warum das hier oben gelandet ist, mein Kommentar war angelegt als Antwort auf @Daniela

    • Surrogates – mein zweites ich
      ( mit Bruce Willis ).

      Hätte es AI und ihren breiten Einsatz im Rock und Pop Geschäft schon vor Jahrzehnten gegeben, hätte es
      dieses „Gothy“ Album, der elegante
      „Verführer“ , die Romantisierung
      menschlicher Abgründe ( mMn treffendes Zitat aus einer Plattenkritik) nicht gegeben.
      Geschweige einer Band wie DM
      ( und etlichen mehr).

      …. Denn sie wissen nicht , was sie
      tun ……. : (

      ( in der Sache werd ich ausnahmsweise selbst zum Pessimist).

      L + B Grüße in die Runde

    • Och ... nö ... bitte nicht @Dorian

      Du bist derjenige, der mich mit seinen Ansichten so manches Mal aus dem „gruseligen Realitäts-Sumpf“ herausgezogen hat. Und darum will ich auf gar keinen Fall, dass du zum Pessimisten wirst. Gibt es etwas, was ich tun kann ? Bin ja bald in Rente und könnte bei Sven anheuern und helfen, hier aufzuräumen. Lösche einfach alles vom Server, was als störend empfunden wird. :-)))

    • Ein Blick

      in die Zukunft des Rock und Pop
      Business, eher.

      AI

      Erschreckend : ( wird aber mMn früher und später so kommen,
      kreiere dir deine Popmusik selbst ( mit Stars früherer Epochen im Data
      Warehouse) , überlassen wir die
      „Kreativität“ künftig intelligenten Algorithmen.

      Beste Grüße

    • Und ich dachte, ich hätte was verpasst…
      Geht ja eigentlich gar nicht, ohne dass Sven was weiß und hier kundtut ;-)

Die Kommentare sind geschlossen.

- Anzeige -
Consent Management Platform von Real Cookie Banner