Depeche Mode-Konzert am 19.08.2019 in Frankfurt, Festhalle

Frankfurt-die Zweite…und gerne immer wieder

Nachdem ich mehr zufällig im Sommer nach Köln und Hannover in Frankfurt auf dem Konzert war und es -vom Publikum wie von der Band her-megamäßig gut war mit einer unfassbaren Stimmung von Anfang an, machte ich mich im November wieder auf den Weg nach Frankfurt.
Im Sommer wurde an dem Tag, an dem das Konzert stattfand, die Tourtermine für die Hallentour in Deutschland bekanntgegeben. Beim Novemberkonzert in Frankfurt wurde just an diesem Tag bekanntgegeben, dass DM ihre Abschlusskonzerte der Tour in Berlin spielen werden. Termine in Frankfurt stehen also irgendwie unter besonders guten Vorzeichen.

Alles war wieder bestens organisiert, Parkplätze sofort zu finden und reichlich da, FOS Bereich organisiert und eine optisch tolle Halle. Vorband war nicht so mein Ding, hörbarer als die im Sommer, aber man hätte auch fast den Sound vom Band vorher zum Einstimmen ohne Vorband weiterlaufen lassen können (meine persönliche Meinung). Eigentlich schade, wenn ich auf ein Konzert gehe, interessiere ich mich ja für Musik und fände es auch mal toll, durch die Vorband neue Bands für mich zu entdecken (weiß eigentlich jemand, wer diese Bands auswählt und wenn ja, nach welchen Kriterien? ).

Als Depeche Mode begann, wirkte Dave Gahan anfangs weniger in Partylaune, vielmehr hochkonzentriert. Das finde ich aber völlig in Ordnung, zumal er es sicherlich bei den schwierigen Soundverhältnissen selbst nicht einfach hatte. Außerdem finde ich es durchaus legitim, wenn er sich auf seinen Gesang konzentriert und dabei vielleicht für den einen oder anderen nicht so viel Stimmung ins Publikum bringt. Das änderte sich auch nach den ersten Songs.
Ich stand im FOS Bereich und im Gegensatz zu den Stadienkonzerten im Sommer hatte man in der Halle fast den Eindruck eines Clubkonzertes, vielleicht auch durch die manchmal nicht stimmige Abmischung, bei der Daves Stimme nicht immer optimal zur Geltung kam. Aber auch das hatte für mich eine gewissen Charme. Als Frau ist es wahrscheinlich auch so, dass man alleine schon gut unterhalten wäre, Dave beim Tanzen zuzusehen, selbst, wenn er nicht singen würde, grins.

Spannend war für mich dieses Mal, mehr Gelegenheit zu haben, Fletch zu beobachten, der wirklich megacool, sympathisch und überzeugend rüberkam!

Sensationell gut fand ich Martins „Strangelove“. Ein Song, der nicht zu meinen Lieblingsliedern gehört(e) (musste aber feststellen, dass ich den gesamten Text auf Anhieb mitsingen konnte, obwohl ich den Song sicherlich mindestens zwanzig Jahre nicht gehört hatte…). Fazit: Depeche Mode bringen mir live immer wieder Songs näher, zu denen ich vorher kaum Zugang hatte, so erging es mir übrigens auch mit „Cover me“.

Unerklärlich ist für mich weiterhin, warum „Going backwards“ und Where`s the revolution“ nicht so abgefeiert werden wie die alten Lieder. „Going backwards“ hat sicherlich als erstes Lied einen undankbaren Platz. Aber alleine der Text, die Eindringlichkeit des Gesangs von Dave und die eingängige Melodie erzeugen bei mir immer wieder Gänsehaut und ich finde es unfassbar, dass DM auch nach so vielen Jahren noch Alben herausbringen, die eindeutig nach DM klingen und nach der Zeit, als sie entstanden sind, aber trotzdem kein Abklatsch ihrer alten Hits sind.

Mein Fazit des Konzerts: Immer und immer wieder! Alleine die Stimmen von Dave und Mart sind es schon wert. Ich finde einfach, dass die Stimme von Dave mit den Jahren mehr an Ausdruck gewonnen hat, er viele Texte mit mehr Gefühl als früher rüberbringt. Dazu noch die Performance von Dave ( wehe, wir sind nicht mit Mitte fünfzig so durchtrainiert und ausdauernd wie er- er hat da ja gut vorgelegt!).

Mein Wunschliste für Berlin wäre: Mal ein ruhiges Lied von Dave in Accousticversion. Und ein Duett mit Martin und Dave zusammen, weil diese Stimmen beide so einzigartig sind…Und wenn nicht auf dieser Tour, dann hoffentlich auf der nächsten!

Von neverletmedown
Wohnort: Keine Angaben

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