Depeche Mode-Konzert am 22.10.2020 in Rom, Stadio Olimpico

ROM- I just can´t get enough

Depeche Mode im Stadio Olimpico und du bist hin und weg.

Wir sind bereits in den Genuss „unserer“ Band in München gekommen. Bei der Depeche Mode mit Dave in Bestform auf ganzer Linie überzeugten, jedoch das Publikum und der Stimmungsfaktor sehr zu wünschen übrig ließen-und dann kommst du nach Rom-und du willst nie wieder woanders aufs Konzert…

Aber von vorne. Bereits am Samstag gings mit dem Flieger von München nach ROM. Bereits im Flugzeug konnte man das eine oder andere DM T-Shirt erspähen und die Vorfreude stieg.Nachdem wir uns am Sonntagvormittag in ROM etwas Kultur gegönnt hatten ging es am frühen Abend ins Stadio Olimpico. Schon allein diese historische Kulisse Roms -Du läufst auf das Stadion zu, neben die ausgelassene und freundliche Leute. Überall werden schon DM Lieder angestimmt und die Chöre singen mit. Wir hatten uns die besten Tickets gesichert-Prato Gold. Endlich wieder richtige FOS Tickets. Ich schreibe das, da wir mit unseren FOS2 Tickets in München so reingefallen sind. In München (oder anderen deutschen Städten) ist man im Vorverkauf an FOS1 Tickets gar nicht ran gekommen und die Plätze der FOS2 Tickets haben mich überhaupt nicht überzeugt-viel zu weit weg -Stimmung der Konzertbesucher in diesem Bereich naja-sehr schade. Meiner Meinung nach reicht ein FOS Bereich und sollte dann den Fans vorbehalten sein, die eben hierfür bereit sind tiefer in die Tasche zu greifen um ein tolles Konzert zu erleben. Aber zurück zu Rom, wo es eben ganz klassisch nur einen FOS Bereich gab. Das Tolle hier war zudem, das die Bühne an der Längsseite des Stadions aufgebaut war. Selbst Getränke wurden in diesem Bereich zu verhältnismässig humanen Preisen verkauft.

Pünktlich 21:00 Uhr ertönen die erstes Klänge von „Going Backwards“. Die Band kommt auf die Bühne und die Fans toben. Dave trotz 38 Grad im Anzug. Er beginnt zu singen und reist alle mit. Schon nach dem ersten Lied fliegt die Jacke, ärmellos und schon klatschnass geht es durch das 2 stündige Programm.  Nach „So much love“ nimmt uns DM mit auf die Reise durch die 2. Hälfte der Bandgeschichte, Klassiker wie Barrel of a gun, a pain that i´m used to, in your room (mit einem extrem tollen Video im Hintergrund) folgen.

Dave rudert, flattert, dreht seine Pirouetten, die Fans klatschen, tanzen und singen textsicher jede Strophe mit.

Als Dave die Bühne Martin für „A Question of Lust“ und „Home“ überlässt sind überall „Martin-Sprechchöre“ zu hören, der sichtlich gerührt zu sein scheint. Sein Finale von Home, das er dem Publikum überlässt, scheint kein Ende zu finden, selbst als Dave schon wieder die Bühne betritt.

Es folgt ein weiterer, wie ich finde sehr gelungener Mix zwischen neuen und alten Songs und mündet schließlich in „Never let me down again“. Die Hande der Fans zappeln hin -und her zu Daves Performance. Auch hier auf jeden Fall ausdauernder im Vergleich zu München oder auch anderen DM Konzerten in Deutschland.

Es folgt die Zugabe, welche wieder durch den scheinbaren Liebling der Italiener Martin mit „Somebody“angestimmt wird. Und egal, ob man sich kennt, oder woher man kommt, man liegt sich in den Armen und läuscht diesem Song. Getoppt wird dies nur noch von Daves Tribut an David Bowie. „Heros“ wird von ihm in einer bandeigenen Version vorgetragen und gelebt als gebe es kein Morgen. Als letztendlich die letzten Töne von „Personal Jesus“ ertönen, scheinen sich alle total überrascht, das es schon vorbei ist-können 2 Stunden so schnell verfliegen? Auch die Band grinst über beide Ohren und verneigt sich vor Rom und diesem tollen Publikum. Es ertönen Chöre-I just can´t get enough, die auch noch beim Rausgehen nicht verstummen. Überall zufriedene und glückliche Gesichter. Alle scheinen noch wie in Trance und scheinen sich zu freuen, Teil von so etwas tollem gewesen zu sein.

Erst nach über einer Stunde machen wir uns, genaue wie tausend andere erst auf der Suche nach einem Taxi auf den Weg zum Hotel.

Rom  /Depeche Mode du/ihr  habt uns nicht zum letzen Mal gesehen.

Von Romy
Wohnort: Aalen

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Kommentar

  1. 29.6.2017 - 14:50 Uhr
    1

    Ciao Romy,
    ich bedanke mich für Deine schöne Beschreibung der erlebten Momente
    und Eindrücke die Du mit uns teilst!
    Ich freue mich immer wieder zu lesen, dass viele deutsche Fans
    nach Italien reisen, um ein Depeche Mode Konzert zusammen
    mit den Italienern zu feiern und zu erleben.
    Grazie e cari saluti.

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