Depeche Mode-Konzert am 19.09.2020 in Hannover, HDI-Arena

Sagenhaftes Erlebnis!

Hallo liebe Gemeinde!

Hier mal ein Bericht von einem Fan, der anscheinend auf dem falschen Rang gelandet ist…

Wir fuhren aus Braunschweig gegen 17:30 Uhr los und nach einigen kurzen Baustellen-Staus und einem Zwischenfall, bei dem ein LKW neben uns zu spät sah, dass auf seiner Spur ein Sattelschlepper STAND, da Staubeginn, und er im letzten Moment vor uns rauszog und ich danach gerne einen Schnaps getrunken hätte, bekamen wir (zur Entlohnung?) in Stadionnähe einen Parkplatz in einer Nebenstraße. Darüber war ich sehr froh, denn einen weiten Fußweg hin und zurück ist leider noch nicht in meinem Sinne, auch wenn ich „erst“ 34 bin. Ich war nervös wie ein kleines Kind und ließ völlig Teenie-like mein gesamtes Geld am ersten Merchandise-Stand für zwei Shirts, Sweatjacke und Armband.

Dazu sei gesagt, dass dies a) mein erstes DM-Konzert war, b) mein erster Stadionbesuch. Ja, ja, ich weiß, es gibt treuere Fans und überhaupt, aber irgendwie kam die letzten Jahre immer etwas dazwischen, ob unsere Kinder, Erkrankungen, Geldnot, Arbeit, Umzug, whatever. Es war also gut wuselig im Stadion für meinen Geschmack. Der Einlass aber war schnell und relativ unkompliziert. Meine Tasche (kleine Eastpak-Umhängetasche, hatte mich ja schlau gemacht) war schnell kontrolliert, meine Fishermens Bonbons sowie zwei für den Kopfschmerz-Notfall eingepackte Ibuprofen mussten auf die Mülltonne (ja, alles musste DRAUF gelegt werden, vermutlich haben sich die Ordner hinterher bedient, lach), Kaugummi durfte mit rein. Es war natürlich für Männer und Frauen getrennt eine Schleuse da und auf der für die Frauen lagen massenweise Bonbons, Kinderriegel, Medikamente und Deos. Vorher hörte ich, dass man ein Fernglas hätte mitnehmen dürfen (hätte ich DAS vorher gewusst!), kleine Kameras auch, aber große nicht, aber die Definition, wo klein aufhört und groß anfängt, wisse man auch nicht genau. Deos und andere Sprays durften auch nicht rein, aber mein Desinfektionsgel und Hygienetücher. Danach schwirrte noch der Metalldetektor über meinen Körper und wir konnten problemlos rein. Zu der Taschenabgabe, die wohl chaotisch am Ende gewesen sein soll, kann ich nichts sagen. Es war ein kleiner Pavillon und ich hatte anfangs noch überlegt, meine Jacke und Weste abzugeben, weil ich mir ja zuvor eine Sweatjacke gekauft hatte, aber mein Mann riet mir davon ab und wir schleppten alles mit rein. Bei Sitzplätzen ja auch nicht soo tragisch.

Wir irrten durch die Menge und Rang-Eingänge und fanden endlich unseren. Mein Mann hatte mir die Karten zum Geburtstag geschenkt und es war lange unsicher, ob ich überhaupt am Konzert teilnehmen kann. Meine Aufregung wuchs und wuchs. Es dröhnte, die Vorband ALGIERS spielte bereits. Nicht wirklich mein Geschmack, aber auszuhalten. Es dröhnte ziemlich und es wupperte in meinem Bäuchlein. Oh, ich spürte die Vorfreude, wie gut sich das anfühlen muss, wenn erst meine Lieblingsmusik gespielt würde…!

Wir fanden unsere Plätze und es war echt gut laut und dachte noch „uff, das soll ich so lange aushalten?“ und war sehr dann froh, einen Sitzplatz zu haben. Meine Kondition ist echt noch im Eimer und die „paar Meter“ vom Auto bis zum Sitzplatz waren für mich echt schon eine Herausforderung. Wir waren relativ spät da (ca. 19:45 Uhr), aber da wir ja Sitzplatzkarten hatten, war das auch in Ordnung so.

Ich versuchte, die Ungeduld und die Zeit zu vertreiben, tippte noch etwas auf dem Handy herum und erkundigte mich bei meiner Mutter, ob meine Kinder schon schliefen und dann endlich, endlich ging es los!

Was ich als Stadion-Konzert-Neuling nicht wusste: Man darf wohl auf den Rang-Sitzplätzen nicht jubeln, klatschen oder sich freuen, denn mich musterten mehrere Leute merkwürdig, als ich aufsprang und applaudierte, als die Jungs die Bühne betraten. Mir aber liefen die Tränen, die ersten Sounds von „Going backwards“ trafen mich mitten ins Herz und mir wurde bewusst, dass ich es hierher geschafft habe. Nach Hannover, Stadion, Depeche Mode! Ich, Konzert, viele Menschen… Mir kamen die letzten Monate in den Sinn, Diagnose Krebs, einen Tag später Geburt unseres Sohnes, Chemos, Krankenhaus, Nebenwirkungen, Bestrahlung… Ich hatte in den letzten Wochen sogar noch versucht, unsere Karten zu verkaufen. Aber da dies (bekanntermaßen) nicht gelang, es wäre nur zu einem lächerlichen Preis geglückt, nahm ich also all meine Kraft zusammen für diesen Abend. Ich zog die Mütze zurecht, atmete tief ein, ließ die Tränen kullern, schloss die Augen und versuchte den Moment für immer in Erinnerung zu behalten.

Nach kurzer Zeit aber setzte ich mich verunsichert wieder hin, keiner schien sich irgendwie zu freuen und Traurigkeit machte sich in mir breit, wo vorher noch ein erlösendes und freudiges Gefühl war.

Nach dem dritten Lied nahm ich wahr, dass sich die beiden freien Plätze hinter uns füllten. Neben uns blieben das gesamte Konzert drei Plätze frei und das Stadion war recht luftig geblieben, was ich persönlich aber nicht so schlimm fand.

Nach einer Weile, als ich mal wieder aufstand, weil ich wieder genug Power gesammelt hatte, um mitzusingen und zu klatschen, hörte ich hinter mir was, was wie „kann ja wohl nicht wahr sein!“ dachte mir aber nichts dabei – Stadion halt. Mein Mann stand auch auf sowie einige Leute vor und neben uns und wir genossen die Songs und Daves Performance. Irgendwann fuchtelte jemand zwischen mir und meinem Mann herum und eine junge Frau fragte mich, ob wir uns wieder hinsetzen könnten, denn sie würden ja ü-ber-haupt nichts sehen. In dem Moment wurde ich zugegebenermaßen etwas sauer und meinte nur „äääh – nein, ich bin hier nicht im Seniorenheim!“, woraufhin sie mich mit einem „dann kann man sich Karten im Innenraum kaufen“ anzischte. In meiner Wut und Enttäuschung platzte mir die Wahrheit heraus, dass ich das eben nicht kann, da ich Ende April meine letzte Chemo hatte. Daraufhin sah sie mich erschrocken an, hob entschuldigend die Hände und setzte sich wieder hin. Aber ab diesem Moment war ein Großteil meiner Freude und guten Laune kaputt, da ich mich ausgebremst fühlte. Zumal sie auch nicht viel mehr gesehen hätte, da der große Mann vor mir auch schon stand. Und ich bin keine drei Meter breit. Ich sang und tanzte dennoch mit und genoss es irgendwie, DM da weeeeit hinten zu sehen, hatte es mein Mann gut gemeint und die echt teuren Sitzplatz-Rangkarten gekauft. Die meiste Zeit wurden die Song-Videos leider auf allen drei Leinwänden übertragen, mich hätte es gefreut, wenn zumindest eine Leinwand immer Dave und Co. gezeigt hätten, aber das ist ein Luxus-Problem. Aber ich ärgerte mich, dass ich wirklich zu schwach für „da unten“ im Innenraum war und dass es wirklich Leute gibt, die im Stadion ein Konzert über sitzenbleiben können/wollen. Müssen sei mal ein anderes Thema.

Dann kam mir eine Idee, denn es hätte ja sein können, dass sie (auch) körperliche Probleme irgendeiner Art haben und nur nix sagten, ich wollte ja nicht rücksichtslos sein: Ich zog die beiden Jacken, die mein Mann neben uns auf einen der drei leeren Sitz gelegt hatte, weg auf unsere Plätze, drehte mich zu der Frau um, zeigte neben uns und rief ihr zu: „Dann setzt euch beide doch neben uns, dann seht ihr alles und gut is‘!“, denn die Leute vor diesen leeren Plätzen saßen. Sie sah unsicher zu ihrem Mann und ich sah ihn an und diese, sorry, dumme Fratze ist mir immer noch im Kopf. Denn er sah mich nur von oben bis unten verachtend an, hielt seinen Bierbecher in der Hand und schüttelte angewidert den Kopf. Ich rief ihnen zu, dass ich dann auch nicht mehr anbieten könne, und die Frau zuckte nur etwas eingeschüchtert die Schultern.

Wie dem aber auch sei, ich verbrachte den Abend mehr oder weniger ausgelassen, ich versuchte, diese Situation auf sich beruhen zu lassen, aber es ist ein ungutes Gefühl, wenn du weißt, dass jemand hinter dir sitzt, der dir vermutlich die Pest an den Hals wünscht. Aber je länger das Konzert dauerte, desto mehr Leute auf den hinteren Rängen standen auf, tanzten, sangen und jubelten. Und siehe da – auch hinter mir konnte man plötzlich Spaß haben und es wurde aufgestanden, getanzt und mitgesungen. Am Ende waren sie lauter als mein Mann und ich.

Sagenhafte Momente waren natürlich „Never let me down again“, als ein Großteil der Arme schwank – ich konnte leider körperlich nicht lange mit meinem rechten Arm mithalten (betroffene Brustkrebs-Seite), dafür ging der linke eben noch mit ;) Auch hier liefen mir die Tränen, es war einfach emotional. Sah man auf diversen Live-DVDs dieses Erlebnis, so hat man immer davon geträumt, eines Tages auch dabei zu sein und mitzumachen. Heute nun war es soweit, großartig! Auch bei „Home“ kullerten mir ein paar Tränen, wenn zig tausend Menschen mitsingen, bekommt man eine Gänsehaut vom feinsten, der Text lässt mich auch ohne Stadion schon gerne heulen, genau wie „Walking in my shoes“!

Etwas enttäuscht war ich, dass „Somebody“ ausfiel, war das der Song, unter dem mein Mann und ich damals das Standesamt betraten. Und als Martin „Strangelove“ anstimmte und dann abbrach, dachte ich „haha, hat er uns verarscht und wir alle sind drauf reingefallen, nun kommt doch „Somebody“ – nein, er hatte sich ja nur versungen, hrmpf. Auch hätte ich „Heroes“ gerne gehört, aber das blieb uns leider verwehrt. Dennoch gefiel mir „Strangelove“ sehr gut und ich fand es toll, als es durchs ganze Stadion „Pain will you return it
I’ll say it again – pain“ hallte. Mein Mann war währenddessen kurz zum Getränkestand gegangen, um mir noch die Becher zu besorgen. Ich hatte mich darauf eingestellt, vier Becher mit Wasser zu kaufen und meinen Mann als Schluckspecht zu missbrauchen, wollte ich alle Becher, aber kann nicht viel trinken, da bekomme ich nur einen Gluckerbauch und Magenschmerzen. Aber erfreulicherweise konnte man auch einfach nur vier Becher kaufen mit je 2,- für Pfand. Bei den doch recht hohen Preisen (hatte im Vorbeigehen nur gelesen, 5,- für Cola 0,5 Liter) wäre das doch ein teureres Vergnügen geworden. Aber er kam mit vier nagelneuen Bechern zurück, die ich glücklich in meiner Merchandise-Tragetasche verstaute und weiter sang, klatschte und die letzten Augenblicke des Konzertes genoss, wusste ich ja die Setlist auswendig.

Und dann war es leider soweit – die letzten Töne von „Personal Jesus“ verklangen und die Menge jubelte noch etwas und stimmte kurz „Zu-ga-be!“ an, aber das Licht im Stadion ging an und so wussten wir, dass wir aufgeben konnten. Die Mengen setzten sich in Bewegung und wir mit. Die Menschenmassen verteilten sich aber sehr schnell und so konnten wir in aller Ruhe zum Auto gehen. Mein Mann und ich sagten auf der Rückreise nicht viel, uns klingelten noch die Öhrchen :-D

Alles in allem ein tolles Konzert, aber wenn ich eines gelernt habe: Mein nächstes Konzert wird wieder DM sein, aber ich werde mich an eine Seite setzen, näher an die Bühne, und auf dem obersten, letzten, hintersten Rang setzen, damit ich niemanden hinter mir stören und ausgelassen DM feiern kann, weil ich wohl leider zu gehandicapt bleiben werde, um jemals im Innenraum stehen zu können. Ich weiß nicht, ob ich hätte anders reagieren, handeln sollen, und weiß nicht, ob es mir im Nachhinein leid tun sollte, mich nicht ihr zuliebe hingesetzt zu haben. Aber ich gebe zu, mein Egoismus war an diesem Abend einfach stärker. Ich habe mich so lange auf DM gefreut und wollte dieses Erlebnis möglichst nicht nur im Sitzen verbringen.

Auf jeden Fall schlief ich gegen halb Zwei selig in meinem Bett ein, witzigerweise mit „Strangelove“ im Kopf – und um halb sechs hatte mich der Alltag in Form eines elf Monate alten, kleinen Jungen wieder, der mich fröhlich krähend weckte, und zeitgleich traf mich eine Hand meiner vierjährigen Tochter am kahlen Kopf, die mich fragte, wie das „Deppesch Mord“-Konzert war.

Ich komme wieder!

P.S.: Ja, ich weiß, das Bild ist von der Entfernung her ein Witz, aber so sah es für uns halt aus :-)

Von Naaane
Wohnort: Braunschweig

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23
Kommentare

  1. Chrissy
    19.6.2017 - 20:28 Uhr
    10

    Danke für deinen Bericht

    Hallo, ich habe gerade nochmal nach neuen Konzertberichten von Dm in Hannover geschaut und bin auf deinen gestoßen. Während ich diesen gelesen habe sind mir so die Tränen gelaufen,das ich erstmal ein Taschentuch suchen musste. Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft und lass dir von andern nicht verbiegen.
    Ich war mit meinem Bruder da und wir hatten auch Sitzplätze da mir wegen chronischen Rückenschmerzen das längere Stehen schwerfällt, so konnte ich mich zwischendurch wieder setzten und Kraft schöpfen. Mir war es egal ob Spaßbremsen
    in meiner Reihe saßen, denn es war mein Konzertbesuch und hatte Spaß. Es war auch mein erstes Konzert von DM mit meinem 36 Jahren.

  2. gina
    16.6.2017 - 3:03 Uhr
    9

    eine zeitreise zwischen dem hier&jetzt und der vergangenheit,danke hannover für den besten montag meines lebens!??

    herzlichen dank für dein bericht,der katapultierte mich direkt wieder ins geschehen!? es war auch mein erstes DM konzert gewesen und hatte das glück 2 FOS karten links ersteigert zu haben. auch mit fast 36j. war ich aufgeregt wie ein kind am ersten schultag?! da ich erst jetzt beschlossen habe,mehr zu leben und nicht nur zu arbeiten,war ich stolz auf mein egoismus,das ich es wirklich getan habe!!! ? von frankfurt am vortag anzureisen, alles im vorfeld organisiert habe, so das mein teenagersohn versorgt und beaufsichtigt ist,damit mama ein herzenswunsch ? sich erfüllt! ich kann mich so gut reinversetzen wie du dich fühlst und bin den tränen fast nahe, zeit ist so kostbar und bin so froh das ich es erleben durfte!!! ich tanzte,ich sang, trank,feierte,hüpfte durch die gegend und war der glücklichste mensch auf erden und teilte den moment mit einem besonderen menschen,der das gleiche fühlt und songs lebt/liebt ? wie ich und mit sooooo vielen anderen! lernte so viele begeisterte aufm platz,richtung toiletten oder beim anstehn der getränke kennen und alle waren so happy und hatten all ihre eigenen geschichten zu erzählen.
    vorab muss ich noch sagen,das ich vorher wusste,das es ernorme sicherheitsauflagen gab und schaffte wirklich alles in eine gürteltasche zu packen,unglaublich aber wahr?. gut fand ich den wagen für die betroffenen die die info zu spät oder gar nicht erreicht hatten. beim reingehen,war das personal höflich und war froh das sie mir nichts wegnahmen. ich war so happy das ich vor glück hüpfte und mir den ersten becher halbwegs über mein arm kippte!es war in dem moment so egal, schließlich hatte ich in der anderen hand mir soeben mir frisch nen juttebeutel,ne tasse und ein poster geholt und mir konnte an dem tag keiner, mir mein lächeln mehr nehmen!? beim runtergehn von der tribüne richtung innenraum,saßen wirklich ein mann, der die ohren zuhielt bei der vorgruppe! erster gedanke war, zum glück sitz ich nicht hier! es war in der tat fluffig und hatte mir zu hause so vieles vorgestellt,das man erdrückt wird und dem so war es nicht! bei (break) „enjoy the silence “ lag endgültig mein herz und verstand auf dem boden und kämpfte mich sogar bis ganz nach vorne durch und feierte den moment so sehr!!! das letzte was ich fühlte war „wrong“, ich war genau richtig an ort und stelle und das war „everything counts“ (alles was zählte??)! als personal jesus anfing… omg, der beat das incomming vom song, war so genial,mein zeitzeuge,ein verwackeltes video wo ich in extase so abging und dann auch noch so greifendnah, das war selbst in den augenblick nicht zu fassen! ich hab nicht viele aufnahmen erst richtung ende fiel es mir ein,paar gedenkstücke zu fotografieren.ich hab das konzert lieber so genossen,statt mich auf das kl. bildschirm zu beschränken.ich feiere den tag,ich feiere den entschluss,ich feiere depeche mode,ich feiere hannover und die freiheit sich das auch mal live zu gönnen, statt im leben nur abstriche zu machen.ich danke f. diese erkenntnis, lieber spät als nie..mit fast 36j. kann man wohl noch groupie sein und versuch in zukunft kein konzert mehr zu verpassen!
    where’s the revolution,
    come on people
    you’re letting me down…

    ..the train is comming,
    the train is comming…
    .. so get on board
    get on board!!!!
    danke für diese tolle (zeit)reise, das der zug noch nicht abgefahren war,ebenso war es mir ne freude mit euch allen in der arena dave zu zeigen,das wir die REVOLUTION sind um im hier und jetzt zu leben!!! ? lg gina aus nähe frankfurt

    • Naaane
      16.6.2017 - 10:26 Uhr
      9.1

      Das...

      … hast du aber mal sowas von schön und treffend auf den Punkt gebracht <3 Alles Liebe dir!

      • Elena
        16.6.2017 - 14:18 Uhr

        Schönster Konzertbericht ever!

        Liebe Naaane das war der schönste Fan Bericht den ich je gelesen habe! Und mit Tränen in den Augen! Es gibt IMMER welche die Motzen, egal ob in FOS1, FOS2 oder Sitzplatz! Wir wurden gebeten leiser zu sein usw …. oder: Ihr habt aber ein Organ … deine Antwort mit dem Seniorenheim, die war gut ;) Ärgere dich nicht, zum Glück behält man ja immer das positive in Erinnerung. Einfach toll dass du DM endlich live gesehen hast! Ich wünsche dir ganz viel Gesundheit! Eine tolle Zeit mit deinen Jungs (meine ist 15 Monate alt und DM in Leipzig war mein erstes „Baby Frei“ über Nacht seit ihrer Geburt ;) und vor allem wünschen ich dir noch viele viele viele DM Konzerte! Vielleicht das nächste mal Stehplatz Arena Karten und du kannst dich an die Seite setzen und hinstellen wann du möchtest! auch im FOS 1 ist hinten immer Platz sich mal zu setzen! (zumindest war das in München und Leipzig der Fall) Alles Liebe aus München! Elena

  3. Floridaine
    15.6.2017 - 19:06 Uhr
    8

    FOS Gequatsche

    Danke für deinen emotionalen Bericht!
    Ich war auch am 15. in H, aber FOS links. Selbst dort wurde ich von 18jährigen irritiert angeschaut, als ich mitsang und tanzte. Die Krönung war, als die Truppe anfing sich zu unterhalten und auch nicht mehr aufhörte zu quatschen…just als Martin anfing zu singen. Ich war fassungslos.
    Hatte mich soooo auf Martins Part gefreut…

  4. Klaus Hawerkamp
    15.6.2017 - 18:01 Uhr
    7

    Sit down

    Schön , dass das Thema hier mal angesprochen wird. Wir waren in Köln und hatten auch die teuersten Sitzplatzkarten. U.a. weil wir keinen Bock auf die Ellenbogen im FOS hatten. Und als Dave, Martin und Fletch kamen, sind wir „natürlich“ aufgestanden. Und sofort kam von hinten: Können Sie sich bitte hinsetzen? Die ganze Euphorie war mit einem Schlag weg! Zunächst haben wir das respektiert, und haben versucht im Sitzen zu jubeln. Quasi nicht möglich. Zum Ende der Songs sind wir dann auch wieder aufgestanden – und sofort kam wieder ein „sit down“ von irgendwoher. Als Stripped dann anfing, sind dann endlich auch ein paar andere um uns rum aufgestanden, und wir haben uns dann auch danach nicht mehr hingesetzt.
    Mein Appell an die „sit down“-Menschen: Fragt Euch vorher, ob Ihr beim Konzert richtig seid. Und falls es Eure Musik ist: Bevor Ihr anderen den Abend versaut, überlegt vorher, was Ihr davon habt, wenn wir sitzen: mehr sehen könnt Ihr aufgrund der Entfernung zur Bühne eh nicht. Und die Leinwände seht Ihr auch so. Und lasst uns andere für die Stimmung sorgen, die so einen Abend unvergesslich werden lässt.
    Und: all die (Ehe-)Partner, die aus Anstand mitkommen: Lasst Euer Gegenstück mit nem anderen Fan hingehen. Euch 2 Stunden lang emotionslos leiden zu sehen: nicht nötig.

    • FBeye
      15.6.2017 - 19:26 Uhr
      7.1

      Dickes Fell hilft?

      Solche Neben- oder Hinterleute hatte ich auch schon. Egal ob DM, Metallica oder AC/DC. Ich habe mir aber im Laufe der Zeit so ein dickes Fell erarbeitet, das es mich nicht die Bohne interessiert.
      Wer der Meinung ist, ein Rockkonzert (und in die Kategorie zähle ich DM inzwischen definitiv) im Sitzen erleben zu wollen, der isst die Burger bei McDonalds auch mit Messer und Gabel.

  5. Melanie B.
    15.6.2017 - 14:07 Uhr
    6

    Holt Euch Karten für den Innenraum oder FOS

    Hey, ich bin selbst nicht fit, aber auch ich habe so bereits zwei Konzerte ganz vorn mit dabei geschafft. Das erste davon war 2014 mit Gehstützen in Dresden im FOS, wo ich mich ein wenig abseits (direkt vor der Rollstuhltribühne) hielt, aber dennoch einen Superblick besonders auf Martin hatte. Mein Freund passte auf mich auf. Das zweite Konzert war am 27.5. in Leipzig im FOS1, und da war ich sogar ganz nah am Catwalk. Um mich rum waren viele liebe Leute, und mein Freund passte mit auf. Kein Geschubse oder so. Und sitzen kann man auch auf dem Boden. Da meckert dann auch niemand, wenn Du mitsingst und klatschst. Wenn Du noch ein bisschen mehr Sicherheit möchtest, such schon im Vorfeld Kontakt zu anderen mit den gleichen Karten, sodass Du und Dein Mann mit ihnen zusammen reingehen könnt. Das wäre doch gelacht, wenn Du Dir Depeche Mode von solchen Karmuffeln vermiesen lassen müsstest. Sollten Deine Ärzte wegen der Menschenmenge und des Infektionsrisikos zu den Sitzplatzkarten geraten haben, dann lass Dir gesagt sein, dass das ja zur nächsten Tour bestimmt nicht mehr gilt.

  6. Ma am
    15.6.2017 - 13:44 Uhr
    5

    Welcome in my world...

    …. Du hast mich berührt, als Depeche Mode Fan, als Mama, als Omi und als Person, die bedingt durch ihren Beruf, weiß, was Du durchgemacht hast.
    Und ich muß Dir sagen : GUT SO! Gut so, daß Du die Karten NICHT verkauft und das Konzert besucht hast. Bei der letzen Tour waren wir 2x in der Espritarena in Ddorf, jedesmal Sitzplätze und das dritte mal in Köln in der Lanxessarena. Und dort hatten wir ähnliche Sitznachbarn, neben, hinter und vor uns. Pech gehabt, kann ich nur sagen. Und das HABE ich denen auch gesagt. Das hier ist ein POPKONZERT und da bleib ich nicht auf meinem Arsch sitzen. Irgendwann ist auch der größte Innenraum mal voll und ich sowieso zu klein und nicht dafür gemacht, ewig zu stehen.
    Diesmal in Köln, Global Spirit Tour hatten wie a. geile Sitzplätze, Reihe 3 Block Ost, konnten supi sehen und hatten Platz und b. supergeile Nachbarn, aber da hat man beim Kartenkauf ja leider keinen Einfluß drauf, man nimmt was man kriegt sozusagen und diesmal war ich SEHR schnell.
    Wir waren so mega begeistert, daß ich sofort am nächsten morgen nochmal 2 Karten für Gelsenkirchen gekauft hab, was nicht so weit von Köln entfernt ist. Diesmal hab ich natürlich keine Plätze in Reihe drei… Egal, Hauptsache, wir haben gute Stimmung um uns rum und wenn NICHT, dann MACHEN wir uns eben selber welche. Im STEHEN, darauf können sich alle verlassen ;-)
    Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles erdenklich Gute, vielleicht hast Du Lust mal bei FB bei den Depeche Mode Devotees vorbei zu schauen, da bist Du immer auf dem Laufenden und es ist eine nette Truppe dort, aus aller Welt.
    Walking in my shoes… wäre das keine Devise für Dich ;-)

    • 15.6.2017 - 14:05 Uhr
      5.1

      Danke...

      … für deinen Kommentar und die lieben Wünsche :-) Hm, bei FB finde ich leider mehrere Seiten/Gruppen mit diesem Namen *suchsuch*

      • Ma am
        15.6.2017 - 14:09 Uhr

        dein FB account

        Finde ich dich bei FC unter naaane? dann schick ich dir gern den richtigen link

      • Naaane
        15.6.2017 - 14:14 Uhr

        Nicht als Naaane...

        … sondern beispielsweise unter Chemonica ;) Eigentlich könnte ich meinen Namen direkt hier schreiben, findet man mich ab heute eh bei FB, da ich den Konzertbericht-Beitrag von depechemode.de kommentiert habe ^^

      • Ma am
        15.6.2017 - 14:23 Uhr

        finde dich leider nicht

        schreib mir wenn du möchtest deinen nicknamen

      • Naaane
        15.6.2017 - 14:45 Uhr

        Ich...

        … hab dir mal eine PN im Forum geschickt – hoffe du heißt da auch Ma am – ich heiße hier jedenfalls Naaane :)

      • Sandra
        15.6.2017 - 22:55 Uhr

        Hannover 12.6.

        Hallo, fand deinen Bericht sehr interessant ,denn du hast mir echt aus der Seele gesprochen. Ich, 41, seit 1987 Fan, aber dies war auch erst mein 2. Konzert ? Hatte leider bislang keine Gleichgesinnten im Bekanntenkreis, zudem binich recht klein und kann eigentlich auch so große Menschenmassen nicht so gut haben, daher Sitzplatz auf dem Rang. War den ganzen Tag voller Vorfreude auf das Konzert und endlich mal wieder „meine Jungs“ live zu erleben- und dann das : Stimmung im Block sehr verhalten, bis auf eine Frau ein paar Reihen vor mir, ALLE sitzen einfach nur da. Ich dagegen vom ersten Song an 100 % dabei, stehend, klatschend, tanzend und laut mitsingend. O.K.dachte ich mir, die anderen brauchen wohl noch einen Moment… dieser „Moment “ dauerte dann allerdings bis ungefähr zur zweiten Hälfte des Konzerts. Erst bei den Klassikern wie Everything Counts standen dann auch die anderen Konzertbesucher um mich herum und haben richtig mitgeklatscht etc. Zwar hat mich vorher keiner von denen deswegen angemacht, aber teilweise kam ich mir ein bisschen verloren vor und konnte es gar nicht recht glauben. War ich hier auf einem Depeche Mode Konzert?? Da liefen die Leute pausenlos hin und her um sich Getränke oder was zu essen zu holen ?Ja, weswegen waren die denn da??? Das kann ich doch auch VOR dem Konzert machen. Dieses Gerenne während des Konzerts finde ich dem Künstler gegenüber schon fast unhöflich. Kann auch nicht verstehen, wieso manche um die 80,- für so ein Ticket ausgeben, wenn sie offensichtlich KEINE richtigen Fans sind. Hatte den Eindruck, ein Großteil der Leute wartete nur auf bestimmte Lieder, der Rest war wohl uninteressant… Für mich war es trotz allem ein tolles Erlebnis. Und mein absolutes Lieblingslied Enjoy the silence live zu hören und mehrere 10000 singen mit: Gänsehaut pur und Pipi in den Augen!

  7. Peggy
    15.6.2017 - 13:40 Uhr
    4

    Stehen, Klatschen und glücklich sein !!!

    Da gibts immer wieder welche, die stört alles, die eher auf ein Konzert der Amigos gehören. Und es werden dir auch Leute begegnen, die sich das ganze Konzert nicht einmal bewegen, wo man sich fragt, wer denen die Karten aufgeschwatzt hat und dann gibts Fans wie uns, ich werde nicht sitzen bleiben, wenn ich klatschen will, ich werde mitgrölen und wenn der hinter mir nichts sieht, dann soll er auch aufstehen. Wir hatten Glück in unserem Block, da standen fast alle und da wir Sonntags waren, durfte ich auch Somebody genießen. Dir alles Gute ?

    • Ove Sprogøe
      15.6.2017 - 19:36 Uhr
      4.1

      People are People

      Jeder Mensch hat eine andere Vorstellung, einen schönen Abend zu verbringen. Ich selbst hatte vor einigen Jahren einen Bandscheibenvorfall und tu mich seitdem schwer 2 Stunden zu stehen. Aber ich rege mich nicht auf, wenn vor mir die Leute stehen. Und ich rege mich nicht auf, wenn Bier geholt wird, geraucht wird, gesungen geredet oder geklatscht. Ich möchte einen schönen Abend erleben und weiß vorher, daß da (wie in München) ca. 70000 verschiedene Charaktere zum Konzert gehen.
      Ich kann diese Nörgelei überhaupt nicht nachvollziehen.
      Einfach mal leben und leben lassen!
      Liebe Grüße an euch alle!

  8. Tyranny242
    15.6.2017 - 13:34 Uhr
    3

    Nichts neues :-(

    Hi, erstmal muss ich sagen, dass dein Bericht sehr von Emotionen getragen ist … schön!!
    Und was die „Rentner“ angeht: einfach ignorieren, Party machen und alle Gefühle rauslassen :-)

  9. 15.6.2017 - 13:13 Uhr
    2

    Mach was Dir gut tut

    Sehr schön geschrieben, mir ging es bei meinem ersten DM Konzert nicht anders. Man steht auf und will Feiern aber die meisten um einen drum herum gucken nur blöd. Diesmal haben wir Karten für den Innenraum, es wird bestimmt nicht ganz leicht die ganze Zeit zu stehen aber wir freuen uns schon drauf. Berlin wir kommen.
    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und das es Dir gesundheitlich gut geht.

  10. Annie
    15.6.2017 - 12:57 Uhr
    1

    Stehenbleiben

    Bloß nicht so viele Gedanken machen, ich kaufe immer Karten auf dem Rang und stehe immer vom Anfang bis zum Ende. Und ich singe laut mit ;-))

    • Ingi
      15.6.2017 - 13:11 Uhr
      1.1

      Ja!

      Dir alles liebe und Genesung und ich stand beim letzten Mal auch nur. Zum Glück alle anderen auch. Nach deinem Bericht bin ich über die fos Karten trotzdem froh :-)

      • Depechiedoris
        15.6.2017 - 22:16 Uhr

        Muss es Innenraum sein??

        Meine Liebe, lass dir die Freude nicht verderben, wenn die Herren zum Konzert laden. Ich sag jetzt mal so frech“in unserem Alter“ ist es immer wieder eine Freude, 13 zu sein und wie damals abfeuern zu dürfen, nach Kids, Irrungen, Wirrungen, Job, etc. Und wir haben die Power und genießen und feiern. Erst recht wie bei dir nach dieser Diagnose. Mehr als 101 Konzerte sind es bei mir, auch international, schwer erkämpft und verdient. Da hängt Herzblut und Vergangenheit dran…umso mehr weh tut das, so etwas zu lesen. Ich verstehe dich….der schmale Grat Rücksicht und endlich angekommen. Schade, dass das kleine eigene Glück so ins Wanken gerät, genau dort, wo man denkt, da ist man unter Gleichgesinnten. Schreib durch und wir gehen bei der HallenTour zusammen! Bis dahin habe ich dein Erlebnis auch durch….habe seit 1985 das 2. Mal SitzplatzKarten für Frankfurt….und mir graut es jetzt schon…..

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