Depeche Mode-Konzert am 15.09.2019 in Hannover, HDI-Arena

Depeche Mode: Note 1 – Publikum: eine schwache 3!

Dank eines Hotels in fußläufiger Entfernung zur Arena konnten wir ganz entspannt gegen 20 Uhr aufbrechen, die Vorgruppe schenken wir uns meistens. Sorry, aber ich will Depeche Mode sehen und nicht irgendwelche unbekannten Gruppen, die weder optisch noch musikalisch zu DM passen…

Eingedenk der strengen Sicherheitsbestimmungen hatten wir nur Hotelkarte und Geld mit und waren daher schnell durch die Einlasskontrollen. Ich wurde mit einem Scanner kontrolliert, viele Regenschirme und Taschen waren schon in einem kleinen Zelt am Eingang untergebracht.
Unser Block war schwer zu finden, da die großen Zahlen über den Blöcken nicht mit denen auf den Karten übereinstimmten. Die Ordner waren aber sehr hilfsbereit.

Als das Konzert begann, war es natürlich noch hell und das ist für mich eigentlich das größte Manko der Stadionkonzerte. Im Hellen kommt nicht die gleiche Stimmung auf! Wir standen bei den ersten Tönen – als Einzige im ganzen Block! – und haben ohne Selfies oder sonstiges Handygefummel ein tolles Konzert genossen. DM waren gut drauf, der FOS-Bereich auch – aber der Rest? Ich hab noch selten so viele Menschen gelangweilt auf ihrem Hintern sitzen sehen… die meisten haben eine Kippe nach der anderen gequalmt und permanent auf ihren Handys herumgetippt. Leute, warum geht ihr dann auf ein Konzert?
Glücklicherweise hat sich niemand beschwert, dass wir abgefeiert haben!

Die kleinen Setliständerungen waren für mich top – normal bin ich persönlich kein Fan der „Martin-Pausen“, aber Shake the Desease war okay und sowohl Home als auch Strangelove war endlich mal etwas uptempo und insofern auch okay für mich.

Gefreut habe ich mich über die gute Livequalität bei „Where’s the Revolution“ (könnte durchaus ein neuer Dauerbrenner werden). Auch „So much Love“ kam gut. „Cover me“, einer meiner Lieblingssongs, war von den Strophen her nicht so ganz konzerttauglich, weil doch sehr langsam, aber der Instrumentalteil war toll.
Erstaunt hat mich „Wrong“. Ich liebe den Song, aber auf der SOTU-Tour kam er einfach live nicht so gut rüber. Dieses Mal aber nur ein fettes WOW!

Es wurde dunkler und es wurde etwas besser. Beim Klassiker ETS und NLMDA ging dann endlich auch mal das Publikum etwas mit. Danach setzte dann schon vor den Zugaben ein Massen-Exodus ein – völlig unverständlich!
Heroes als Coverversion fehlte – mal sehen, ob die in Frankfurt kommt, hätte mich schon mal interessiert. PJ als letzter Song ist mein persönliches Highlight – aber so wenig Interaktion im Publikum hab ich eigentlich noch nie gesehen… man hat’s DM auch angemerkt, dass sie gar nicht mehr versucht haben, das Publikum einzubeziehen. Wenn ich da an andere Konzerte denke, wie PJ da in die Länge gezogen wurde, weil das Publikum immer wieder mitgesungen hat… *seufz*

Eine Anmerkung noch zum Video von WIMS – ich bin wirklich tolerant, aber das Video ist einfach nur unpassend. Vom Song hab ich eigentlich gar nichts mitbekommen, weil ich mich permanent gefragt habe, was das sollte…

Von Rowena_DM
Wohnort: Hessen

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4
Kommentare

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  1. Olly
    17.6.2017 - 11:39 Uhr
    2

    LOL

    Zitat:
    „Eine Anmerkung noch zum Video von WIMS – ich bin wirklich tolerant, aber das Video ist einfach nur unpassend. Vom Song hab ich eigentlich gar nichts mitbekommen, weil ich mich permanent gefragt habe, was das sollte…

    Mit dieser Bemerkung hast Du Dich leider sowas von disqualifiziert. Du hast Dich im Ernst gefragt, „was das sollte“?
    Deutsche Depeche Mode Fans… so typisch!
    Kein anderes Video kann den Inhalt von Walking in my Shoes besser und drastischer darstellen. Vielleicht mal auf die Texte achten und nicht nur auf die Musik. Englisch lernen wäre da wohl mal angebracht. Und falls Du English kannst: Martin schreibt hier nicht wortwörtlich davon, andere Schuhe anzuziehen… LOL

    • mbStone
      22.6.2017 - 23:52 Uhr
      2.1

      Welches Video?

      Ganz ehrlich: An das Video kann ich mich nicht mehr erinnern. Muss wohl nicht so dolle gewesen sein. Aber die Videos auf der Tour sind für mich eh insgesamt schwach bis echt schlecht. Positive Ausnahme: In your room. Die Farben zu GB kamen auch noch ganz gut, trotz der Open Air bedingten Helligkeit. Ansonsten ganz viel deja vu.

  2. Maik
    16.6.2017 - 8:47 Uhr
    1

    Bestes Konzert ever!

    Meine Fresse, ich weiß garnicht, mit welchen Superlativen ich dieses Konzert bezeichnen soll!
    Aber mal von Anfang an.
    Entgegen allen Unkenrufen war die Parkplatzsituation am Schützenplatz durchaus akzeptabel. Das Gleiche gilt für die im Vorfeld angekündigten Einlaßkontrollen. Nette Security und Check absolut okay, was in der heutigen Zeit einfach zur Normalität wird.
    Vorband ist Geschmackssache – ich war wegen Depeche Mode da.
    Und da bin ich auch schon bei der Hauptsache. In diesem Forum wurde des öfteren schon berichtet, dass die erste dreiviertel Stunde eher lahm daher kam. Also nach meinem Geschmack war diese dreiviertel Stunde schon der Knaller! Dass die Jungs danach sogar noch ´ne Schippe drauflegen können, war ja kaum zu glauben. Aber spätestens jetzt wurde auch der Nicht-Hardcore-Fan so langsam wach und wuchtete seine überflüssigen Pfunde zum Takt der ihm aus dem Radio bekannten Melodien. Da ich kein Freund von Herrn Gore´s Solostücken bin, war ich umso erstaunter, was uns der liebe Mart da präsentierte. Inclusive des kleinen Fauxpas mit der Textunsicherheit einfach sehr ausgewählte Stücke, bei denen ich außnahmsweise mal nicht pinkeln oder Bier holen war, weil es mir wirklich gut gefiel.
    Zu Herrn Gahan brauche ich, glaube ich, nicht mehr viel zu sagen. Alles was über ihn geschrieben wurde stimmt. Er ist der große Zampano, der die Maschine anheizt. Und Dave hatte auch offensichtlich echt Spaß.
    Alles in allem eine Setlist, die, so sagte meine Frau, sie selbst besser nicht hätte erstellen können. Und damit hat sie absolut Recht. Wir beide als Hardcor-Fans (würde uns jetzt mal so bezeichnen) waren mit der Musikzusammenstellung mehr als zufrieden. Dementsprechend haben wir natürlich mitgesungen, mitgeweint und mitgezappelt. Ich werde mich morgen sicherlich so anhören, als hätte ich über Jahre täglich dreißig Marlboro mit 2 Flaschen Whiskey runtergespült. Aber heiser klingt auch manchmal sexy…
    Wenn ich mir jetzt nur noch für´s nächste Konzert die Leute aussuchen könnte, die ebenso wie wir abgehen, nämlich wie ein Zäpfchen, wäre alles rundum perfekt. Den anderen Teil des Publikums möge man dann bitte in einen abgetrennten Bereich stecken, in dem man zwar aussieht wie junges Gemüse, sich aber beim Konzert verhält, als wäre man kurz vorm abnippeln. Ja, die misepetriegen Gesichter und Sitzplatzokupierer können einem schon von Zeit zu Zeit den Rundumgenuß schmälern! Und da ist es egal, ob man dafür einen Sitzplatz kauft, oder lieber im Innenraum das Gemeinschaftskuscheln vorzieht. Gelegentlich- im- Radio Depeche Mode- Hörer und textsichere Hardcore Zappler wie meiner einer vertragen sich eben nicht immer so optimal.
    Jo liebe Devotees. Das soll´s aus Hannover gewesen sein. Hoffe, Ihr erlebt ähnliche Dinge, bei den anstehenden Konzerten. Viel Spaß Euch.
    There is gerade so much love in me.

    • mbStone
      22.6.2017 - 23:59 Uhr
      1.1

      Schade. Der Flash ging total an mir vorbei. Das ist Lichtjahre von dem entfernt, was mich früher bei DM Konzerten begeistert hat. Für mich war da von Spaß auf der Bühnennichts zu sehen. See you next time? Muss ich mir noch mal überlegen. Vielleicht, wenn ich die Karte tatsächlich für 30 € bekomme. Die Hundert für FoS waren es nicht wert.

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