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Depeche Mode: Note 1 – Publikum: eine schwache 3!

Dank eines Hotels in fußläufiger Entfernung zur Arena konnten wir ganz entspannt gegen 20 Uhr aufbrechen, die Vorgruppe schenken wir uns meistens. Sorry, aber ich will Depeche Mode sehen und nicht irgendwelche unbekannten Gruppen, die weder optisch noch musikalisch zu DM passen…

Eingedenk der strengen Sicherheitsbestimmungen hatten wir nur Hotelkarte und Geld mit und waren daher schnell durch die Einlasskontrollen. Ich wurde mit einem Scanner kontrolliert, viele Regenschirme und Taschen waren schon in einem kleinen Zelt am Eingang untergebracht.
Unser Block war schwer zu finden, da die großen Zahlen über den Blöcken nicht mit denen auf den Karten übereinstimmten. Die Ordner waren aber sehr hilfsbereit.

Als das Konzert begann, war es natürlich noch hell und das ist für mich eigentlich das größte Manko der Stadionkonzerte. Im Hellen kommt nicht die gleiche Stimmung auf! Wir standen bei den ersten Tönen – als Einzige im ganzen Block! – und haben ohne Selfies oder sonstiges Handygefummel ein tolles Konzert genossen. DM waren gut drauf, der FOS-Bereich auch – aber der Rest? Ich hab noch selten so viele Menschen gelangweilt auf ihrem Hintern sitzen sehen… die meisten haben eine Kippe nach der anderen gequalmt und permanent auf ihren Handys herumgetippt. Leute, warum geht ihr dann auf ein Konzert?
Glücklicherweise hat sich niemand beschwert, dass wir abgefeiert haben!

Die kleinen Setliständerungen waren für mich top – normal bin ich persönlich kein Fan der „Martin-Pausen“, aber Shake the Desease war okay und sowohl Home als auch Strangelove war endlich mal etwas uptempo und insofern auch okay für mich.

Gefreut habe ich mich über die gute Livequalität bei „Where’s the Revolution“ (könnte durchaus ein neuer Dauerbrenner werden). Auch „So much Love“ kam gut. „Cover me“, einer meiner Lieblingssongs, war von den Strophen her nicht so ganz konzerttauglich, weil doch sehr langsam, aber der Instrumentalteil war toll.
Erstaunt hat mich „Wrong“. Ich liebe den Song, aber auf der SOTU-Tour kam er einfach live nicht so gut rüber. Dieses Mal aber nur ein fettes WOW!

Es wurde dunkler und es wurde etwas besser. Beim Klassiker ETS und NLMDA ging dann endlich auch mal das Publikum etwas mit. Danach setzte dann schon vor den Zugaben ein Massen-Exodus ein – völlig unverständlich!
Heroes als Coverversion fehlte – mal sehen, ob die in Frankfurt kommt, hätte mich schon mal interessiert. PJ als letzter Song ist mein persönliches Highlight – aber so wenig Interaktion im Publikum hab ich eigentlich noch nie gesehen… man hat’s DM auch angemerkt, dass sie gar nicht mehr versucht haben, das Publikum einzubeziehen. Wenn ich da an andere Konzerte denke, wie PJ da in die Länge gezogen wurde, weil das Publikum immer wieder mitgesungen hat… *seufz*

Eine Anmerkung noch zum Video von WIMS – ich bin wirklich tolerant, aber das Video ist einfach nur unpassend. Vom Song hab ich eigentlich gar nichts mitbekommen, weil ich mich permanent gefragt habe, was das sollte…