Depeche Mode-Konzert am 17.06.2019 in Stockholm, Friends Arena

Revolution to go – Revolution zum Mitnehmen

Hier mein erster kleiner Eindruck und Bericht vom Auftaktkonzert in Stockholm :
Bei der Ankunft am Stadion ist mir sofort der große Merchandising-Stand ins Auge gefallen und ich finde es gut, bereits vor dem Konzert offizielle Bandartikel kaufen zu können.

Die Auswahl war sehr groß, unter anderem gab es schöne große Stofftaschen, einen Schal und spezielle T-Shirts, bei denen das DM in den Farben der schwedischen Fahne aufgruckt wurde.
Wenn diese tolle Idee weiter verfolgt wird und es für jedes Land, in dem Depeche Mode auftreten, solche Tourshirts angeboten werden, fände ich das große Klasse.

Viele Fans warteten gegen 16 Uhr noch nicht vor der Arena; einige waren im gegenüber liegenden Einkaufszentrum oder stimmten sich in Bars oder Restaurants auf das Konzert ein.
Es gab eine Abendkasse, an der noch Sitzplatzkarten für alle 3 Kategorien gekauft werden konnten -–das Konzert war also nicht ausverkauft.
Der Einlass für den Unterrang startete um 17:50 Uhr. Taschen wurden nur lasch kontrolliert, auch Körperkontrollen konnte ich nur einige wenige sehen.

Den Support bestreiteten THE RAVEONETTES pünktlich um 19:45 Uhr.
Die Arena war zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal halb gefüllt.
THE RAVEONETTES waren mir bisher unbekannt, und wie es so ist, sind Geschmäcker verschieden. Einige Lieder fand ich interessant, andere sind völlig an mir vorbeigegangen.
Den Sound fand ich hier zu leise, was sich aber später bei DM verbessert hat.

Wir hatten Karten im Block 133 im Unterrang, und als Depeche Mode um 21 Uhr mit ihrem Konzert anfingen, nahm auch jeder Zuschauer seinen Platz ein.
Das meine ich wörtlich, denn bis „Everything counts“ klebten die Leute förmlich auf ihren Sitzen und waren mit ihrem Handy oder irgendwelchen Gesprächen beschäftigt und verfolgten das Geschehen auf der Bühne anscheinend eher beiläufig.
Vielleicht lag es auch daran, das Martin keine Engelsflügel oder dergleichen trug, sondern für seine Verhältnisse sehr normal auf die Bühne kam……..

Gut finde ich die unterschiedliche Anordnung der Leinwände neben der Bühne (eine waagerechte auf der linken, eine horizontale auf der rechten Seite). Hier ist mir während der Show aufgefallen, das nie diesselben Bilder gleichzeitig zu sehen sind, sondern das unter anderem durch Zoomen versucht wird, möglichst viele verschiedene Blickwinkel einzufangen.
Die Lichtshow fand ich super, nur das sowohl bei „So much love“ als auch bei „A pain that I´m used to“ mit rotem Licht gearbeitet wurde, war gerade zu Anfang wenig abwechlungsreich.
„Where´s the Revolution“ wurde vom Thema – auch visuell – grandios umgesetzt und lässt mich hoffen, das für die anstehenden Konzerte der „Mit-Sing-und-Mit-Mach-Faktor“ noch gesteigert wird. Schade war, daß das Publikum der Aufforderung von Dave nach „Revolution“ nur durch einige wenige DIN A4-Botschaften statt durch laute Chöre nachkam, aber das wird sich im Laufe der Tournee sicher noch positiv ändern.
Ich hatte den Eindruck, das Dave seine Stimme noch etwas schont; er wirkte sehr konzentriert.
Die Videoprojektionen des Herrn Corbijn zu „In your room“, „Walking in my shoes“ und „Enjoy the Silence“ lassen meiner Meinung nach sehr viel Platz für eigene Interpretationen und wirken daher auf jeden unterschiedlich. Mich haben sie jedenfalls nicht gestört.

Mit Ausnahme der Telekom Street Gigs Berlin und des Mini-Konzerts in Glasgow kannte ich die Setlist nicht und war von der Version von „Heroes“ überwältigt und gerührt. Dave hat den Song sehr intensiv gesungen und gefühlt, das war ganz, ganz großes Kino !
Von „Spirit“ könnten 1,2 Lieder mehr gespielt werden, „You move“ oder „No more (the last time)“ als letzter Song vor dem Zugabeblock. Ich denke, „Poison heart“ wird sich in der Setlist nicht lange halten können – das war leider der Tiefpunkt.
„I feel you“ und „A pain that I´m used to“ können von mir aus ebenfalls raus.
Von Martin wünsche ich mir statt „Somebody“ oder „A question of lust“ eher „New dress“ oder „Shame“, weil ich denke, das es besser zur Thematik der Tour passt.

Fazit: Insgesamt ein gelungener Auftakt , der Appetit auf mehr macht.
Die Setlist bedient die Masse, kann aber auch die ein oder andere Perle von Martin
hervorbringen.
Dave sollte weniger Ententanz und mehr Einsatz auf dem Steg zeigen.
Geben wir den Jungs noch ein paar Konzerte, um wieder rein zu kommen, und alles wird gut
:-)

Von piggy1412
Wohnort: Essen

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1
Kommentar

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  1. Andi
    23.5.2017 - 11:38 Uhr
    1

    Dauer

    Hallo Piggy, darf ich kurz fragen, wie lange das Konzert gedauert hat. Also wann war Start laut Ticket, wann war tatsächlicher Start und wann war das Konzert aus. Danke

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