Depeche Mode-Konzert am 25.10.2020 in Leipzig, Red Bull Arena

„Good evening, Leipzig!“

IMG_3971Zum Ende vom Teil 1 meines Tour-Marathon verschlug es mich nun nach Leipzig. Das letzte Depeche Mode Konzert hier hatte ich 2001 im Rahmen der Exciter-Tour erleben dürfen, also vor gut 11 Jahren. Damals goss es wie aus Eimern. Diesmal war es zwar bewölkt, aber zur Abwechslung regnete es mal nicht.

Da es mir leider nicht gelang, in der Red Bull Arena meinen Platz zu finden (wer hat das Ding bloß entworfen???) und die Ordner auch keine große Hilfe waren, war ich ziemlich spät dran. Somit bekam ich von der Vorgruppe Douglas McCarthy nicht mehr allzuviel mit. Was ich mitbekam, hörte sich aber ganz gut an, erinnerte mich streckenweise ein wenig an die Smashing Pumpkins. Als sie von der Bühne gingen, bedankten sie sich artig und dann hieß es warten.

Platz war gefunden und ich beobachtete den FOS-Bereich bei deren Versuchen, eine LaOla zu starten. Leider kam diese kaum über den vorderen Abschnitt hinaus. Kein Vergleich zu Berlin. Kurz vor 21 Uhr konnte ich wieder erspähen, wie sich die Band auf den Weg zur Bühne machte. Gleich würde es soweit sein. Das Intro erklang und Leipzig flippte aus.

Gespannt wartete ich auf Lied Nr. 3. Wird es diesmal die andere Setlist? Als die ersten Takte von „Walking In My Shoes“ erklangen war klar, nee, wird es nicht. Macht ja nix. Die Stimmung war super, die Texte größtenteils bekannt und die Band bei prächtiger Laune. Diesmal bekam Dave die Wunderkerzen, passend zur Video-Einblendung zu „Should Be Higher“. Da hat sich aber einer gefreut! Das Mitsingen des „Loooooooove“ hat aber auch in Leipzig nicht funktioniert. Weiß der Geier warum.

Der Martin-Teil hielt dann noch einige Überraschungen bereit. Ich war innerlich schon auf „Higher Love“ eingestellt, da singt der Kerl doch glatt „Only When I Lose Myself“ und schiebt dann auch noch „Judas“ hinterher! Ich konnte es gar nicht fassen! Es war einfach grandios! Undenkbar, wenn ich das verpasst hätte! Das Leipziger Publikum schmetterte voller Inbrunst „If you want my love“. Absolutes Gänsehaut-Feeling.

Der Rest lief, wie gehabt. Bei den Klassikern wie „Enjoy The Silence“, „Personal Jesus“, „Just Can’t Get Enough“ etc. bebte die Arena geradezu. Die neuen Songs fanden nicht soviel Anklang, aber das kennt man ja schon aus vergangenen Shows. Viele gehen eben vorwiegend auf die Konzerte, um die alten Stücke zu hören. Ich ließ mich davon nicht stören und sang lauthals mit.

Als Dave seine Weste öffnete, meinte ein Mädel hinter mir: „Zieht der sich jetzt aus? Der zieht sich jetzt aus!“ Herrlich! Natürlich zog er sich aus. Zum Schluss blieb nur noch der Schal über. Dazu noch ein paar laszive Hüftschwünge und die Frauen liegen ihm zu Füßen. Tja der Herr Gahan weiß, wie man’s macht.

Ich bin jedesmal verblüfft, wie schnell die Zeit während der Show vergeht. Die fast 2,5 Stunden sind rum wie nix. Kaum zu fassen, dass das schon das 7. Konzert für mich von dieser Tour war. 9 liegen noch vor mir. Jetzt heißt es erstmal Pause bis Düsseldorf.

Von Jessica Gernandt
Wohnort: München

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Kommentare

  1. Sussy
    16.6.2013 - 20:15 Uhr
    3

    Mhm, also ich frag mich, ob sich nach 16 Konzerten auf allein einer Tour überhaupt noch so etwas wie Gänsehaut-Feeling einstellt.
    Ich glaub für mich wäre das Ganze dann nix Besonderes mehr.

  2. 12.6.2013 - 23:22 Uhr
    2

    Ja, 16 Konzerte sind schon so einiges. Ich habe 4 Jahre darauf gespart und hätte auch noch mehr Tickets gekauft, aber irgendwann ging mir dann doch das Geld aus. Bis jetzt kann ich aber sagen, ich bereue nichts und würde es immer wieder tun.

  3. Stefan Langer
    12.6.2013 - 22:00 Uhr
    1

    Kann deine Eindrücke nur bestätigen!!
    16 Konzerte sind ja echt heftig (und teuer), hätt ich auch gern … warte jetzt auch bis Düsseldorf … see you next time ;-)

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