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„Uuuuh, it’s raining!“

IMG_3913Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin! Nach einem Tag mit traumhaften Wetter begann der Himmel sich zuzuziehen und es kam Regen. Na Gott sei Dank! Sonst wäre es am Ende doch noch eine Sommertour geworden! Depeche Mode und gutes Wetter passen wohl einfach nicht zusammen. Ich erinnere mich mit Grausen an die Exciter-Tour 2001, als ich quasi knietief im Matsch im strömenden Regen auf der Leipziger Festwiese stand.

Wenigstens war es verhältnismäßig warm in Berlin. Nach der Schweinekälte in London, München und Stuttgart immerhin etwas. Vielleicht hätte man Schirme und Regenjacken ins Merch-Sortiment aufnehmen sollen. Die hätten bestimmt guten Absatz gefunden.
Trotz Regen war die Stimmung in Berlin von Anfang an grandios. Noch vor dem Intro gingen die Laolas durch die Reihen.

Als das Intro dann erklang, fing die Menge an zu toben. Die Band wurde mit tosendem Jubel begrüßt. Nach „Welcome To My World“ entledigte sich Dave wieder sogleich seines Jacketts, was besonders bei den Damen großen Anklang fand. Bei „Should Be Higher“ machte er einen kurzen Ausflug auf seinen Laufsteg und stellte fest: „Uhhh, it’s raining!“

Der Martin-Part wurde kurzerhand der Witterung angepasst. Statt „When The Body Speaks“ sang er lieber „But Not Tonight“. Was könnte auch besser zu diesem Abend passen als „Oh God it’s raining…“ Somit wurde bei der Zugabe wieder „Home“ gespielt, was mich besonders freute. Ich lieeeeeeebe diesen Song! Das Singen des „ohohohohos“ klappte leider nicht so ganz, obwohl Peter Gordeno eindrucksvoll demonstrierte, wie’s geht.

Schade immer wieder, dass viele Martins Part nicht zu würdigen wissen. Der Mann singt mit einer so glockenklaren Stimme und mit so viel Gefühl. Es treibt mir jedesmal die Tränen in die Augen. Offenbar haben es die meisten Menschen verlernt, einfach mal innezuhalten und zuzuhören.

Danach kam Dave wieder auf die Bühne, mit frischer Weste und diesmal beschalt. Man muss ja auch ein wenig auf die Stimme achtgeben, die muss noch eine ganze Weile halten. Er machte einen kurzen Wettercheck „Is it still raining?“ Ja, es regnete immer noch. Nichtsdestotrotz öffnete er bei „Enjoy The Silence“ die Weste und gab den Blick auf den schönsten Bauch der Welt frei. Bei „I Feel You“ fiel die Westec chließlich ganz und der Schal war auch weg. Rrrrrrrrrr…..

Das Berliner Olympiastadion bebte von Anfang bis Ende. Es wurde geklatscht, gesungen, gejubelt, geschrien und die Band war sichtlich gut drauf. Bei „Just Can’t Get Enough“ wurden kurzerhand noch ein paar Takte rangehangen, damit das Publikum mehr Spaß beim Mitsingen hat. Ich hatte einen fabulösen Abend in Berlin, ich hoffe, euch ging es ebenso! Nächster Halt: Leipzig!