Depeche Mode-Konzert am 22.10.2020 in Oberhausen, König Pilsener Arena

That’s how I like it!

Oberhausen-40Depeche Mode in Oberhausen! Das letzte Konzert in Deutschland für dieses Jahr und auch mein vorerst letztes, bis es im Februar für mich weiter geht. Bis dahin brauche ich unbedingt einen anderen Lebensinhalt. Vorschläge?

Die Band wurde hier stürmisch begrüßt, wenn auch vorerst nur vom Wetter. Sturmtief Xaver machte sich durch Gewitter, heftigen Wind und Hagel bemerkbar. Ich war froh über meinen Sitzplatz, denn bei dem Wetter hätte ich nicht vor der Halle stehen mögen. Zwischenzeitlich dachte ich mir, es wäre doch praktisch, wenn Depeche Mode bei mir im Hotel auftreten würden. Ich wollte nämlich absolut nicht da raus. Brrrrrrr!

Kurz vor 20 Uhr machte ich mich dann doch auf den Weg zur Arena. Ich musste ja lediglich die Straße überqueren. Angekommen suchte ich gleich meinen Platz auf. „Big Deal“ standen gerade auf der Bühne. Irgendwie wirken die immer noch schwer verunsichert. Sie haben wohl immer noch Angst, dass jemand eine Flasche schmeißt. Dabei gehören die meiner Meinung nach zu den besseren Vorgruppen dieser Tour.

Kurz nach 21 Uhr kamen Depeche Mode auf die Bühne. Oberhausen stand zu großen Teilen auf. So auch ich und andere Leute um mich rum. Neben mir maulte jemand: „Boah nee, wir haben doch nicht umsonst Sitzplatz!“ Tja, Pech gehabt, es wurde sich dem Gruppenzwang gebeugt. Die ersten Songs wurden wenig gewürdigt, ich hatte quasi Statuen um mich rum stehen. Aber wenigstens standen sie. Oberhausen brauchte schon etwas, um warm zu werden, aber dann lief es eigentlich. Ein Großteil des Publikums stand eben eher auf die Oldies, das kennt man ja.

Die Band war wieder gut gelaunt und spielfreudig. Warum sollte man nicht einfach mal Christian Eigner mit Erfrischungstüchern beschmeißen, wenn man schon vor den Drums steht? Bietet sich doch an! Einzig Fletch wirkte nicht so ganz glücklich. Ist auch schwierig, wenn man vom Rest der Band knallhart ignoriert wird. Jungs, ich weiß nicht, was zwischen euch vorgefallen ist. Es ist mir auch egal. Aber könnt ihr eure Zwistigkeiten nicht Off-Stage austragen? Ich schau mir das jetzt schon ne ganze Weile an und finde es zunehmend blöd und unprofessionell. Bei Männern über 50 sollte man annehmen, dass sie in der Lage sind, ihre Differenzen unter sich zu klären und nicht mit auf die Bühne zu bringen. Könnt ihr euch nicht mal für 2 Stunden zusammenreißen?

Ansonsten hatte Dave die Menge sehr gut im Griff, selbst die Salzsäulen neben mir konnten sich dem auf Dauer nicht entziehen. Da wurde schön brav nachgesungen und nachgeklatscht. Bei „Just Can’t Get Enough“ wollten sie schon gar nicht mehr aufhören. Und nach „But Not Tonight“ versuchte das Publikum sogar, „Heaven“ zu übertönen. Klappte nicht, aber den Versuch war es wert. Ach ja, der Martin-Part. Nachdem ich jegliche Hoffnung auf Abwechslung begraben hatte, stimmte Herr Gore „Slow“ an! Das haute mich doch beinahe aus den Socken! Ich sang begeistert mit und konnte es nicht fassen, dass ich dieser Songpremiere beiwohnen durfte. Allein dafür hat es sich schon gelohnt, nach Oberhausen zu fahren.

So, dieses war mein 17. Streich, der nächste folgt in Österreich! Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, ein tolles neues Jahr und see you in Vienna!

Von Jessica Gernandt
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Kommentar

  1. angel
    7.12.2013 - 17:57 Uhr
    1

    Im gleichen Hotel...

    Hi..Ich Musste auch nur über die Strasse gehen.
    Das ist schon cool gemacht. Auf den Oberrang brauchte es echt etwas,das änderte sich nach Behind the Wheel..Gott sei Dank…Und die Stimmung ãnderte sich…Dir auch schöne Weihnachten und ein Gutes,Neues Jahr und Viel Spass in österreich

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